Mittwoch, 30. Dezember 2015

~ Und so gehts weiter ~

Also, gesagt - getan! Sportprogramm hoch, Essen runter.

Nachdem ich ja am ersten Tag Radeln mit Kieser kombiniert hab, soll es am 2. Tag ein Lauf-Geh-Abwechslungszeugs sein.

Mach ich auch - 6,5 km lang.

Über Sonnenaufgänge brauch ich ja nichts schreiben - sie sind immer schön, wenn auch immer am gleichen Fluss fotografiert.


Der nicht mehr ganze Vollmond lugt noch durch die Bäume am Hafen.


Oder zeigt sich in seiner Pracht über dem Rhein.


Die Skyline von Bayer-Town im morgendlichen Rot mutet romantischer an als es in Wahrheit aussieht.


Fazit: Ich bin immer noch der Meinung, wieder Eigentümerin eines Leistenbruchs zu sein. Ich werde versuchen, mir noch vor meiner Tour eine zweite Meinung einzuholen. Das Gute ist weiterhin, dass die Rückenproblematiken so weg sind, dass sie mir beim Laufen und im Alltag keine Probleme bereiten aber die Leistenschmerzen steigen nach einem Lauf extrem, was ich von damals kenne und zu dem es von mir aus auch keine andere Erklärung gibt. Also *seufz*, wieder einen Arzttermin ausmachen und noch mal drauf schauen lassen. Ansonsten gibt es nur die Erklärung, dass durch die veränderte Narbensituation (ich will das jetzt nicht wieder alles aufrollen), doch die Nerven in der Leiste beim Laufen angegriffen werden und sich beleidigt zeigen - mal schauen, ob es dafür eine Lösung gibt.

Das bedeutet, dass ich mit Lauf-Geh-Training nicht wirklich viel weiter machen kann. Ich kann zwar nichts kaputt machen aber wenn es weh tut, ist es ja auch doof.

Mein Ausgehprogramm mit Freundin, das in mein "Diätprogramm" mit eingebaut werde musste, verläuft sehr schön aber auch sehr moderat. Wir möchten beide dem Kölsch nicht zu sehr zusprechen und "enden" so nach einem schönen Abend voller lustiger Begegnungen in Brauhäusern mit einem Kölsch-Schnitt von 1,2 pro Stunde.

Also gestern dann wieder aufs Rad und ab zum Kieser. Das Wetter ist herrlich und entgegen der vorgestrigen Klamottenauswahl klappt es diesmal - nicht zu warm.

Schön ist es auf der Strecke.. an Flüssen vorbei und durch kleine Mini-Wälder. 20km hin und zurück
 

Noch immer plagt mich die Motivation, den Anfang zu machen aber bin ich einmal dabei, ist es wirklich toll.

Nachdem das Rückentraining absolviert und ich geputzt und gepudert bin, fahren mein Bester und ich noch mal in unsere Stadt - ein wenig schlendern, ein paar Fotos, ein ganz klein wenig Shoppen.

Ein altes Industriegelände, auf dem Graffiti-Künstler sich offiziell austoben können.


Fotoscheu sind sie und werden nicht müde zu betonen, dass sie nicht abgelichtet werden wollen. OK, fotografiere ich halt die Sprühdosen....


.. und fertige Kunstwerke....


... oder Zeugnisse eines verunglückten Einparkverhaltens. Das muss ja nen Rums gemacht haben.


Das erste Kilo ist weg (ist aber ja bekanntlich auch das einfachste) und das Radfahren beginnt wieder, Freude zu bereiten. Heute also nicht Laufen sondern Rad fahren - das Wetter soll ja mitspielen.

To be continued.

Sonntag, 27. Dezember 2015

~ Schluss mit Lustig ~

Weihnachten ist rum. Viel Essen, wobei sich das bei uns Dank nur weniger Familientreffen noch im Rahmen hält, ist verschlungen. Aber das Kölsch mit der Nichte, das gestrige Jahresabschlußtreffen im Laleli: Die Waage zeigt Höchstwerte, die Kondition Niedrigstwerte an. So kann ich mich doch nicht Mitte Januar auf meine Tour machen, geschweige denn meinen neuen Job anfangen.

So hab ich mich dann heute früh aufs Rad geschwungen, um mit der kurzen Strecke zum Kieser und zurück mein sportliches Programm zu starten. 21km plus 30 Minuten Krafttraining. Das ist ok für heute. Dazu noch das Aussortierten von jeder Menge Akten... es wird. Und die Wohltat, wie es sich anfühlt, sich ein wenig ausgepowert zu haben. 21 km waren ok, es geht auf jeden Fall noch etwas mehr.

Bilder hab ich keine gemacht. Die Strecken bekannt, keine Besonderheiten.

Noch ein Foto von Heilig Abend aus der Kölner Altstadt..
 
damit kommt hier die Ansage!!! Ab sofort
jeden Tag Sport, wenig Essen, kaum Alkohol.

Wird nicht ganz einfach, morgen Nachweihnachtsfeier mit meiner Freundin Bine, dann kommt Silvester, ich koche. Am 02.01. Nachweihnachtsfeier mit meinen Mädels - ich koche. Am 07.01. geb ich meinen Ausstand - ich koche. Aber wenn nicht heute anfangen, wann dann, oder? Und die Tage dazwischen können ja mal echt halb lang werden, was die Esserei angeht. Ich hab jetzt schon Hunger! :-(

5kg müssen weg.. unbedingt.

Sonntag, 20. Dezember 2015

~ Alles Trainingssache ~

Ein Weihnachtsmarkt jagt den nächsten. Schöne Stunden mit lieben Menschen, so wie gestern mit meinen Mädels...


Die Kondition der Glühwein-Trinkerei ist auf hohem Level. Wobei man schnell auf Kölsch oder andere Kaltgetränke wechselt, die Temperaturen lassen es zu.


Die Stimmung auf dem Alter Markt ein Träumchen... es brummt und zwitchert in allen möglichen Sprachen. Köln in dieser Zeit ein Touristenmagnet.


Nach dem Sport müssen die Speicher aufgefüllt werden - wie geht das besser als mit arabischen Vorspeisen. Sooo lecker.


Und als ich dann nach dieser sportlichen Betätigung an der S-Bahn die Treppe schnell hoch"sprinte" merke ich die andere Form des Trainings, des mangelnden Trainings. Meine Ausdauer ist im Eimer. Wie sollte sie auch anders. Schließlich hab ich ihr keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt.

Daraufhin mache ich mich heute früh noch mal auf den Weg... 1 Minute Laufen, eine Minute Gehen... auch hier zieht es in der Lunge (und immer noch in der Leiste) - 5km lang. Also, dran bleiben.

Das Foto hab ich nur gemacht, weil die beiden Herrschaften Eimer zum Aufsammeln des Mülls mit sich herum trugen. :-) Ansonsten gleiche Strecke wie immer.


Und wo das Training gut funktioniert hat, ist bei der Bratapfel-Walnuss-Torte. Wann ich die zwischen diversen Weihnachtsmarktbesuchen gebacken hab, erschließt sich mir nicht ganz. Aber es hat geklappt und heute ist sie zu meiner Zufriedenheit gelungen. Gibts gleich im Laleli...


Und jetzt wirds aber Zeit für weitere Training - gleich noch Rücken und dann schauen, dass ich die nächsten Wochen die Ausdauer mal wieder trainiert bekomme und ein paar Kilos weniger auf die Waage bringe.. wobei.. ich wieg mich gar nicht. Vermeidungsstrategie nennt man das.

Wie ist Euer Trainingszustand?

Mittwoch, 16. Dezember 2015

~ Das "R" ist kaputt ~

Seit ein paar Tagen ist das R auf meinem Laptop kaputt. Wie man sehen kann, funktioniert es wohl noch abe nicht immer. Ein Krümel oder was auch immer, hat sich wohl darunter geschlagen und ich schreib jetzt den Text mit der Absicht, die fehlenden "R" nicht zu korrigieren. Aber bislang fehlt nur eins.. gefühlt sind es sonst mehr.

Viel kann ich nicht beichten (hahaha... da gehört ein R hin - da kommt berichten zu beichten.. lustig). Gestern und vorgestern in Bayern. Kleine Abschiedstournee von Kollegen und Kunden. Ich bin kein guter Abschiednehme. Ich freue mich total auf meine neue Aufgabe und vom Typus her bin ich jemand, der dann mehr nach vorne als nach hinten schaut. Aber der Moment des Abschieds (obwohl er gar nicht wirklich für immer ist), ist für mich immer schlimm. Schon immer gewesen. Und dann kullern schnell die Tänen, obwohl ich doch sonst so ne hate Nuss bin.

Gescheitert bin ich die letzten Tage am Online-Buchungstool von Ai Belin. Mein Chef konnte für sich nen Sitzplatz eservieren. Ich nicht. Das führte dann gesern beim Rückflug dazu, dass ich einen begehrten Platz am Notausgang bekam - ohne Zuzahlung. Geht doch.

So.. wie bekomm ich jetzt mein "R" epariet... wie Ihr seht, ist das echt lästig. Die Tasten kann ich nicht abnehmen.. hmmm.... ne Idee?

Montag, 14. Dezember 2015

~ Man wächst mit seinen Aufgaben ~

Noch immer zeitlich (dienstlich wie privat) stark eingenommen, fand ich doch am Wochenende endlich noch mal Gelegenheit, fürs Laleli zu backen. Da ich ein paar Wochenenden nicht unterstützen konnte und die Wochen davor beim Backen eher auf Nummer "Sicher ist Sicher" gegangen bin, hab ich dann jetzt noch mal auf ein neues Tortenrezept zurück gegriffen.

Ich fand es - völlig überraschend - auf der WDR-Seite. Bratapfel-Walnuss-Torte.. boah.. ich bin ja gar kein Tortenfreund aber wenn, dann muss es Bratapfel-Walnuss-Torte sein. Wer sich das Rezept ansieht, wird merken - nicht ganz unaufwändig. 2 verschiedene Böden, 3 verschiedene "Füllungen".

Jetzt muss man wissen, dass ich Zeit meines Lebens nie gerne gebacken habe. Ist ja auch logisch, wer nicht gerne Süßkram isst, der backt auch nicht gerne. Tja.. so ändern sich die Zeiten. Auf jeden Fall sind solche komplexen Backrezepte für mich einer starke Herausforderung und mein Nervenkostüm reagiert jedes mal mit lautem Geschreie und Gezappel.

Aber nach über einem Jahr regelmäßigen Backens ist so etwas wie Routine hinzu gekommen. Wenn etwas nicht gut funktioniert, weiß ich meist/oft eine Lösung, wie es zu retten ist.

So ist auch diese Torte optisch weit weg von perfekt. Geschmacklich fand ich sie der Hammer. Am nächsten Wochenende wird sie noch mal gebacken, da sie im Café stark nachgefragt war - und dann werd ich ein wenig mehr Aufmerksamkeit aufs Äußere legen.. und dann gibt es ein schönes Foto, das hier gefällt mir nämlich auch so gar nicht.

Was will ich sagen? Es lohnt sich immer, im Leben die eigene Komfortzone zu verlassen und Grenzen zu überschreiten. Eine Diskussion, die ich gerade in den letzten Wochen sehr häufig führe. Und sei es nur, dass man stolz vor einem Backwerk steht, das man sich vor einem Jahr nie im Leben zugetraut hätte.

Wie haltet Ihr das mit Euren Grenzen?


Sonntag, 6. Dezember 2015

~ Wer läuft denn mit der Eieruhr? ~

Und ist das überhaupt vegan?

Ne Weile her seit dem letzten Blogeintrag. Zeit und so... aber da will ich gar nicht drüber lamentieren.

Das Wochenende bot genug und da ich ja lange nichts geschrieben hab, darf das auch inklusive Fotos etwas länger werden, oder?

Traditionell kam meine Nichte am Wochenende zum Plätzchen backen und Glühwein trinken. Da die phantastische Frau Mohr in diesem Jahr den Adventsmohr ausgerufen hat - also einen Adventskalender, den man für schlappe 3 Euro erwerben kann - und man so jeden Tag ein wunderbares Weihnachtsgebäckrezept zugeschickt bekommt, wurden auch 3 von 4 Rezepten aus dem Adventsmohr gebacken - vorab: Super geil: Der Mürbeteig so mürbe, dass er im Mund zerfällt. Die Zusammensetzung der Rezepte toll und direkt gelungen. Ich wäre never ever auf die Idee gekommen, Ingwerplätzchen zu backen. Ergebnis: Hinreißend.

Also werkelten wir gestern puderzuckerbestreut und glühweinbeseelt in meiner kleinen Küche, bis wirklich alle Bleche belegt und alle Schüsseln gefüllt waren.



Wenn die Nichte Psychologie studiert, kommt solche Stempel zutage.


Herr Fidel beobachtet alles von seiner Base in Ruhe und kommt nur dann in Action, wenn mir mal wieder ein paar Kekse auf den Boden gefallen sind. Er beschwert sich nicht über seinen Job als Bodenpfleger.





Nachdem wir ein paar Stunden gewerkelt haben, gings für meinen Besten und mich zu Hagen Rether. 4 Stunden Programm. Puh... Natürlich wunderbar wie immer aber 4 Stunden!!! Da fiel mir das stille Sitzen schon echt schwer und müde war ich obendrein.

Dass ich am nächsten Morgen bis 7:45 Uhr geschlafen hab.. ICH... siebenuhrfünfundvierzig... ich.. unglaublich, zeigt wohl, dass ich echt kaputt war.

In den letzten Wochen hab ich bemerkt, dass sich mein inneres Bequemlichkeitstier fein häuslich eingerichtet hat. Lauf-/Gehausflüge fanden nicht statt. Klar, hatte ich genug Ausreden mit Zeit und Wetter und so aber das hätte mich doch früher nicht davon abgehalten, vor die Tür zu gehen.

So war es auch heute früh ein echter Kampf. Aber das liebe Fidelchen gehörte ausgeführt und so schwang ich mich dann doch in meine Laufklamotten - etwas wärmer als nötig angezogen - ich mach ja Gehpausen.

Garmin? Wo ist bloß der Garmin hin? Keine Ahnung. Die Nichte im Gästezimmer noch schlafend, das kann ich nicht auf den Kopf stellen. Also nehm ich mir die Eieruhr, die soll mir Minute für Minute anzeigen.

Als Herr Fidel und ich dann am Rhein waren, wurden wir belohnt. Ich, weil es eine tolle Lichtstimmung war. Fidel, weil ich vor lauter Fotografieren und Eieruhr drücken kaum auf die Idee kam, ihn irgendwo für Fotos zu "drapieren". Aber wenn man genau hinschaut, sieht man das rote Mäntelchen häufiger in den Bildern.



 Hier noch alleine...


Hier hatte er schon einen Freund gefunden.



Der Rabe blickt auf die andere Seite - Köln, wir grüßen Dich!


Und einmal musste er dann doch posieren. Danke, Du bildschönes Modell.




Die letzten Kekse wurden mit Guss überzogen und mit kandiertem Ingwer beschmissen und dann natürlich fürs Foto hergerichtet. Danke Frau Mohr für die tollen Rezepte und natürlich Danke für die liebe Nichte fürs schöne gemeinsame Backen.


Jetzt und hier ganz versteckt ein kleines Fazit, weil ich mich kaum traue, es laut auszusprechen. Ich hab gestern einen sehr schweren Einkaufskorb in die Wohnung getragen, ich hab 4 Stunden im Theater gesessen. Ich bin heute früh 6,5 km im Wechsel gelaufen und gegangen und mein Rücken/Ischias oder was auch immer das da war, hat nicht gemuckt. Ich scheine über den Berg zu sein. Was ich beim Laufen noch stark merke ist die Leiste und lässt die Vermutung zur Gewissenheit werden, dass die Schmerzen in der Leiste (ehemals Leistenbruch) und im Rücken/Bein möglicherweise die gleiche Ursache aber trotzdem keinen Zusammenhang haben. Daran muss ich mit dem Physio noch arbeiten.

Aber vor einigen Monaten hätte ich nicht gedacht, dass ich noch mal schwere Sachen tragen oder lange sitzen kann ohne Probleme zu haben. Es wächst die Hoffnung, dass ich doch wieder laufen kann. Und das Kieser-Training wird konsequent weiter gemacht. So siehts aus...schönen Nikolaus euch allen!

Montag, 23. November 2015

~ Ich bin dann mal da ~

I have a dream...

.. ok, die Worte sind zu groß aber trotzdem, ich hab einen Traum und den möchte ich wahr machen, mit Eurer Hilfe.

Eine berufliche Veränderung (nee, war datt uffrejend die letzten Wochen) ermöglicht mir eine Auszeit von 2 Monaten. Das alleine ist ein Traum, arbeite ich doch bereits über 30 Jahre ununterbrochen (Kinners, wo ist die Zeit geblieben).

Irgendwann Mitte Januar werde ich mir ein kleines Wohmmobil packen und mit diesem für ein paar Wochen durch deutsche, österreichische und schweizer Lande cruisen.

Mein Plan: Tagsüber Wandern gehen (mit oder ohne Begleitung), Städte erkunden, Fotografieren und abends mit Euch kochen - entweder bei Euch oder in meinem kleinen Wohnmobil.

Unter dem Arbeitstitel

cruise and cook

bin ich also für ne Weile unterwegs, um Freunde und Blogger (schließt sich jetzt nicht beides aus;-)) zu treffen. Wann ich wo sein werde, das weiß ich natürlich noch nicht und ob ich alles schaffe (es soll ja nicht in Stress ausarten), was ich will, weiß ich auch noch nicht.

Wenn Ihr also Lust habt, Euch auf eine Wanderung, einen Kochabend oder/und einfach nette Gespräche mit mir zu treffen, dann lasst es mich wissen... schreibt einfach ne Mail an cruiseandcook (at) web (punkt) de.

Nee.. wie uffrejend.

Dienstag, 17. November 2015

~ Tag der Geschenke ~

Man muss schon ein Optimist oder völlig gefühlskalt sein, wenn einen die Dinge der letzten Tage nicht berühren. Wie ich beim letzten Eintrag ja schrieb, hat mich die Begegnung in der Bahn gerade in dem Zusammenhang der Anschläge und der Flüchtlingssituation mehr als beschäftigt und es lässt mich auch nicht los. Dass sich beruflich gerade alles auf den Kopf stellt (was durchaus positiv aber auch emotional an manchen Stellen anstrengend ist), kommt noch dazu.

Da freut man sich doch über Geschenke - vor allen Dingen, wenn sie ohne Vorwarnung auf einmal vor einem liegen.

So begrüßt mich das kürzlich schon mal von mir abfotografierte Magnet heute früh am Kühlschrank.

So am frühen Morgen schon ein Schmunzler hilft einem über den anstrengenden Tag. Danke, mein Bester.

Als ich nach Hause komme, liegt ein Paket einer mir lieben Freundin und hervorragenden Bloggerin vor der Tür. Huch.. was ist denn das? Und das Buch ist ja wohl der Hammer. Hat da jemand extra für mich ein Ausflugsbuch geschrieben? Ich bin entzückt, mehr als entzückt. Will sagen: Ich freue mir ein Loch in den Bauch oder nen Buckel auf den Rücken oder Tofu ins Essen. Und in jedem Fall freue ich mich, diese Touren am frühen Morgen abzugehen.

Danke, danke... was für eine schöne Überraschung.

Und dann noch mal von meinem Besten. einen Brotaufstrich, den ich kürzlich in einem
schmucken Laden und für zu teuer befunden habe. Nun, jetzt darf ich Schlemmen. Was für ein schönes Geschenk.

Ich bin so reich, weil ich so viele tolle Menschen kenne.

Danke Euch, Ihr Lieben. Für die Geschenke hier und für alle, die mir gerade in den letzten Wochen mal wieder mit Rat und Tat und Zuversicht zur Seite gestanden haben.

Das Leben ist nicht nur schlecht, wenn es auch noch so viele rechte Menschen oder verrückte Gläubige oder korrupte Gierhälse gibt.

Ich konzentriere mich lieber auf Euch, Ihr mitfühlenden, ehrlichen und aufrichtigen Menschen. Danke, dass es Euch gibt.

Samstag, 14. November 2015

~ Schades of brown ~

Oder wie einem braune Scheiße den Tag verhageln kann.

Vorsicht: Destruktiver Beitrag!

Eine desaströse Attentatserie erschüttert Paris und damit die Welt. Wieder eine so unverständliche Tat von fanatischen Gottesanhängern.

Und prompt blitzen auf Facebook fröhlich geteilte Bildchen auf, die die derzeitige Flüchtlingssituation mit Attentaten in Verbindung bringen. Das wär ja das gleiche, als wenn die Deutschen, die in Krisenjahren nach Amerika oder Australien ausgewandert sind, dort mal sofort Konzentrationslager gebaut hätten. Watt für ein verf... Mist bringt einen zu solchen Gedanken?

Aber es kommt noch besser.

Wir fahren in meiner geliebten Domstadt in der Bahn, steigen ein, auf der einen Seite sitzen 3 Frauen mit Kopftüchern. Dieses Bild ist seit Jahrzenten in Köln so normal wie die Fleischwurst in der Metzgerstheke. Köln halt - schön halt.

Kaum hab ich in der Bahn den Stehplatz erwischt, höre ich hinter mir im breitesten Kölner Dialekt Sätze wie "Schau Dir das Pack da an, die all unser Geld bekommen. Schau Dir die Grazien mit ihren Kopftüchern an. Die sind schuld an all dem Mist." Dreh mich rum - ein Ehepaar jenseits der 80 lässt diesen braunen Mist aus ihren faltigen Mündern.

Naiv, wie ich bin, denke ich, dass ich mit Worten etwas erreichen kann und verbitte mir solche rassistischen Äußerungen. Als das Gezetere des älteren Ehepaares noch größer wird, versuche ich es mit Verbündung. Ich sage: "Wir sind doch Kölner, wir sind doch tolerant." Woraufhin sie sich Toleranz verbitten, darauf hinweisen, dass sie reinrassige Deutsche sind. Ich kann gar nicht wieder geben, welcher Mist hier weiter rausgehauen wurden. Ich versuche es mit "Sie haben doch den Krieg miterlebt, es kann doch nicht sein, dass sie die gleiche Richtung gehen." Alles nützt natürlich nichts. man würde Hitler wählen, der arme Kerl wär das doch gar nicht gewesen und noch viel schlimmer.

Als mein Bester und ich weiter gegen hielten, wurde ich als durchgeficktes Huhn und Hure, die mit DENEN durch die Betten rutscht, bezeichnet. Ich hätte solche Wörter bei dem Jahrgang gar nicht vermutet. Die ganze Situation ging 3-4 Haltestellen lang.

Die 3 Frauen mit Kopftuch taten so, als ob sie nichts mitbekommen. Sicher die beste Reaktion.

Im Nachhinein sind mir noch viele Dinge eingefallen, die ich hätte sagen können. Ich war und bin so schockiert, ob der Situation. Es ist, als ob die Dinge, die im Moment bei uns im Land passieren, den versteckten Nazis nun den Mund öffnen, sie sich trauen, ihre braunen Gedanken durch die mürbe Rübe aus dem fauligen Mund zu bringen. Es kann Zufall sein, dass ich das erleben musste aber ich glaube es nicht.

Als wir aus der Bahn waren, war ich den Tränen nahe, so wütend und tief getroffen war ich. Mehr, als den Mund aufzumachen, haben wir wohl nicht tun können. Aber es macht mir furchtbar Angst. Was, wenn da 2 dunkel gekleidete, junge, starke Männer gesessen hätten anstatt des älteren Ehepaares. Hätten wir in gleicher Weise den Mund aufgemacht? Hilfe von Mitreisenden kann man ja nicht erwarten. Ich hoffe, ich täte es.

Aufstehen, laut werden und signalisieren, dass man das in keiner Weise toleriert und akzeptiert und dass es falsch ist, oder? Ich werde noch lange drüber nachdenken.

Sonntag, 1. November 2015

~ Nebulös ~

Heute ist Weltvegantag. Da kommt doch mal das Foto vom Magneten hin, den ich kürzlich unter viel Amusement entdeckt habe. Der Laden hatte leider zu, sonst hätte ich das direkt käuflich erworben.

Und schon wieder ist eine Woche seit dem letzten Eintrag rum - noch 1 Woche to go, dann wird es zwar nicht ruhig aber etwas ruhiger. Natürlich fehlt dann die Zeit, hier etwas niederzuschreiben. Und dabei gibt es schon immer etwas zu erzählen.

Zum Beispiel, dass ich 1.500 Kilometer an 2 Tagen mit dem Auto gefahren bin, ohne nennenswerte Schmerzeinstrahlungen ins Bein zu haben. Diese Tatsache stimmt mich glücklich. Das ist ein ziemlich großer Fortschritt und lässt mich hoffen, dass der Spuk doch irgendwann ein Ende hat. Auch das Tragen von schwereren Einkäufen geht wieder. Einzig, wenn ich mich vorbeuge, und diese Haltung etwas länger inne hab (z.B. beim Räumen in einem Karton o.ä.) ist der Schmerz direkt wieder da. Aber es wird besser und das ist die gute Botschaft.

Die 1.500 Kilometer, die ich fuhr, führten mich nach München und mein (Lauf)Kumpel Hakan war zufällig auch vor Ort. Also musste ich ihm unbedingt das Gratitude zeigen, in dem wir fürstlich speisten. Mit nem Türken auf der Türkenstraße.. hahaha... ok, es gibt bessere Gags aber ich fands trotzdem lustig.

Als meine Knöppe dann heute durchs Fenster schauten und Nebel erspähten, war klar, dass ich noch mal meine 1-Minute-Laufen-1-Minute-Gehen-Nummer machen sollte. Ich wurde nicht enttäuscht.

Nichts gegen einen goldenen Oktobertag - aber ein herbstlicher Novembertag ist auch wunderschön.

Wenn das Laub in Hülle und Fülle auf dem Boden liegt und leicht modrig riecht.


Wenn der Nebel so dicht ist, dass man nicht auf die andere Seite des Rheins schauen aber die Schiffe noch erahnen kann.


Wenn die Aussicht ins Nichts geht.


Wenn die Natur mit aller Kraft gegen die Tristesse des nahenden Winters ankämpft und noch mal richtig in den Farbkasten greift.


Dann sind 5km am frühen Morgen ein kleines Träumchen - Gehen und Laufen in einer Minute im Wechsel. Mehr ist auch mittelfristig wohl nicht drin, wie ich merke aber das sollte mir auch erstmal reichen.

Für den Weltvegantag gibts ne tolle Auswahl an Torten heute im Laleli - von mir die schon häufig gebackene Käsetorte mit Blaubeeren. Heute endlich mal auch bildlich adäquat festgehalten.


Und nun anschnallen und festhalten für die nächste Woche! Es geht wieder rund.

Sonntag, 25. Oktober 2015

~ Alle Wege führen nach Rom ~

Oder zu Kieser.

Noch 2 Wochen diese Rennerei (nicht im Sinne von Joggen sondern von durchs Leben hetzen), dann wirds vielleicht ein klein wenig ruhiger. 2 x - mehr schaff ich es nicht zu Kieser. Aber heute wenigstens noch mal mit dem Rad. Ich vertraue mehr oder weniger meinem Orientierungssinn und versuche so, ein paar schöne Herbstimpressionen zu erhaschen und so viel wie möglich durch Wald oder waldähnliche Gebiete zu fahren.



Der Kieser platzt aus allen Nähten. Ich nenne das mal Feierabend-Supermarkt-Kassen-Phänomen. Warum um Gottes Willen sind die ganzen Rentner am Sonntag Morgen im Studio? Oder anders gefragt? Warum eigentlich nicht?

Da sich hier Straßen, Autobahnen und Zugstrecken durch die Landschaft fressen wie Käfer durch Baumrinden, ist es gar nicht so einfach, möglichst unbestraßt zu cruisen. Aber es gelingt mir gut und der Wald, der vor 2 Wochen kaum Herbstzeichen ausstrahlte, hat sich nun das bunte Herbsthemdchen angezogen, bevor er sich nackig macht.




Ein Anruf während der Fahrt lässt mich noch einen netten Stopp mit Auffrischung von Kaffee und Wasser machen. Wie immer, ist es gut, wenn ich es getan habe - die Fahrt mit dem Rad. Überwindung kostet es doch noch.

Was gabs noch?

Anfang der Woche wetterte ich auf Facebook noch wegen eines Zahnarztbesuches. Die Befürchtungen haben sich aber in Luft aufgelöst und ich bin total happy, dass die Baustelle geschlossen wurde. Das darf gern so ruhig bleiben.



Für die Veganer-Leser: Ich bin in den glücklichen Besitz eines "Come on Bert" gekommen. Hammer, der beste Käse auf Pflanzenbasis, den ich bisher bekommen hab. Kostet auch ein Vermögen aber für die seltenen Augenblicke des Käsetellers durchaus ne Überlegung wert. Man kommt nur so schwer ran - Blattgold sozusagen. Ich hatte Glück, zufällig einen Dealer ausfindig gemacht zu haben.


Nun genieße ich den Rest vom Sonntag mit einem Schoko-Chai-Tee und freue mich, heute noch mal was in Ruhe kochen zu können. Das kommt echt zu kurz, wenn man nur auf Tour ist und das ist wirklich schade.



Wünsche Euch ein schönes Restwochenende - allen, die beim Frankfurt-Marathon dabei sind (ob laufend oder als Zuschauer) sei mein Neid gewiss. Wie gerne denke ich an die 2 Teilnahmen in der Staffel und meinen so schönen Lauf letztes Jahr mit Nicola. Irgendwann werde ich wiederkommen.