Sonntag, 3. August 2014

~ Wenn man sich etwas vornimmt...~

... dann kann man das auch wunderbar nicht einhalten.

Mein Laufnachbar will 15-16 km laufen. Das ist mir zu viel, entscheide ich. Die Sehne ist nie so richtig ruhig und warum sie mehr reizen und das Laufen aufs Spiel setzen. Soll er halt nach dem Lauf die gewünschten Kilometer noch dranhängen. Das geht ja.

Erstmal gilt es Samstag Abend sowieso das jährliche Hausfest mit den Nachbarn zu begehen. Immer wieder schön, immer wieder spät. Der Kölschgenuss hielt sich in Grenzen aber um 1.30 Uhr ins Bett kommen und von der inneren Uhr um 5.00 Uhr wieder geweckt zu werden, ist halt echt Qual.

Aber selbstverfreilich kein Grund, den Lauf zu verschieben. Mit einem Start um 8.30 Uhr!!! (der Nachbar hat bessere Schlafgene als ich) ist das für uns ja fast schon ein Mittagslauf und die Sonne erweckt auch ein wenig den Einruck als ob sie schon volle Ladung geben würde.

Die Beine sind mir schwer, die Gravitation heute eindeutig stärker ausgeprägt. Die Muskeln ächzen und jaulen vor sich hin. Denen ist lieber nach Ruhe als nach Bewegung aber die wissen halt nicht, was gut für sie ist.

Wir starten wieder zur Brücken-/Fährrunde auf. Also erst bis zur Leverkusener Autobahnbrücke und dann zurück und mit der Fähre den Rhein erneut queren.

Aber erstmal quert die Wupper und die versperrt uns mal einfach den Weg. Sieht man hier nicht aber das war eindeutig zu tief, um durchzulaufen.

Die Wupper tritt über die Ufer.
Also zurück und Umweg laufen. Außerdem wollen wir auch eine Kurve im Neulandpark machen, dem alten Landesgartenschaugelände. Aber erstmal sehen wir Schiffe, die auf der Wiese parken, zumindest macht es aus der Ferne den Eindruck.


Der Neulandpark (keine Fotos) bringt uns bestimmt einen Extrakilometer und aus Versehen kommen wir auf die Auffahrt zur anderen Seite der Autobahnbrücke, die uns den Blick rheinabwärts Richtung verbotener Stadt bringt. Ganz gut kann man die jetzige Breite des Flusses erkennen. Das ist kein Hochwasser aber schon mächtig viel Gewässer im Moment.


Mittlerweile sind wir beiden Party- und Laufkumpels schon mächtig am schwitzen - hier sind bereits 8-9km auf der Uhr. Allerdings jaulen die Muskeln schon deutlich weniger. Laufen hilft halt gegen Vieles.

Ein riesiges Kürbisfeld säumt unseren Weg - gerne hätten wir einen fertigen Hokkaido mitgenommen aber der Weg war noch zu weit und wir ja auch keine Diebe.


Als wir uns der Fähre nähern horche ich noch mal etwas genauer in mich rein und stelle fest, dass eigentlich nix so richtig weh tut. Also warum nicht auch 15km Laufen, ist ja nicht so, als ob es keinen Spass macht. Schnell drehen wir die Richtung und laufen eine Runde durchs Dorf, dass ich/wir so noch nie erkundet hatten. Wir plaudern kurz mit einer Lockenwicklerdame auf dem Balkon, grüßen die Pferde, fotografieren komische Briefkästen und laufen dann mit 14,55 km an der Fähre ein.


Ein schicker Autokorso wartet auch auf die Überfahrt. Ältere Herrschaften mit ihren Frauen und ihrem Hobby.


Noch schnell ein Mövenfoto und dann kommt sie uns holen, die Fähre.


Noch 500m auf der anderen Seite laufend und den Rest gehend bis zum Bäcker zurück gelegt.

Waren 15km mit einer 7er Pace. Nicht schlecht für wenig Schlaf, Kölsch und Wärme. Aber schön wars mal wieder und jetzt hoffe ich, dass es keine Nachwehen gibt.

Kommentare:

  1. Klasse, liebe Anja! 15 km sind schon ein richtig langer Lauf. Ich drücke fest die Daumen, dass die Sehne dir die Freude darüber nicht im Nachhinein verdirbt!

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    1. Danke, liebe Anne. Im Moment verhält sie sich ruhig. Morgen nach dem Aufstehen weiß ich es genau.

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  2. Dieser Briefkasten! Herrlich! Die anderen Fotos auch - der Lauf erst recht, jaja ... aber mein selektives Auge bleibt eindeutig am Miezenbriefkasten am längsten hängen ;)

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    1. Das ganze Haus hätte Dir wohl gefallen, liebe Lizzy. Katzen, überall Katzen und irgendwie war es zwar ziemlich kitschig aber trotzdem schön.

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    2. oje - ich bin mir gar nicht so sicher, ob mir das gefallen würde mit so vielen - und womöglich auch lebendigen echten - Katzen. Mir sind meine (noch) 5 im Moment schon deutlich zuviel.
      Daher flott ein Themenwechsel zum Altbier: in Bayern hab' ich ja schon sowohl Weizen als auch Helles einigermaßen zu schätzen gelernt. Aber damals, als ich Bier weitgehend noch nicht mochte, war die Ausnahme eine schöne Erdbeer-Altbierbowle

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  3. Liebe Anja,
    meine Schlafgewohnheiten unterscheiden sich ja nicht so sehr von Deinen, aber mit 4 Stunden Schlaf auf einen ungewohnten längeren Lauf zu starten ist schon ne Hausnummer, Respekt (auch wenn der Appetit beim Essen, äh Laufen gekommen ist) ;-)
    Die verbotene Stadt? Ich als nicht Rheinländer vermute mal es ist die Stadt in der es so ein seltsames Bier zu trinken gibt, Alt? Bitte, klär mich auf:-)
    Ich wünsche Dir eine angenehme Lauf- und Arbeitswoche

    Salut
    Christian

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    1. Hallo Christian, ich bin ja Kummer gewohnt. Im letzten Jahr bin ich an zwei Wochenenden hintereinander gänzlich ohne Schlaf gelaufen (ob ich vielleicht mal 10 Minuten eingenickt bin, weiß ich nicht). Ob das gut ist? Ich weiß es nicht aber ich mach es halt. Meine Strategie mit meinem komischen Schlaf umzugehen. Und ja, die verbotene Stadt ist Düsseldorf. Ich wohne direkt an der Kölsch-/Altgrenze und Gott sei Dank noch auf der Kölschseite. Ich habs wirklich versucht aber mir schmeckt das dunkle Gebräu nicht.

      Die Wünsche für die angenehme Lauf- und Arbeitswoche gebe ich gerne zurück. Bis zum nächsten Lesen. Anja

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  4. Klasse Anja, mit dieser "Vorbereitung" einen solch langen Lauf hinzulegen! Manchmal sind es ja gerade die ungeplanten Läufe, die lockerer gehen, als wenn man sie sich vorgenommen hätte.
    Ach, und dann diese wunderbaren Oldtimer, ein SL wäre ja mein Traum... :-)
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. So siehts wohl aus, liebe Elke. Die Autos waren wirklich toll. Ich bin selbst gar kein Autofan aber die waren wirklich hübsch anzusehen.

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  5. Liebe Anja,
    super, dass du einfach weitergelaufen bist, wie es lief! Ich glaube, wenn du so locker durchgekommen bist, ist das ein Zeichen, dass der Körper es verträgt. (Aber ich selbst könnte es mir nicht vorstellen, nach einer langen Nacht, so früh... so lange... "! :D )

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    1. Ja, auch das Aufstehen ergibt keine große Meckerei, war wohl nicht so schlecht. :-)

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  6. Auf der Wiese parkende und fahrende Schiffe erlebe ich bei mir auch immer wieder. Sieht immer witzig aus.

    Zum Lauf mit wenig Schlaf über 15 km: Nur die Steinharten kommen in den Steingarten!

    Eine angenehme Woche wünscht
    Volker

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    1. Nachdem wir gerade unseren Urlaub gebucht haben, steigt die Laune auf jeden Fall gigantisch. Dir ebenfalls eine angenehme Woche. Nicht zu sehr stressen lassen.

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