Montag, 29. September 2014

~ Tussi on tour - oder warum frau in Hamburg nicht laufen aber tanzen kann ~

Wir sind Freundinnen, seit vielen, vielen Jahren. Wir sehen uns häufig und einmal im Jahr fahren wir gemeinsam weg. Nie wissen wir, wohin die Reise geht, nur die 2 "Mädels", die planen, die wissen Bescheid.

Nach Hamburg geht die Fahrt - als zentraler Punkt ein 3stündiger Kurs kubanischer Tänze! Tanzen konnten wir, so haben wir jedes Wochenende in unserer "Jugend" gemeinsam verbracht. Können wir das heute auch noch? Ist ja schon 21 Jahre her, dass wir den Tanzschuh an den Nagel gehängt haben.

Wir teilen die 2 4-Bett-Zimmer auf - in mein Zimmer kommen die angeblichen Frühaufsteher, denn wir wollen gemeinsam die Alster laufend umrunden. Frommer Wunsch!

Aber vor der Arbeit kommt das Vergnügen, oder wie war das?

Es wird nur ein Foto veröffentlich - Karaoke im Schmidt-Theater auf der Reeperbahn. Nee... watt war datt lustig. Dass wir danach noch bis 4.00 Uhr morgens tanzen waren (also nicht kubanisch sondern so...) machte selbstverständlich für den ersten Morgen die Laufpläne zunichte. Naja... wir haben ja noch den nächsten Morgen.

 
Am nächsten Tag dann eine kleine Tour durch die Stadt.



 Mit schöner Pause an der Perle.


 
Ja... und danach haben wir wirklich 3 Stunden getanzt - gar nicht so schlecht, wie ich finde. Wir können die Schritte schnell, sieht auch ganz gut aus ... aber was ist nur mit unserem Oberkörper los? Wo die kubanische Tanzlehrerin mal locker ein paar Schulterbewegungen einbaut, ist bei uns nur ruckiges Zuckeln angesagt - mal davon ab, bekommt man von den ganzen Hüft- und Schulterbewegungen Rücken.. so siehts nämlich aus.

Spaß hats gemacht. Und dann kam das Abendessen und dann kam die Reeperbahn und schon waren die Laufschuhe umsonst mit im Koffer...

So.. jetzt kommt der 2. Tussen-Teil.

Ich war ja nun bekanntermaßen in den USA. Dem Land, wo das Einkaufen für uns so günstig ist. Was kauft sich die gemeine Läuferin.. natürlich Laufklamotten. Und Farbe sollten sie haben - nicht das Einheitsschwarz, das es hier allenthalben gibt.

Ja.. Farbe. Heute zum ersten mal in heimischen Gefilden ausgeführt. Kunstvoll fotografiere ich das Bein mit.


Hier eine kleine Episode zwischendurch. Dieser Maulwurfshügel bewegte sich beim Vorbeilaufen. Also Bremse angezogen und zurück.


Ich hatte die Hoffnung, der Kleine zeigt sich mal ... aber der hat Angst vor Farbe.


So ein bisschen schrill ist das ja schon. Ich hab sicherheitshalber die gelbe Weste drüber gezogen... dann ist es etwas geteilt. :-)


So die Tussen waren unterwegs. Ich bin wie ne Tussi gekleidet. Und morgen mach ich mir ne Bergheim-Palme.

Donnerstag, 25. September 2014

Born to run oder wie läufts denn so in den USA?

Nach den 2 Läufen im Central Park und der nicht unerheblichen Touren zu Fuß durch Manhattan war meine Achilles-Sehne mal so richtig beleidigt. Sie schmerzte bei jedem Schritt. Also einen Gang runter schalten und erstmal abwarten.

Das fiel mal gar nicht so schwer, ist es doch in den USA je nach Ortslage gar nicht so einfach, einen Laufpfad zu finden. So etwas kenne ich von Deutschland überhaupt nicht. Überall kann man laufen - nicht immer schön - aber man kann, wenn man will.

So hatte ich 4 Tage Pause, als ich bei Bedford (unsere Station Nähe Boston) die ersten Kilometer versuchte.

Außer Industriegebiet fand ich nix aber auch hier gibts hübsche Ausblicke. Zweimal musste ich mangels Fußwegen die Richtung ändern.


 


Der nächste Lauf sollte erst 6 Tage später sein - erstmal wg. der Sehnenerholung aber auch wegen der wirklich unerfreulichen Läuferbedingungen.

In York waren wir in einem Hotel zwischen Autobahn und Bundesstraße. Es war nicht nur unmöglich, hier zu Fuß rauszukommen, es war sogar verboten.

Am ersten Morgen in York hatte ich noch vor, mich trotzdem per pedes auf den Weg zu machen aber die Autos, die mir den Schlaf raubten (wir schliefen auf der Highway-Seite) machten mir so viel Angst, dass ich es ließ.

Am zweiten Morgen (Zimmerseite gewechselt, das war viiel besser) hab ich mir dann den Schlüssel für den Jeep gepackt und bin soweit gefahren, wie ich wusste, dass ab dann Fußwege folgten. Ich wollte mal ganz gerne fotografisch die Einfallstraße von York festhalten - schön iss datt nich!

Ich parke auf dem Parkplatz einer Drogerie und muss erstmal diese Kreuzung überqueren. Das war schon ein Unterfangen, zumal die Ampel nicht richtig funktionierte und ich beim ersten "grün" stehen geblieben bin - also noch mal gefühlt 10 Minuten an der 6spurigen Straße warten - die hielten mich bestimmt für nen Alien.


Wohin das Auge reicht... Dunkin Donuts ist überall. Die warben im Fernseher mit einem Frühstücks-Donuts... ist das eklig oder ist das eklig? Klick Da wird doch nicht nur einer Veganerin übel, oder?


Wo auch immer.. Patriotismus überall.


Dieser riesige Friedhof hatte es mir angetan. Da kein Fußweg an der Straße vorbei führte, musste ich ja drüber laufen... wir hatten aber auch am Vortag gesehen, dass die Amis mit Autos über den Friedhof fahren.. ja!


Die meisten Grabsteine waren im übrigen mit deutschen Namen versehen.


Ein Fähnchen für jeden verstorbenen Soldaten in Afghanistan oder im Irak.



Na, ist das ein einladendes Restaurant?


So langsam komm ich nach Downtown und es wird netter.






 


 



Ja und jeder noch so irrige Glaube hat seine Kirche und die Botschaften sind überall vertreten.


Natürlich muss schon mal für den Herbst geschmückt werden.


Und das hier war sicherlich mal schön. Heute wohnen hier Leute, die sich die schicken Häuser nicht leisten können. Ich bin wieder auf dem Weg aus der Stadt raus.


Komme auf der anderen Seite am Friedhof vorbei und hüpfe noch mal rüber.





Das nenn ich professionelle Werbung - sieht man in der Form öfters.


 Wasn das? :-)


 Und das find ich einen echt hübschen Namen für ein Tattoo-Studio.


 Die Biker sind in der Stadt - heute ist Bike Night... dazu mehr auf dem Reiseblog.
 

So, das waren nur 7km aber mit ner Menge zu sehen finde ich und könnte eigentlich noch in die ugly destinations von Christian aufgenommen werden.

Last but not least (ich hatte im ersten Beitrag gelogen - es waren 5 Läufe) gibt es nach wieder 3 Tagen Pause einen Lauf in einem wirklich schönen Laufgebiet - es ist in Belmar an der Atlantikküste und ich schreib gar nicht viel dazu.. die Bilder sprechen für sich. Ich hatte mir extra den Wecker gestellt, um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen.

Noch war die Sonne hinterm Horizont...


Viele Surfer schon am Strand... Auto ist unwichtig, Hauptsache das Surfbrett passt.




 


Die ganze Strecke ging über diesen Boardwalk. Ich bin 5km in eine Richtung gelaufen und es hörte noch lange nicht auf. Will meiner Sehne nicht zu viel zumuten und drehe um.



 

Einmal die Füße in den Atlantik stecken...


 ... und für kurze Zeit bleiben alleine meine Fußspuren zurück.


So nett die Häuser...


... und die legendäre E Street, nach der die Band rund um Bruce Springsteen benannt ist, war direkt neben unserem B&B.


... das her von mir etwas lieblos abgelichtet wurde.


Ja, das waren wunderbare 10km. Die Sehne war recht ruhig - auch heute, nach 7km, hat sich nicht dolle gemeckert. Ich muss aber aufpassen.

So.. und wer noch mehr von der Reise wissen will und viiiiiel Zeit hat, der kann gerne alles auf dem Reiseblog nachlesen. Puh.. habe fertig.

PS: Ich erwähne das immer sicherheitshalber. Natürlich freue ich mich über jeden Besucher auf dem Reiseblog und jeden Kommentar und über jeden, der meine Freude teilen kann. Aber ich kann gut verstehen, wenn das viel zu viel ist. Der Blog dient mehr uns, um die Reisen noch nachvollziehen zu können. In kurzer Zeit hab ich Kleinigkeiten oder Städtenamen etc. vergessen. So kann ich auch nach längerer Zeit noch mal nachschauen und mich wieder erinnern und der Dinge erfreuen, die ansonsten durch Sieb rutschen.