Montag, 27. Oktober 2014

~ Endorphine tanzen Tango... oder wir laufen Staffel in Frankfurt ~

Schon im letzten Jahr lief ich Frankfurt ... also nicht ganz sondern in einer Firmenstaffel. Aus meiner Firmeneinheit im Bergischen war ich die einzige. Das sollte nicht so bleiben. Begeisterung ist ansteckend und es benötigte noch die ein oder andere motivierende Ansprache und schwupps waren es 12 meiner KollegInnen, die sich mit anmeldeten. Einige davon noch nie gelaufen, manche nicht im Training nur wenige Hobbyläufer, so wie ich.

So bildeten sich Trainingsabende, Tipps und Tricks und Ausrüstungsratschläge wurde ausgetauscht. Und nur noch wenige mussten krankheitsbedingt absagen, für die wir aber schnell Ersatz fanden - u.a., wer könnte es ahnen, auch mein Laufnachbar.

Meine Autoladung voller Laufmenschen machte mir die Freude, noch mit mir in Frankfurt im Edelkiosk Kuchen zu probieren. Gute Idee, wie sich herausstellte:


Die komplette Truppe traf sich abends im Hotel und es gab dann erstmal (zugegebenermaßen für die Facebook-Firmenseite) einen Schuhappell mit Kontrolle der Laufschuhe und ein paar Gruppenfotos. Dann ab zum Italiener, Carbo-Loading und Lagebesprechung. Die vielen (schönen) Fotos vom ebenso schönen Abend kann ich hier nicht veröffentlichen.

Um 23.00 Uhr zurück im Hotel gingen die ganze Nacht WhatsApp-Nachrichten in diversen Gruppen von Zimmer zu Zimmer. Ein Gefühl wie damals in der Jugendherberge aber eben auf anderen Kanälen. Selbst Herrenbesuche (ich glaube, sie waren harmlos) auf Damenzimmern wurden mit Fotos belegt und verschickt. Ich war zwar brav allein in meinem Zimmer aber geschlafen hab ich trotzdem zu wenig.

Das Hotel - nur 300m vom Start entfernt - natürlich voller Läufer - schwirrte morgens schon voller Energie. Hach... wie aufregend.

Unsere Staffelläufer wurden geschmückt...


Der Staffelstab mittels Klettband am Fuß befestigt (man kann wohl erkennen, dass es sich um meinen Fuß handelt;-))


Am Start dann voller Freude Nicola, ihre Tochter, José und eine Lauffreundin getroffen. Auch sie liefen Staffel und schnell war klar... Nico und ich laufen zusammen. Sie fühlt sich untrainiert, ich will nicht so schnell laufen... 6:20er Schnitt, das ist der Plan.


Soweit so gut - wir liefen mit 5 Staffeln plus die Bazinga-Staffel, da hieß es, bis zum Start viele Leute im Blick zu halten. Als sich dann um 10:25 Uhr der Start für die Staffel runtergezählt wurde, war die Stimmung großartig, das Wetter super, die Leute muffelig (also sie stanken so rum) und ansonsten alles prima.


Wer hier häufiger vorbei kommt, ahnt schon was passiert. 6:20 vorgenommen... 6er-Schnitt gelaufen. Und dabei haben wir geschnattert, die anderen Läufer beobachtet und alles bestaunt, was am Rand so zu sehen war. Über Duracel-Häschen, puscheligen Heidi Schmitt-Groupies, Samba-Gruppen, Sängerinnen, Fans, Radio- und Fernsehstationen. Es gab so viel zu sehen. Dazu noch unsere anderen Staffelläufer, die alle vor uns losgeprescht sind. Zwei davon halten wir länger im Auge und bekommen sie auch irgendwann wieder ein. Dazu sei aber gesagt - beide liefen 2 Abschnitte, also 19km - da darf man auch unter einem 6er Schnitt laufen.


Mit den 5:59er Läufern holten wir die ersten Marathonis ein, die 15 Minuten vorher gestartet waren. Alles Helden, alles Helden!


Aber die größten Helden waren für mich die hier. 3 Feuerwehrmänner, die in voller Montur. Wenn meine Netzrecherche richtig ist, sammeln sie so Geld für brandverletzte Kinder. Aufmerksamkeit hatten sie auf jeden Fall. Irre... 42km mit 20kg zusätzlich.


Nach km 9 kam er, der Berg des Grauens. Soll man nicht glauben, dass es so etwas in Frankfurt gibt aber wenn man einigermaßen am Limit läuft, dann ist eine kleine Erhöhung wirklich heftig. So wurde es still zwischen Nicola und mir - bis 10 wollten wir den 6er Schnitt halten und danach langsamer werden. Ok, hat auch nicht geklappt, wir sind weiter schnell gelaufen und mit Stolz und hochroten Köpfen waren übergaben wir nach 12km unseren Staffelstab. Wir verabschiedeten uns "bis später", was leider nix wurde, ich sammelte meine anderen Staffelkollegen ein und wir nahmen den Luxus in Kauf, im Hotel duschen zu können.

In der Festhalle angekommen, konnten wir noch die 3-Stunden-Läufer anfeuern und mehrfach musste ich in dieser Atmosphäre die Tränen unterdrücken, einer Kollegin von mir gelang das nicht. Es ist einfach irre dort.


 
Hach, ich könnt noch ewig schreiben aber, um schnell zum Schluss zu kommen - wir sammelten unsere letzten Staffelläufer kurz vor der Festhalle ein und liefen gemeinsam mit Heldenmusik in die Festhalle ein, welch Erlebnis. Unsere Medaillen einsammeln, ein Grapefruitbier abgreifen und wieder ab durch die Massen in die Festhalle.


Wir fielen uns alle in die Arme. Zeigten stolz unsere Medaillen, alle erzählten ihre Geschichten und Erlebnisse. Viele hatten noch nie eine solche Veranstaltung miterlebt und waren überwältigt von dem, was sie erlebten und stolz auf ihre eigenen persönlichen Heldentaten.


Ein gemeinsamen Abendessen und dann ab auf die Bahn. Kurz vor Bettgehzeit waren wir dann zu Hause und das Gehirn flatterte noch im Halbschlaf vor sich hin. Selbst heute früh - alle hatten ihre Medaillen im Büro umgehängt - war die Begeisterung noch zu spüren.

Was für ein tolles Wochenende, was für ne schöne Veranstaltung und ich hoffe, dass auf diesem Wege noch viele der Kollegen dabei bleiben und wir nächstes Jahr wieder gemeinsam einen Marathon rocken werden.

Nicola/José, es war so traumhaft, dass wir uns wieder in Frankfurt getroffen haben, dass wir gemeinsam laufen konnten, ein echtes Geschenk. Danke!

Donnerstag, 23. Oktober 2014

~ Getting lost in the Hansestadt ~

Manchmal passieren Dinge, die kann man nicht verstehen.

Der Weg führte mich mal wieder recht kurzfristig in die schönste Stadt von Deutschland (ok, ich liebe Köln aber ich geb ja zu, dass Hamburg rein ästhetisch einfach schöner ist). Klar, dass die Alsterumrundung auf dem Plan steht. Zum mindestens 15. mal oder noch mehr.

Hotel an der Alster gebucht. Da ich das von der Company vorgeschriebene Hotel einfach unanständig teuer finde (zwar nicht mit unserem Sonderpreis aber generell), wird ein anderes gebucht aber fast daneben. Schön in Alsternähe in einem wunderbaren herrschaftlichen Hamburger Haus. Ok.. man spart hier an neuer Ausstattung und an Platz aber es war sauber. Wunderbar. Außerdem gibts hier einen sehr netten Italiener in der Nähe und nach dem Besprechungstag gibts Pasta mit Steinpilzen und nen deftigen Trockenen dazu. Ja... ich liebe guten Rotwein. Da ich allein war, war das im wahrsten Sinne des Wortes schnell gegessen und ab ins Hotel.

Den Anfang des 20:15-Uhr Abendfernsehprogramms bekomm ich nicht mehr mit, schließlich fing der Tag bei mir schon um 3.00 Uhr und mit viel Stau an. Aber ich will gar nicht jammern.

Dass ich morgens die Alster umrunde, versteht sich ja von selbst. Mach ich ja immer, wenn ich hier bin und ich möchte angesichts des Themas betonen.. schon wirklich häufig.

Um 5.30 Uhr, als ich los laufe, ist es wirklich noch düster. Sehr düster. Und die Alster nicht wirklich so frequentiert, wie ich sie im Winter in Erinnerung hatte. Vielleicht bin ich auch sonst 30-60 Minuten später gelaufen.


Ein wenig komisch ist mir schon, bei so wenig Verkehr. Aber richtig Angst hab ich nicht. Warum ich allerdings sowohl Stirnlampe als auch Blinkearmband im Hotel gelassen hab, erschließt sich mir nicht direkt.

Etwas beleuchtet sind die Wege, so dass man zumindest nicht ins Stolpern gerät.

Die Figuren sind nur mit Blitz wirklich zu fotografieren - da reicht aber das Schmartfoon für gute Fotos nicht wirklich aus (nein, Hakan... auch nicht das 6er) :-)


Ich quere diese Brücke und ich glaub, bis dahin war auch noch alles ok aber irgendwo danach, da muss es passiert sein....


 .. ich hab mich verlaufen. Hier bin ich noch nie gelaufen. War aber angesichts der Dunkelheit noch unsicher. Vielleicht sieht es ja einfach nur anders aus.


Aber als ich auf einmal an einer Bushaltestelle und an Geschäften war, wusste ich, dass das nicht die übliche Alsterumrundungsrunde ist.

Aber Gott sei Dank ist man ja mit GPS und allem gut ausgestattet und ich finde den Weg zurück. Gebracht hat es mir einen Extra-Kilometer, den ich eigentlich gar nicht wollte. Aber ich bin fassungslos. Ich hab mich bei der Umrundung der Alster verlaufen.

Aber ich fand den Weg zurück und schickte Udo Lindenberg einen Gruß zum Frühstückslikörchen ins Atlantic.

Da ich noch völlig ohne Kaffee war und damit schon seit Stunden auf Entzug und im Hotel erst um 7.00 Uhr der Frühstücksraum eröffnete (ja, ich bin selbst schuld, ich hätt ja nobler wohnen können), bin ich dann kurz an meiner Firma vorbei gelaufen, da gibts nämlich nen netten Kiosk, von dem ich ahnte, dass der früh schon auf hat.
Richtig getippt. Hier gabs neben nem frischen Kaffee auch echt Hamburger Schnack der ortsansässigen Handwerker  - love it.

Mit dem Kaffee in der Hand hab ich es tatsächlich noch geschafft, mich noch mal zu verlaufen - bzw. zu vergehen - und suchte in der falschen Straße nach dem Hotel. Aber auch das war irgendwann gelöst.

Um zu beschreiben, wie klein das Zimmer und Bad im Hotel war: Da ich meine Haare zum größten Teil über Kopf föhne, musste ich vom Bad ins Zimmer treten, damit das funktioniert. Also hier war nicht wirklich viel Platz.

So... jetzt kann die Häme über mich losbrechen. Sich bei der Alsterumrundung zu verlaufen, das ist schon echt ne Kunst. 8,5 km mit nem 6:20er Schnitt. So war das nämlich.

Sonntag, 19. Oktober 2014

~ Der Morgen so schön, die Beine so schwer ~

Endlich wieder morgens laufen, hab mich schon die ganze Woche drauf gefreut.

Da aber auch gestern so ein schöner Tag war, gibts hier erstmal kurz von Samstag ein paar Bildchen, bis ich zur Laufbeschreibung komme.

Dass ich auch "Opfer" (wobei Opfer ja immer negativ gemeint ist, das Resultat war für mich durchaus positiv) des Bahnstreiks werden würde, hätt ich nicht gedacht. Es ergab sich aber die Situation, dass ich recht spontan ohne Auto in die schönste Stadt am Rhein wollte. Die Alternative zur unsicheren S-Bahn: Mit der Fähre auf die Kölner Seite, dann mit Bus und Straßenbahn in die Stadt. Das hat mir nicht nur nette Erlebnisse sondern auch ein paar Motive vor die Linse gebracht.

Endlich zeigte sich mal der einzige schwarze Schwan, wenn ich mit Kamera bewaffnet an der Fähre stehe...voilá

Dieser nicht ganz weiße Schwan dürfte noch ein Jungtier sein, wenn ich das richtig beobachtet habe.

 

In der Stadt dann mit Nichte und tierischem Großneffen zwischen BVB und Köln-Fans in der Sonne sitzen und ein paar Kölsch auf einen persönlichen Feiertag trinken - so ist das Leben schön.
Man muss wohl dazu sagen, dass Fidel (so sein Name) ein kleines Weichei ist. Beim Essen am Eigelsteintor bei unserem Lieblingsitaliener mussten wir ihn zudecken, weil er so fror. Das war ja nun wirklich nicht kalt gestern... aber er war auch ein wenig kränklich.


Dann heute früh noch vor dem Sonnenaufgang auf den Weg gemacht, um eben diesen mal wieder live mitzuerleben.


Und trotz dieser traumhaften Motive fiel mir der Lauf schwer. Die Beine sind schwer. Vielleicht zu wenig getrunken, vielleicht die letzten Läufe allesamt zu schnell angegangen, ich weiß es nicht. Seit dem Nachtlauf ist es irgendwie schwer.


Aber trotzdem hüpft das Herzchen angesichts dieser im Sonnelicht leuchtenden Herbstbäume. Ein Träumchen! Und 12km werden es auch, meinen Laufnachbarn lass ich dann weiter ziehn, er dreht noch eine Extrarunde.


Der Florentiner Apfelkuchen wird heute Nachmittag ins LaLeLi gebracht (nur so ein wenig Werbung). Und dann gibts noch Nachmittags- und Abendprogramm mit Freunden. Ein schönes Wochenende bei bestem Wetter. Ich hoffe, das hattet/habt Ihr auch alle.

Freitag, 17. Oktober 2014

~ Es raschelt unter den Füßen ~

Jetzt ist er auch hier angekommen, der Herbst. Die Temperaturen zeigen das im Moment nicht aber dass die Blätter einem das Anheben des Fußes erleichtern oder man wahlweise die Füsse raschelnd durch das Laub schlurft... ja, das ist Herbst.

Dass Laufen gegen Aggressionen hilft, konnte dann heute bei den 7km am Feierabend mal wieder unter Beweis gestellt werden. Der Frust ist zwar nicht komplett weg aber es geht schon deutlich besser.


Nach dem Lauf dann noch schnell ein paar Spinatpfannkuchen mit Champignons und Räuchtertofu, nach dem Vorbild von diesem wahnsinnig tollen Veganblog runden das Ja-ich-fühl-mich-gut-und-ich-ärgere-mich-nicht-weiter-Gefühl ab. Jetzt kann das Wochenende kommen, das schon mit schönen Treffen und Aktivitäten winkt.


Habt Ihr auch was Schönes vor? Tolles Wochenende in die Runde und allen (Marathon)Wettkampfläufern ganz viel Spaß!

Mittwoch, 15. Oktober 2014

~ Chargesheimer reloaded ~

Heute erzähl ich mal nicht vom Laufen, es gibt ja auch noch andere Dinge, die ich gerne mache, wie Kochen, Tanzen und Fotografieren.

Und das war dann so:

In Köln gab es in der Nachkriegszeit einen Fotografen, der u.a. durch seine ungeschmückten Fotos von Köln bekannt wurde (überregional wohl durch sein Portrait von Adenauer, kann man hier nachlesen: klick). Chargesheimer sein (Künstler)Name, in Köln natürlich Schargesheimer gesprochen.

Von BAP werden die Fotos in einem Songtest "Unger Krahnebäume" so beschrieben:

All die Chargesheimer Fotos woote eimohl mieh zom Film,
lapidar, doch nie belanglos, lautlos, doch nie wirklich still. 

Im letzten/diesen Jahr kamen dann bei mir/uns zwei Dinge zusammen, die uns mit dem Fotografen stärker in Berührung kommen ließen.

Zum einen sind wir (d.h. mein Bester und ich) Wochenende für Wochenende durch Köln gestrichen, um die einzelnen Stadteile zu erkunden und Fotos zu machen. Zum anderen gab es einen Film über das bekannteste Fotobuch von Chargesheimer mit dem Titel 5:30, den wir uns anschauten.

Chargesheimer fotografierte hierfür Köln morgens um 5.30 Uhr, immer Menschenleer... also lapidar, doch nie belanglos, lautlos, doch nie wirklich still.

Nun wurde von der Photoszene das Projekt "Chargesheimer reloaded" aufgerufen, indem man Fotos von Köln nach dem Vorbild von Chargesheimer einreichen konnte. Mehr durch Zufall sind wir darauf gestoßen.

Dass früh aufstehen für mich jetzt nicht so die Herausforderung ist, dürfte allgemein bekannt sein. Meinem Besten fiel das aber schon schwer. Wir hatten eine exakte Vorstellung, was wir fotografieren wollten und wurden heftigst enttäuscht, als um 5.30 Uhr am Ebertplatz noch feierwütige Überbleibsel aus der Freitagnacht unterwegs waren.

So fuhren wir u.a. zum neuen Rheinauhafen und machten dort unsere Fotos. Ich gebe zu - ist allerdings auch meinem stetigen Zweifel an meinen fotografischen Fähigkeiten geschuldet - dass ich nicht damit gerechnet hab, dass wir wirklich eine Chance haben, im Projekt zu gewinnen. Und so hab ich die Verkündigung dessen auch verpasst, wir waren allerdings zu der Zeit auch schon in Urlaub.

Als dann die Einladung kam, sich das Fotobuch der Gewinner abzuholen und für die Presse zu einem Gruppenfoto zu treffen, musste ich das, ungläubig wie ich bin, auch noch mal hinterfragen.

Tatsächlich, wir hatten gewonnen. Mein Bester mit 2, ich mit einem Foto. Aus über 300 Fotografen sind 80 ausgewählt worden. Wir hatten wohl doch verstanden, um was es beim Projekt ging. Seit Wochen also schon wurden unsere Fotos im PhotobookMuseum in Köln gezeigt, sowas!

So waren wir Sonntag Nachmittag in Köln vor Ort, konnten uns am letzten Tag die wirklich gelungene Ausstellung anschauen, bekamen unser Buch überreicht und durften mit einem Teil der anderen Fotografen vor die Presse.

Hier unsere Fotos - die wurden per Beamer an die Wand geworfen, umringt von Bannern mit Drucken von den Chargesheimer Fotos.




Hier eines der Gruppenfotos. Es wurde noch ein analoges mit Plattenkamera auf Fotopapier belichtet - 8sec stillhalten. Ich hockte vorne vor der Gruppe und hatte Schmerzen noch vom 10km-Lauf am Tag davor. Was man als "Künstler" nicht alles tut. :-)


Hier gibt es noch etwas dazu nachzulesen. Klick

Ein wenig stolz sind wir schon mit unserem Buch und die ein oder andere Idee hab ich, meine senile Bettflucht mit der Fotografie zu verbinden. Muss nur noch überlegen, wann ich dann laufe. :-)

Mein Lieblingsbild aus dem Buch ist im übrigen das hier: Klick - unbedingt mal anschauen.


Sonntag, 12. Oktober 2014

~ Das Davor, das Danach und das Dazwischen - Enerziger Night Run in Köln ~

Irgendwer ist ja immer Schuld und in diesem Falle ist es mein Laufkumpel, am Anfang des Jahres noch Laufazubi genannt, der aber spätestens gestern seine Gesellenprüfung (mindestens) abgelegt hat. Er hatte sich mit anderen Freunden beim Energizer Night Run angemeldet und war der Meinung, dass ich das auch tun solle.

Boah, 10km, ich weiß nicht, die tun doch immer so weh. Das Argument galt nicht und irgendwann hatte ich eine Bestätigung mit Startnummer im Postfach. Ok, der Championchip will ja auch noch mal aus seiner Schublade.

Der Tag begann früh mit Friseurtermin und anschließendem Elternbesuch in der Eifel. Ich hatte mir bei meinen Eltern Grüne Bohnensuppe mit Milch bestellt, ein Lieblingsgericht aus der Kindheit und auch einfach vegan zu kochen. Meine Eltern bereiten vor und ich bring nur noch die Sojamilch mit. Die Suppe enthält viel Kartoffeln (wohl der Grund, warum ich sie auch als Kind schon so gern mochte) und ist gepaart mit den Proteinen bestes Läuferinnenessen.

Danach heim und direkt Sachen packen, denn mein Bester ist so nett, für uns Taxi zu spielen und uns in Köln am Tanzbrunnen samt unseres Gepäcks und unserer Vorfreude abzusetzen.

Die Startnummernausgabe (ich hab das ja schon lange nicht mehr erlebt) war an meinem Stand echt eine Herausforderung. Die Mädels leider etwas überfordert und es dauerte ewig. Aber irgendwann hatte ich Startnummer und ne Tüte mit den wirklich großzügigen "Geschenken" wie Stirnlampe, Funktionsshirt, Rasierer, Deo und - extra für die ersten 500 Abholer - blinkende Schnürsenkel in der Hand.


Absolut angenehm fand ich, dass vor der Bühne im Tanzbrunnen Bierbänke und -tische aufgebaut waren und wir mit unseren Klamotten Platz nehmen und in aller Ruhe die Stirnlampe zusammen bauen und derweil dem Bühnenprogramm lauschen konnten. Außerdem mussten noch diverse Blinkutensilien an der Kleidung angebracht werden.


Mit (alkoholfreiem) Bier und der Mucke im Hintegrund hatte es weniger den Eindruck, auf einem Laufevent als auf irgendeinem Sommerfest zu sein, zumal die Sonne noch ordentlich auf die Tube drückte und mit über 20° angenehme Wärme bereitstellte.




Ein Zeichen unserer Zeit, dass man sich weniger in Realität (die Musik war aber auch laut) als über WhatsApp unterhielt. :-)


Irgendwann wurds dan auch wirklich mal dunkel (und kühler) und mein Versuch, ein Stirnlampen-Selfie zu schießen, scheiterte - Ihr bekommts trotzdem. Hier schon mit Blinkie am Shirt. :-)


Die Stimmung war die ganze Zeit super - die Musik klasse, Lightshow auf der Bühne - es wurd richtig was geboten. Ich war mächtig beindruckt. Ca. 45 Minuten vor Start aber schlug sich schon die Aufregung vor dem Lauf (von wegen, ich laufe ohne Zeitziel) auf die Blase - oder war es das Bier? Auf jeden Fall düste ich mehrmals zu den Gott sei Dank zur meisten Zeit freien Toiletten. Der Vorteil am Tanzbrunnen ist, dass die ausreichend Toiletten in normaler Form haben, wenn sie auch für einen solchen Event mobile Möglichkeiten zur Verfügung stellen.

30 Minuten vor Start stürmten wir schon zur Aufstellung, wollten wir doch recht vorne mit dabei sein. Blinkies an den Schuhen inklusive.


Auch hier wurden wir prächtig mit Musik und Warmup unterhalten. Der Wurm der Läufer, die hinter uns standen, war riesig. Wohin man sah, nur Stirnlampen - irre sah das aus.


Ich tanzte die meiste Zeit in der Wartestellung vor mich hin, war richtig gut drauf und freute mich auf den Lauf. Die Verabredung zwischen Laufkumpel und mir war: Wir versuchen, zusammen zu laufen. Geht das nicht (also bin ich zu langsam), läuft er vor und lässt mich hinten alleine sterben.

Schon vermutet und vorab gelesen - beim Start war es proppenvoll. Als wir den Start überquerten, gab es keine Möglichkeit, wirklich gut zu überholen und wir wurden heftig ausgebremst. Hakan setzte zu mehreren Überholmanövern an und am Anfang konnte ich auch gut dranbleiben. Es dauerte aber nicht lange, da konnte er durchschlüpfen, ich aber nicht mehr und damit war sehr früh klar, dass wir alleine laufen.

Schon beim ersten Kilometer pfeiften meine Lungen. Nanu, was ist das? Bin ich so schnell unterwegs? Ist die Luft so kalt? Beides konnte nicht wirklich stimmen. Ich hatte zwar die Uhr in der Dunkelheit nicht im Blick und mehr eh vorgenommen, nach Gefühl zu laufen aber einschätzen konnte ich die Geschwindigkeit ja ungefähr.

Der Weg ging erst durch den Rheinpark und zwar in mehreren Schleifen. Das hatte den Effekt, dass man rechts und links von sich die Lampenwürmer beobachten konnte. Das war ein irres Bild (kein Foto). Man kann es als gleichmäßigen Lichtstrom verstehen - hätte ich eher gedacht, hüpfende Lampen zu sehen, so war es aus der Distanz eine homogene Lichtkette, die ganz ruhig durch den Rheinpark schwamm. Toll.

Ich schoß mich auf irgend ein Tempo ein, von dem ich das Gefühl hatte, es evtl. bis Ende des Laufes durchhalten zu können aber ich musste mich quälen, von Anfang an. Die Lunge tat weh und ich merkte meine ständig verkrampften Schultermuskeln. Oh weh... 

So vergingen die Kilometer. Die erste Runden im Rheinpark waren ruhig. Kaum Zuschauer und auch die Teilnehmer beim Lauf sprachen sehr wenig - ab und zu hörte man mal ein "Das schaffst Du." oder ein "Wir sind gut in der Zeit." Ansonsten absolute Ruhe und das Trappeln der Füße und Schnaufen der Läufer. Der Nase wurde mit den diversen Gerüchen von Funktionskleidung auch einiges geboten.

Gott sei Dank hatte mich Elke  mit einer Bemerkung noch vorgewarnt, dass es Treppen zu steigen gilt, so überraschten die mich an der Hohenzollernbrücke nicht kalt aber schön war es trotzdem nicht. Kurz vor Kilometer 5 dann bei einer Schleife, entdeckte ich meinen eigentlichen Mitläufer, gar nicht sooo irre weit vor mir, wie ich es vermutet hätte. Wir winkten uns kurz zu und dann war ich meinem Schicksal schon wieder überlassen.

Kilometer 5 - jetzt nur noch mal die gleiche Strecke. Ich zählte Kilometer für Kilometer runter. Ich wurde viel überholt, überholte aber auch viel. Ich lief mein Tempo, meine Lunge fetzte und ich hoffte, dass es irgendwann ein Ende findet. Wieder zurück in den Rheinpark für die letzten 3 Kilometer. Wieder Dunkelheit, wieder diese Lichtwürmer, wieder Stille und das Trappeln und meine Qual. So schön ich den Event vor dem Lauf fand, so sehr quälte ich mich während dessen. Aufhören? Nö... langsamer? Geht irgendwie zwischendurch nicht. Hab ich mich erstmal auf ein Tempo festgesetzt, dann lauf ich das halt einfach durch. Wie ich kürzlich schon schrieb - auch diesmal die Pace sehr regelmässig.

Irgendwann dann hörte ich wieder die Stimme das "Stadion"sprechers, die Samba-Truppe empfing uns und es ging in den Endspurt aufs Ziel los - wobei bei mir nix spurtete.. da ging nix mehr. Ich sah, dass die offizielle Uhr (Bruttozeit) noch bei unter 60 Minuten war und wusste somit, dass mein Ziel unter einer Stunde zu laufen erreicht war. Meinem Garmin konnte ich nicht trauen. Er hat die Strecke völlig falsch gemessen und da ich die Auto-Pause nicht ausgemacht hatte, wusste ich auch nicht, ob durch die 2 Tunnel, die durchlaufen wurden, die Zeit auf meiner Uhr stimmte.

Letztlich kam ich mit für mich guten 57:37 bei den 10 Kilometern an. Ohne Tempotraining ist das ne wirklich gute Zeit für mich.

Das Danach:

Es gab reichlich Getränke von Wasser über Cola und das klassische Erdinger Weißbier im Zielbereich und das sollte es dann auch für mich sein. Erholt war ich recht schnell von den Strapazen, traf auch direkt den Laufkumpel wieder, Taschen wurden geholt und sich für das After-Run-Kölsch parat gemacht. Hier noch eine Bemerkung zu den Duschen - es stand ein Duschtruck zur Verfügung, kannte ich noch nicht. Das war aber echt super. Umkleide war Draußen in einem Zelt - Männlein und Weiblein natürlich getrennt. Dann hüpfte man in den Duschtruck, der absolut sauber war und warmes Wasser bot und zumindest auf der Damenseite nicht überfüllt war.

Als ich dann aber mit meinem Schminkutensilien am Spiegel stand, hats mich fast verrissen. Ich war so geschockt über meinen Anblick, dass ich mich einer wartenden Dame mitteilen musste. Ich sah genau aus, wie ich mich fühlte. Hochrotes Gesicht, völlig fertig und lustigerweise waren meine Haare, die bis vor dem Lauf noch Locken hatten, völlig gerade geworden. Das umrandete das aufgedunsene rote Gesicht nicht zum Vorteil.

Egal, keine Zeit für Eitelkeiten, zu Füß rüber in die Altstadt - jetzt brauchen wir Kölsch und Essen. Dabei erzählte mir Hakan dann von seinem Lauf. Im Gegensatz zu mir ist er nicht am Anschlag gelaufen und hat fröhlich Leute kennen gelernt und kilometerlang Gespräche geführt. Sein Endorphinspiegel war angesichts seines ersten wirklich gut bestrittenen Wettkampfes so hoch, dass es an den Ohren wieder raussprühte und er rund gegrinst hätte, wenn seine Ohren ihn nicht davon abgehalten hätte. Das wir wirlich schön, mit anzusehen, wenn ich auch so fertig war, dass ich das nicht exakt so wiederspiegeln konnte.

Bei den 12 Aposteln bekamen wir dann Pizza und Kölsch für unser Seelenheil und erzählten uns wieder und wieder vom Lauf. Hakan ist mit 55:48 völlig entspannt ins Ziel gelaufen und wir haben dann noch mal in unserem Archiv gewühlt und uns unseren ersten gemeinsamen Lauf im März - also seinen Laufbeginn - angeschaut. Da waren es für ihn sehr anstrengende 5km in einer Zeit von 41:16 - also einer Pace von 8:13. Dazwischen liegen 15 verlorene Kilo und wenn er sich so verausgaben würde, wie ich es getan hätte, würde die jetzige 10km Zeit um mehrere Minuten pulverisiert.


Der Abend war dann mangels meiner Kondition kürzer als geplant - noch ein Bierchen in der heimischen Kneipe und dann war ich um 2.00 Uhr im Bett.

Meine Lunge tut immer noch etwas weh bzw. ich huste, ich vermute einfach, dass ich eine Erkältung mit mir rumtrage, die zu diesem Phänomen geführt hat. Überhaupt nix Schlimmes, war beim Lauf aber einfach unangenehm.

Hier jetzt die offiziellen Zeiten in Anlehnung an Lizzys Aufführungen:

Zeit: 57:37
Platz 295 von 795 Frauen
Platz AK W45 - 33 von 90 Frauen

Zwischendurch musste ich an Lizzys Rechner denken, da ich für mein Gefühl 4kg zu viel auf den Rippen trage und mich fragte, ob das zur Quälerei geführt hat. Angeblich könnte ich bei 4kg Abnahme eine Zeit von 54:20 laufen. Da ich in absehbarer Zeit keinen 10er mehr laufen werde, ist das aber eh nicht wirklich wichtig. Aber es wäre schön, wenn es nicht mehr so weh täte.

In 2 Wochen aber die Staffel vom Frankfurt-Marathon und ich hoffe, dass es weniger quälend und mehr freudig ist. Vielleicht schaff ich es ja, etwas langsamer zu laufen oder das, was meine Lunge da so genötigt hat, ist wieder weg.

Aber abschließend noch: Ich finde den Energizer Night Run eine echt schöne Veranstaltung. Super Stimmung, es wird viel Aufwand betrieben - tolles Bühnenprogramm, nette Leute und eine interessante Erfahrung, im Dunkeln mit Stirnlampe zu laufen.

Sorry, lang geworden - Danke fürs Lesen.

Freitag, 10. Oktober 2014

~ War was? ~

Nur so als Reminder, falls mich noch mal die Nacharbeitlaufunlust befällt.

Sonnenuntergang am Rhein ist fast genau so schön wie Sonnenaufgang. 7km, heute wieder in Begleitung, kein Anflug von Laufunlust und am Samstag wird der Rheinpark gerockt und ich werde zum ersten mal mit Stirnlampe laufen.




Dienstag, 7. Oktober 2014

~ Warum nach der Arbeit laufen doof ist ... ~

... oder wie die inneren Stimmen kämpfen.

Ich bin ja bekanntermaßen Morgenläuferin. So wie viele sich nicht vorstellen, nach dem Aufstehen in die Laufschuhe zu schlüpfen, so schwer fällt es mir, nach der Arbeit etwas anderes zu tun als mir ein leckeres Essen zuzubereiten (oder wahlweise außer Haus zubereiten zu lassen). Nach der Arbeit die Laufschuhe überzustreifen, ist eine wirkliche Herausforderung.

Bin ich in Begleitung, halten sich die inneren Stimmen im Zaum - schließlich ist man ja verabredet. Gestern war ich das nicht und schon geht das innere Gezeter los.

Ich halte mit dem Auto vor der Tür, der Plan ist, den widerwärtigen Stimmen gar nicht erst viel Zeit zu geben und noch bevor der Schlüssel den Regalboden berührt, die Laufhose überzustreifen. Beim Aufschließen des Briefkastens aber haut mir eines der Teufelchen seinen Dreizack in den schmerzenden Allerwertesten und beschließt: "Laufen ist heute scheiße - ess die Nudeln mit (Soja)Gulasch und setz Dich aufs Sofa. Der Tag war so anstrengend."

Die Treppen hoch bis zur 2. Etage geht das munter so weiter. Das Sofa, das blöderweise von der Haustür aus mangels abgeschlossenem Flur direkt zu sehen ist, winkt mich aufmunternd an sich ran.

Wie ich es geschafft hab, doch in die Laufklamotten zu steigen und die Haustür von Außen zuzuschlagen, weiß ich nicht mehr, aber es war ein echter Kraftakt. So geht das JEDES mal, wenn ich nach der Arbeit laufe. Dabei will ich aber doch noch, so lange es geht, das Tageslicht mitnehmen.

Nach 10 Laufschritten ist das Drama vorbei. Die Schafe sind noch an Ort und Stelle und ich schaue sie mir heute jenseits der Wupper an.


Die Flugzeuge heute wieder tief, drehen bei uns über dem Rhein ab, um Richtung Köln-Bonn zu fliegen.


Und der grüne Blick täuscht. Der Wind war stärker und das Herbstlaub löst sich leicht von den Bäumen und regnet auf mich nieder. Bald werden die Bäume kahl sein (vorher natürlich noch gelb) und sich mit Glück gefrierender Tau oder Schnee auf den Rheinauen niederlegen.


Ich merkte am Anfang des 7km-Laufs, dass ich schneller war als üblich und hab dann noch mal angezogen, so dass eine Pace von unter 6 heraus kam. Die letzten 3 Kilometer zwischen 5:26 und 5:35. Nächsten Samstag gibts nen 10er, vielleicht geh ich dann ja (unvernünftigerweise) doch unter einer Stunde an. Dass ich das generell kann, weiß ich ja aber schnell bedeutet immer Schmerz. Während dessen aber vor allen Dingen danach.

Die RW-Übungen hab ich auch noch geschafft, plus Dehnen. So liebes Teufelchen... jetzt bist Du dran!.

Und während ich hier heute früh so sitze, regnet es Draußen, so richtig trötschisch-herbstlich. Wer weiß, was mir das Teufelchen jetzt erzählt hätte, den Kampf kann ich dann wieder auf die nächsten Tage verschieben, wenn der nächste Nach-Feierabend-Lauf ansteht.

Sonntag, 5. Oktober 2014

~ Es gibt viel zu erzählen .. ~

... und deshalb gibts nur 2 Bilder.

Zu erzählen gibt es weniger hier auf dem Blog als viel mehr beim Laufen, weil mein Laufnachbar direkt nach mir in Urlaub und u.a. auch nach New York geflogen ist. Auch er hat sich neue Laufklamotten gekauft und wenn Ihr in irgendwelchen Blogs von einem seltsamen Läuferpaar lest, das schrill und schräg am Rhein vorbei läuft - wir sind es. Uihuihuih....

Gestern Abend haben mein Bester und ich noch den letzten Tag des schönen Wetters genossen und uns bei unserem Kölner Lieblingsitaliener am Eigelstein den Rotwein und die Pasta schmecken lassen.

Heute früh war es dann mit blauem Himmel und Sonne vorbei. Auch die in vielen anderen Blogs so schönen Stimmungen mit Nebel waren hier nicht zu finden. Aber gänzlich egal.. wir hatten so viel zu erzählen und zu tratschen, dass Landschaft & Co. egal waren. Gedanklich zogen eh bei den Erzählungen die Straßenzüge von New York an mir vorbei.

Ein Foto dann von unseren Schafen, die wir beim Laufen immer begrüßen, wenn sie bei uns in der Nähe sind. Aber selbst für die hatten wir nur halbherzig Zeit, wie man an meinem lieblosen Foto erkennen kann.

Dafür - und ich schreibe das hier extra nieder, um mich zu disziplinieren - hab ich endlich wieder mit Stabi-Übungen angefangen. Runners World hat mich quasi in meinen schmerzenden Hintern getreten und ich hab heute nach dem Laufen (und blöderweise nach dem Duschen) dann noch das hier durch die Wohnung geturnt. Das muss doch möglich sein, dass ich das mal so lange durchhalte, bis es zur Gewohnheit geworden ist. Mit der Dehnerei klappt das doch auch. Mein Körper signalisiert mir ja mit Schmerzen in der Hüfte/Po, dass da nicht genügend Stabilität ist und auf den Fotos beim Laufen sehe ich auch immer sehr gut, wie ich mit der Hüfte wegknicke - eines meiner Probleme.

Aber dafür bin ich diese Woche trotzdem insgesamt 35km gelaufen - so viel wie schon lange nicht mehr. Ist auch meine absolute Obergrenze und da nächsten Samstag ein 10km-Lauf ansteht, werde ich es bei zwei kleinen Läufen kommende Woche belassen.

Euch allen einen guten Start - und wer in Solingen ein Stück Kuchen haben möchte, der soll ab 14.00 Uhr im LaLeLi vorbeischauen. Von mir gibts Vanille-Apfelstreusel, heute noch vor dem Lauf frisch gebacken.

Edit: Die Zeiten von 50km von Hitdorf sind online - ich bin mal wieder belustig, wie mein Uhrwerk funktioniert. Geht immer auf und ich hab echt überhaupt auf nix geachtet. Ich wäre der perfekte Pacemaker, wenn ich nicht so langsam wäre.