Dienstag, 26. August 2014

Produkttests - oder der Blog lebt noch

Guten Tag,

falls hier nach Monaten Ruhe überhaupt noch jemand vorbei schaut... ich will hier noch mal was schreiben.

Die Zeit der kreativen Küche ruht im Moment. Ich koche, ich esse - durchaus auch lecker aber wenig Neues. So wie ich omnivor eingefahren war, so hab ich im Moment meine vegan eingefahrene Zeit.

Nun will ich hier aber ein paar Dinge - und sei es nur für mich - festhalten.

Es hat in meiner Reichweite ein Veganz geöffnet. Ich muss ganz ausdrücklich sagen, dass es mir im veganen Essen an nichts fehlt. Die wenigen Male, bei denen ich Gelüste auf Kindheit-gewohnte Geschmäcker wie Fleischwurst oder Züricher Geschnetzeltes habe, werden durch Produkte, die ich im normalen Biomarkt bekomme, gestillt. Ich bekomme 1 x im Monat eine vegane Box und bin meist mit den hierin teilweise befindlichen Halbfertiggerichten schon überfordert. Ich brauch sowas nicht bzw. nicht häufig.

Nun war ich Samstag zur Eröffnung im Veganz und dort findet man viele bekannte aber eben auch viele unbekannte Dinge, die es zu testen gilt, neugierig bin ich ja trotzdem. Am 2. Eröffnungstag war der Supermarkt natürlich heillos überlaufen und ich hab mir nur einen kleinen Teil an Produkten zugelegt.

Cocos-Joghurt hat mich total interessiert - wollte ich schon immer mal testen. Dann hätt ich so gerne eine leckere "Fleisch"wurst am Stück - dazu später mehr. Käse ist natürlich immer ein Thema und den Oatsnack will ich nur probieren, weil das Frollein davon Tonnen bevorratet und ich mal prüfen muss, was dran ist an dem Zeugs.

Als erstes hab ich die Fleischwurst auf mein Brötchen gepackt (nein, auf keinem Foto zu sehen). Die Konsistenz ist sehr gut allerdings riecht sie nach Parfum und schmeckt auch ein bisschen so. Am gleichen Tag hab ich mir Brötchen mit gestampften Kartoffeln und Olivenöl sowie Cashewmus und selbstgemachter Marmelade gemacht und das befriedigt deutlich mehr. Also, DIE Fleischwurst wird es nicht werden, da ist die Heirler-Wurst doch leckerer aber die gibts eben vegan nicht am Stück.

Als Kind bin ich ab und zu nach der Schule direkt zu meiner Patentante in die Metzgerei gelaufen. Dann bekam ich als erstes immer ein Fleischwurstbrötchen - mit ganz dick Wurst drauf und fand das toll, so verwöhnt zu werden. Die Wurst in der Form möcht ich nicht mehr essen aber das Verwöhnerinnerungsgefühl möcht ich schon haben (nur mal so als Erklärung für die Nichtveganer, die nicht verstehen, warum man manchmal Hunger auf Produkte hat, die aussehen wie Fleisch - wobei das mit den Jahren immer immer weniger wird).
 
Am Nachmittag war dann der Cocos Joghurt fällig - ich hatte in der Eile einen mit Mango gegriffen. Da ich gar nicht so richtig ans Regal kam (Menschenmassen) hatte ich nicht richtig Zeit, die Dinger zu studieren.

Wenn so ein 250g-Becher bereits 400kcal hat, dann weiß man, dass das sich hier nicht um ein Diätprodukt handelt. Das schmeckt man allerdings auch. Die Konsistenz ist sehr fest - eher wir Mascarpone und das Geschmackserlebnis wirklich sehr gut. Wird aber aufgrund des hohen Kaloriengehaltes kein Standard in meinem Kühlschrank sondern eher mal fürs Backen benutzt, wenn es eine Variante ohne zusätzlichen Geschmack gibt. Generell bevorzuge ich Sojajoghurt ohne Zucker, ohne Aromen, ohne alles eben... kann ich bei Bedarf selbst ein wenig Marmelade reinrühren oder - was ich im Moment dauernd mache - kleingeschnutzelte Gurken als Schnellform von Tzatziki. Aber trotzdem... kein schlechtes Produkt.

Diesen Burger gabs im übrigen am 2. Eröffnungstag vor dem Veganz. 6,00 Euro als Cheeseburger und - ich will die Sachen echt nicht schlechtreden - aber der Knaller war das nicht. Das Brötchen war nicht angewärmt/getoastet und damit kalt. Das Innenleben war aber ok und schmeckte auch gut. Aber ich hab in meinem Leben schon deutlich bessere vegane Burger gegessen - lass es mal dem hohen Ansturm geschuldet sein.

Es wurden auch Süßkartoffelchips mit Guacamole angeboten. Sollte ich noch mal die Gelegenheit haben, so werde ich sicherlich dazu greifen.

Dann hatte ich mir noch ein sehr kleines, sehr teures Stück Kuchen beim Bäcker Troll im Veganz geholt. Auch das werde ich noch mal testen, wenn weniger los ist. Da hab ich in Berlin und in Frankfurt im Veganz ganz deutlich besser gegessen und auch ein besseres Angebot gehabt.

Ihr merkt, hier besteht noch Optimierungsbedarf, der aber sicherlich auch Zeit benötigt.

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