Sonntag, 29. März 2015

~ Die Spuren unseres Wohlstandes ~

Nein, nicht wieder so ein destruktiver Post. Dafür war der Tag gestern viel zu schön. Wie schon angekündigt, war Müll sammeln angesagt.

Wahrscheinlich durchs Wetter bedingt waren wir der einzige Verein, der sich auf den Weg gemacht hat. Im Gegensatz zum letzten Jahr waren nicht die Tage davor schon etliche Leute durch die Rheinauen gefegt. so hatten wir viel zu tun und konnten nicht das Ergebnis erreichen, wie im letzten Jahr. Aber erstmal das Foto für die Presse... wie selbstverständlich ging man davon aus, dass ich den Apparat dabei hab.. naja hatte ich ja auch. :-) Müll gibt immer gute Motive und das lass mich mir ja nicht entgehen, da nehm ich die nette Canon gerne im Rucksack mit.


Beim Müll sammlen kann man viel lernen. Zum Beispiel, dass das meistgetrunkene alkoholische Getränk Vodka ist, dicht gefolgt von Jägermeister und danach folgen diverse andere Schnäpse.

Schuhe werden gerne direkt am Rhein entsorgt, selten findet man ein Paar - aber auch das ist uns gelungen.


Behältnisse in allen Formen und Materialien werden vom Rheinbesucher angeschleppt oder beim Hochwasser rausgetragen.


Man sammelt und sammelt auf einem Stück und wird nie fertig.


Man fragt sich, wie Farbeimer und ganze Autoreifen in den Rhein gelangen? Nein, man fragt es sich nicht, man ist nur fassungslos.


Man entdeckt Stellen im Unterholz, die sind dermaßen verdreckt, dass man meint, direkt auf einer Mülhalde zu sein - das war doch einige Meter vom Rhein weg, das kann nur durchs Hochwasser hier hingekommen sein - das letzte ist aber schon einige Zeit her - hier war also im letzten Jahr keiner aufräumen.

Vorher

Nachher
Pädagogisch wertvoll: Kinder direkt mit sammeln lassen, die werden dann hoffentlich verantwortungsvoll mit ihrem Abfällen umgehen. Im Vordergrund eine durchnässte und stinkende Matratze, die haben wir nicht rausholen können.


Ich hab an so viel Plastik gezubbelt, durch das schon Wurzeln von den Pflanzen geschlagen haben - überhaupt war Plastik das Schlimmste. Und dann fragt man sich, welchen Sinn das ergibt, wenn Leute die Hundekacke in Plastiktüten packen und dann in die Rabatten werfen - dann doch lieber natürlich verrotten lassen.

Unsere Funde des Tages waren:
  • eine gebrauchte Toilettenbürste
  • eine noch vollständig eingepackte und intakte Dauerwurst (die hat ihren Namen verdient)
  • ein Grabkreuz, noch recht neu
  • einer ganzer Autoreifen
  • gebrauchte Kondome und Unterwäsche (das war von den Leuten, die am Friedhof!!! aufräumen waren)
  • ein ganzer Bierkasten
  • und 39.283 Flaschen Vodka - allerdings immer leer
  • und vieles mehr
Gesamt waren es von unserer kleinen Truppe sicherlich 20 Säcke Müll - eher mehr -, die wir herausgefischt haben.
Und dann setzt man sich nachher noch zusammen und feiert das erfolgreiche Putzen in netter Gesellschaft - zu den Flaschen sag ich jetzt mal nix aber wir können sicher sein, dass die ordnungsgemäß ins Altglas wandern und nicht im Rhein landen.


Nächstes Jahr wieder dabei? Na klar!

Samstag, 28. März 2015

~ Ach könnt ich doch nur Laufen ~

Dann könnt ich hier ganz simpel Bilder von aufgehenden Sonnen oder Schwänen oder sonstigen schönen Dingen posten.

Ich kann nicht laufen, das ist schade aber erträglich und wer jetzt einen Jammer-Post erwartet, den muss ich enttäuschen. Ich könnt ja auch einfach nix schreiben.. mach ich aber nicht.

Meine Positive-Challange hab ich ausgesetzt. Nicht, dass ich nicht in dieser Woche, die emotional abseits dessen, was wir gerade gemeinsam in den Medien erleben, auch ansonsten sehr anstrengend war, positive Dinge erlebt und erkannt hab. Aber es fühlte sich nicht richtig an.

Die Berichterstattung über die mögliche Ursache des Unglücks in den Alpen macht mich so fassungslos und wütend. Ich bin nicht naiv und ich weiß auch, dass es so ist. Aber wenn man so klar vor Augen geführt bekommt, wie Profitgier vor Anstand einige Medien, nein MENSCHEN, veranlasst, eine Vermutung als Tatsache klar vorzuführen und das Privatleben einer Person direkt auseinander zu nehmen, dann zerreist es mir das Herz vor Mitgefühl mit den Angehörigen. In dubio pro reo. Selbst wenn diese Vermutung Bestätigung findet, dann gibt es immer noch keinen Grund, dass wir wie Aasgeier über dem Tier kreisen und warten, bis es elendig gestorben ist, um es dann hastig auseinander zu pflücken. Das nützt weder den Menschen, die so tragisch gestorben sind und schon gar nicht den Angehören - auf keiner Seite.

Die Woche hat sich angefühlt, als ob ich auf ein Kettenkarussel gestiegen bin, das sich immer schneller drehte und drehte. Das kommt schon mal vor und ich hoffe, es bremst sich die nächsten Tage etwas aus. Dazu die Erhöhung der Schilddrüsenhormone, die mir eine schöne Unruhe verschaffen... nee, datt geht alles schöner.

So, aufstehen, Krone richten, weiter machen.

Heute gehts ans Müll sammeln in den Rheinauen. Hatten wir im letzten Jahr und es war ein schöner Tag an der frischen Luft, mit nem Bierchen als Belohnung hinterher. So wirds wohl auch heute sein. Dann bin ich an meinem geliebten Rhein, an der frischen Luft und in Bewegung - auch wenn es kein Laufen ist. Und werde erschöpft mangels Schlaf heute auf der Couch meine Ruhe finden.

Schon mal getrocknete Physalis gegessen? Nein? Ich bis vorgestern auch nicht - einer meiner Positiv-Dinge. Echt lecker und dazu gibts mehr, wenn es in einer neuen Folge heißt: "Blumenmond und Nahrungsmittel" und warum alle nur meinen, was ich auf dem Tisch hab, sei grundsätzlich gesund.

Donnerstag, 26. März 2015

~ Schneller als 98,5 % ~

Also, wer so meine "Best"zeiten beim Lauf oder Rad fahren verfolgt, der weiß, das sich wohl eher unter die Fraktion Schnecken als Windhunde gehöre. Das find ich gar nicht schlimm, selbst den "Kampf" gegen mich selbst hab ich zugunsten der Gesundheit dran gegeben. Ich laufe... und der Weg ist das Ziel. Aber sowas von.

Nun gibt es etwas, in dem ich besonders schnell bin. Warum das so ist, ist reine Spekulation und jahrelanges (unfreiwilliges) Training.

Da ich mit dieser Fähigkeit meine Kollegen oft irritiere (und meinen Besten wg. der Hektik) nerve, wurde ich diese Woche herausgefordert. "Man" wollte wissen, ob ich wirklich so schnell bin, wie es scheint.

Worum gehts? Es geht ums Tippen. In der Schule war ich schon unter den ersten 3 Schnellsten, in der Prüfung gabs 450 Anschläge, später hab ich das noch in meiner ersten beruflichen Laufbahn mal getestet und hatte mich auf 550 Anschläge hochgeschraubt - seitdem nie mehr getestet. Interessierte mich auch nicht, was mich eher interessiert ist, dass ich dadurch Protokolle oder Korrespondenzen extrem schnell erledigt hab. Auf der Arbeit bekomme ich aber extrem häufig Kommentare zu diesem "Verhalten".

Nun kam das junge Gemüse eben mit diesem Test auf mich zu. Im Ersten Anlauf hab ich es auf 514 geschafft (ohne einen Fehler) und beim nochmaligen auf 581 Anschläge - das sind fast 10 Anschläge in der Sekunde. Die beiden müssen mich ab sofort Göttin nennen (dürfen sie eh nicht verwehren, ich bin schließlich die Cheffin;-)


Woher kommts? Keine Ahnung, meine Eltern haben mich mit 14 in einen Schreibmaschinenkurs geschickt, damals noch mit elektrischer Schreibmaschine. Später war es für die ersten 9 Jahre Hauptteil meiner Ausbildung und meines Berufes - heute benötigt es jeder aber die wenigsten können es mit 10 Fingern und blind. So sitze ich gerade hier beim Schreiben im Dunkeln und kann auf meiner Tastatur nichts sehen, brauch ich aber auch nicht. Hab jahrelang mit einer abgenutzten Tastatur gearbeitet, auf der einige Buchstaben fehlten - fiel nur auf, wenn mal jemand anderes bei mir was schreiben wollte. Lustig ist, dass man tippen kann (und damit irritiere ich meine Kollegen häufig) und gleichzeitig Reden. Wenn jemand in mein Büro kommt und mit mir spricht, schreibe ich oft die nächsten 1-2 Sätze noch zu Ende und unterhalte mich dann schon. In meinen beruflichen Zeiten, als ich seitenweise Handgeschriebenes in den damaligen Schreibautomaten bringen musste, hab ich während dessen telefoniert, weil mir das reine Abtippen zu langweilig war. Irgendwie können die Wörter ohne sie wahrzunehmen in die Finger gehen.

Auf Facebook antwortete zu Recht eine FB-Freundin mit "Angeberin", als ich das postete. Ist mir schon klar - aber ich werde wohl in nix in meinem Leben so schnell sein wie im Tippen. Tja.. hat mir das was im Leben gebracht? Ich könnt ja sagen, es hat mir Zeit gebracht aber das glaub ich nicht. Ich schreib halt deshalb längere Texte. Meine Besuchsberichte entsprechen Romanen, meine Pamphlets zu irgendwelchen Dingen auch... auch meine Blogeinträge sind ja häufig mit viel Text gespiekt. Müsst Ihr halt alle aushalten, dass ich schnell tippen kann und endlich weiß es auch alle Welt. Unnützes Wissen halt.

Die jungen Kollegen üben jetzt fleissig aber ich hab ihnen das Versprechen abgenommen, dass sie mir diesen kleinen Triumph noch lassen, bis ich 60 bin und dann vielleicht die Finger langsamer werden.

Oder vielleicht sollte ich die Fähigkeit doch nutzen, um das Klavierspiel erneut zu erlernen (die Versuche meiner Eltern, mein musikalisches Talent zu fördern waren an der Stelle nicht von Erfolg geprägt - benötigt man ja sowas wie Geduld für) oder ein Buch zu schreiben.. oder vielleicht mach ich das ja schon.

Ich hoffe mal, dass das nicht mein einziges Talent ist - aber es ist eins. Und welche besonderen Talent habt Ihr so?

Mittwoch, 25. März 2015

~ Und da macht man sich so die Gedanken ~

Auf Facebook hatte mich eine FB-Freundin zu einer 7-Tage-Positiv-Challange aufgefordert. Jeden Tag 3 positive Dinge äußern, 7 Tage lang. Och... nix leichter als das.

Gestern war Tag 3 und der Mittagspausenspaziergang mit Hundebegleitung (was uns unseren Schnitt irgendwie kaputt machte;-)) oder die zum ersten mal probierte Pflaumen-Kardamom-Limonade oder der Obstsalat oder das zumindest fast gelungene Projekt des reparierten Wasserhahns wären Kandidaten dafür gewesen. Und dann bleibt einem das im Halse bzw. in den tippenden Fingern stecken, weil es eine furchtbare Tragöde in den Alpen gegeben hat.

Und dann denk ich drüber nach und diese Tragöden passieren weltweit in der Form und noch viel größer täglich, stündlich, minütlich.

Wenn eine solche Tragödie räumlich so nahe kommt und man für den Augenblick überlegt, ob es jemanden gibt, der gerade diese Reiseroute hat. Dann kann ich meine Schutzhülle nicht aufrecht erhalten, zumindest nicht für die ganze Zeit. Und ich find es furchtbar, dass es Menschen gibt, die so plötzlich ihre Lieben verlieren und so furchtbar schmerzhaft damit umgehen müssen. Mitgefühl und nicht Mitleid, das ist besser. Ich versuch es mal so.

Nun werde ich heute die Positive-Challange (wobei das für mich jetzt nicht wirklich ne Challange ist) weiter machen und in Anlehnung an die vielen anderen Posts einfach weiter dankbar sein für das, was ich hab.

Lasst uns versuchen, die Welt ein wenig besser zu machen, ob mit Pflaumen-Kardamom-Limonade oder mit anderen Dingen jeden Tag den Menschen um sich rum ein nettes Wort oder/und ein Lächeln schenken. Kostet uns nichts und macht es irgendwie erträglicher.

Sonntag, 22. März 2015

~ Backaufwand, Ästesägen und Tassenspleen ~

Hey, soll ich Euch was erzählen? Ich liebe Kochen und Backen. Ach so? Das wisst Ihr schon?

Ok.. ich stehe früh auf!!!! Ach ok... wisst Ihr auch schon?

Das mein Bester aber gerne lange schläft und wir eine offene Küche und offene Wohnung haben - wisst Ihr vielleicht nicht und ist erstmal ja auch nicht sonderlich interessant, führt hier aber zu komischen Aktionen, wenn ich meine Vorlieben kombinieren will aber den Besten nicht bei seinem wohlverdienten Schönheitsschlaf stören möchte.

So schleppe ich die Kitchen-Aid dann zum Rühren ins Ankleidezimmer, das Zimmer, das am weitesten vom Schlafzimmer weg ist. Bin ich rücksichtsvoll oder bin ich rücksichtsvoll?


Dort rührt die hübsche Rote dann hinter verschlossener Tür vor sich hin und ich flitze zwischen Küche und Ankleidezimmer wie ein aufgeregtes Eichhörnchen hin und her, um alles an den Start zu bringen. Links von der Treppe befinde sich die Küche.


Diesen Konstrukt hab ich kürzlich unter dem Stichwort "hubelloses Backen" auf Facebook bei einem Laleli-Freund gesehen. In der Alufolie befindet sich feuchtes Küchenkrepp. Das soll dafür sorgen, dass sich die Backform am Rand nicht sofort so stark erhitzt und dort der Teig nicht schneller backt als in der Mitte. So sollen keine Hubbel entstehen, ich bin gespannt, beim Schreiben ist der Kuchen noch im Backofen (und der Text wird auch später nicht korrigiert).


Und taataaaa .....2 Stunden später das Ergebnis: Kein Hubbel....


Und das Komplettergebnis ist dann eine Trüffeltorte geworden. Nicht schlecht, muss ich sagen - im Hintergrund reckt sich ein Bananenbrot ins Bild - mein Kollegen verlangten danach.



Gestern waren wir kurz in der Stadt - u.a. um einen Abstecher in einen Lieblingskramladen zu machen. Schöne Geschenkideen gibts dort. Blumen, Dekoartikel, Bücher, Spiele etc. - alles schön ausgesucht und Besonders. Und was müssen wir lesen? Der Laden wird geschlossen. Hier kommen wir zum Thema Ästesägen. Ich säg ja auch am eigenen Ast. So oft wird online bestellt und die Läden bekommen nicht mehr genug Kundschaft. Als wir vor 9 Jahren hier in den Ort zogen, hab es noch einen Buchladen, der schließen musste. Man munkelt, der Optiker hats auch nicht leicht und der Blumenladen hat mind. 3 x in der Zeit den Besitzer gewechselt. Es ist traurig, das mit anzusehen aber aufhalten kann man es auch nicht. Ich versuche, schon so viel wie möglich lokal zu kaufen und eher die ortsansässigen Läden/Landwirte zu unterstützen. Ich weiß, dass es einige auch so sehen aber die größte Zahl der Leute darüber wohl nicht nachdenkt.

Aber genug davon. Als Ergebnis des Ausverkaufs gabs eine neue Tasse aus der Reihe Tasse mit Männchen und damit zu einem Spleen von mir:

Ich trinke möglichst nur aus einer bestimmten Tassenform. Auf keinen Fall darf sie schnöde gerade sein, gerne leicht gewölbt oder von unten nach oben weiter aufgehend. Zu Hause habe ich eine ausreichende Auswahl solcher Tassen, auf der Arbeit wird das manchmal schwer. Aus geschätzten 100 Tassen, die wir Kollegen alle so mal von zu Hause mitgebracht haben, suche ich immer die mir genehme Tasse aus. Und wehe, es ist keine passende da, dann schwenke ich durchaus auch auf Gläser aus, bloß um nicht aus einer hässlichen, geraden Tasse zu trinken. Verrückt.

Die mit dem Malermännchen ist die neue Errungenschaft. Die andere sind ja schon oft als Deko auf Fotos gewesen.
Und welchen Spleen habt Ihr so?

Samstag, 21. März 2015

~ Heute hab ich echt schlechte Fotos für Euch ... ~

Wenn es zu dunkel ist, macht das Ding einfach furchtbar gekörnte Fotos - also das Apfelding. Aber selbst wenn mein Laufnachbar noch so meinte, ich müsste mir einfach die neueste Generation kaufen - et funktioniert noch und so lange bleibt das kleine Smartphone auch in meinem Besitz. Selbst mit zersplittertem Display.

Ich durfte mal wieder Katzensitten... das ist echt immer ein Erlebnis. Wenn man rein kommt, dann stürmt sie auf einen zu und will erstmal beschmust werden. Hat sie genug, wendet sie sich ab. Aber mit Spielzeugen kann man immer wieder ihre Aufmerksamkeit bekommen. Trotz oder gerade wegen des Silberblicks ein hübsches Ding.

Ich würd zwar selbst nicht so ein Tier haben wollen aber so ab und zu mal sitte ich gerne die Katze oder laufe mit meinem Patenhund.
Aus der Welt: Was bestelle ich alles im Internet?

Als ich gestern heim kam, lagen 3 Paketzettel im Briefkasten. Jeder von einem anderen Paketdienst - alle abgegeben beim gleichen Nachbarn. Ich wusst nun nicht, ob er mich erschlägt, weil ihn die Paketdienste genervt hatten und hielt vorsichtshalber beim Klingeln etwas Abstand zur Wohnungstüre. Aber er war wohl nur froh, sie mir in die Hand drücken zu können. Die effektivste Form der Verpackung, die ich seit Jahren gesehen hab. Das blaue Teil vorne war in dem Karton dahinter. Nicht schlecht... aber nun können wir endlich den tropfenden Wasserhahn reparieren - ist ja erst seit ungefähr einem Jahr undicht.
Den Regen heute hab ich genutzt, den Balkon führjahrstauglich zu gestalten. Klingt absurd? Ist es aber nicht. Wenn ich das Holz abschrubbe, das übers Jahr und den Winter ziemlich vermost, dann hab ich keine andere Möglichkeit, als die Plörre über den Balkonrad zu schubsen. Dabei hab ich dann schon mal den Sonnenschirm eines Nachbarn beschmutzt oder beim Blumen umtopfen die Erde in die frisch gewaschene Wäsche von der älteren Dame links unter uns geworfen.

Da mir das durchaus peinlich war und ich ganz gerne weiter in Frieden mit den Nachbarn leben möchte, mache ich solche Aktionen besser, wenn die entweder selbst nicht zu Hause sind oder/und im besten Falle ihre Balkone noch nicht fürs Frühjahr gerüstet haben. So kann ich nix kapuut machen, was jemand anderes sich mit viel Liebe schon zurecht gemacht hat. 1,5 Stunden Grünzeugs den Frühjahrsschnitt verpassen, Balkonumrandung und Möbel putzen und vor allen Dingen diese blöden Hölzer schrubben. Aber was für ein gutes Gefühl, wenn es getan ist. Jetzt kann das Frühjahr kommen und ich kann wieder ein Todo aus der Liste streichen. Watt bin ich froh. War aber auch ein wenig wie Sport. und morgen werden mir die Arme weh tun, ich kenn mich doch.

Diesen Bericht über veganes Essen in der Sterneküche hab ich heute online entdeckt. Mir war nicht bewusst, dass der Trend schon so weit gediehen ist, dass man sich an dieser Stelle über Kreationen Gedanken machen. Meine Erfahrungen bei Herrn Schuhbeck waren ja eher "naja... ok". Aber das ist schon Jahre her, da war vegan ja auch noch kein Trend und ich noch ein Freak (also in den Augen der anderen - ich hab mich eher nicht so verändert). Auf jeden Fall find ich das Rezept, das unter "extrem schwer" läuft sehr spannend. Mal schauen, wann ich mir das mal antue.

Das soweit aus dem Durchschnittsleben einer Rheinländerin... aber gleich spielt der FC, mal schauen, ob wir nicht noch live in Köln irgendwo in einer Kneipe schauen. Das würd den regnerischen Samstag etwas aufwerten.

Mittwoch, 18. März 2015

~ Von Mittagspausen, veganen Köstlichkeiten und dem Altern ~

Was hat das miteinander zu tun? Nix hat das miteinander zu tun.

Ich wollte ja einfach hier den Blog etwas am Leben erhalten und das sind heute mal die Themen.

Mittagspause:

Man könnte ja meinen, dass ich als bewegungshungriges Ding jede Chance nutze, um die Füße zu bewegen. Tja... Arbeit ist Arbeit und Schnaps ist Schnaps. Meist reicht mein Geist nur für die Aufnahme von Nahrung und dann gehts wieder ran. Wenn da nicht meine Kollegin wäre, die mich regelmäßig ermuntert, doch mittags mal die Umgebung zu erkunden. Und was Ihr hier seht ist die Gegend rund um unser Gewerbegebiet. Nicht schlecht, oder? Wir walken eher als dass wir Gehen und finden so immer recht wenig Begleitung - wir sind zu schnell. Schlimm? Nö!


Eignet sich auch zum Laufen aber darüber will ich hier echt nicht sprechen.

Vegane Köstlichkeiten:

Was ist paradox? Man abonniert eine vegane Box und die ist voller Fertigprodukte, die man eigentlich nicht essen möchte. Aber "eigentlich" möchte man sie auch nicht abbestellen, weil jede Box wie ein selbst gemachtes Weihnachtsgeschenk ist.

Nun hab ich - nachdem ich diverse Süssigkeiten und Knabbereien zu Hause gehortet hab - entschlossen, meine Kollegen daran teilhaben zu lassen. Was soll ich sagen? Schade, schade... so viel so lecker, dass ich es besser allein gegessen hätte. Aber alleine essen macht dick und so können die Kollegen mit dick werden. Jeden Tag zaubere ich eine neue Knabberei raus - heute Wirsingchips. Ich muss sagen, die gingen weg, wie warme Semmeln.Glaubt Ihr nicht? Hättet Ihr probieren müssen. Nur noch zu steigern durch Paranüsse in Bitterschokolade. Morgen gibts knusprige Tomatenscheiben.

Alter:

Ihr wollt einen Einblick in meinen Kopf? Nun ja.. ich hab ja immer Angst, mich zu naggisch zu machen aber so solls sein. Mit Mitte 40 oder auf dem Weg zur 50 hinterlässt das Alter ja bekanntlich seine Spuren. Ich verfüge über das unsägliche Glück, dass ich bis dato darüber noch keine Krise bekommen hab. In den letzten Tagen bemerke ich unter den Augen zu den üblichen Falten unter jedem Guckloch eine zusätzlich gerade Linie, die sich tief eingegraben hat. Kurz geprüft.. kommt vom Lachen... ist akzeptiert. In Würde alt werden, das fänd ich schön. Ich hoffe, die innere Einstellung bleibt und ich kann die ein oder andere Linie in meinem Gesicht genau so freundlich begrüßen, wie diese geraden Linien.

Wie macht Ihr das mit dem älter werden?

Dienstag, 17. März 2015

~ Da würd ich doch gern mal was zu sagen ~

Tss... ich hab so richtig Lust, was zu sagen. Aber wozu? Ich hab so richtig Lust, den Blog zu füllen. Aber womit?

Laufen? Blödes Thema. Sonntag meinen Test nach 1km abgebrochen. Muss ich mehr erzählen? Der Osteo ist echt bemüht und ich finds echt super, dass er gar nicht ansatzweise versucht, mir zu erzählen, dass er damit nichts zu tun hat - im Gegenteil. Aber was ihn wundert (mich weniger, weil ich kenn mich ja schon einige Jahre) ist die Tatsache, dass es so hartnäckig ist. Seine Theorie entspricht meiner und hat was mit meinen Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse zu tun und so bin ich Donnerstag zum Blut abnehmen und dann schauen wir weiter. Wenn nicht ein Wunder geschieht, wird die Laufpause wohl noch lange anhalten.

Aber bloß nicht davon die Laune verderben lassen, bringt ja nichts.

Ist ja auch nicht so, dass ich nicht genug andere Dinge zu tun hab und ich hoffe nun auf bald längere Abende (also abends länger hell), so dass ich das Rädchen auch mal abends bewegen kann und dass ich mich mal in den Hintern getreten bekomme und das Schwimmbad aufsuche.

Zwischendurch wabern dann immer wieder Situationen und Gedanken durch mein Hirn und ich bin der Meinung, dazu einen hochintelligenten *räusper* Blogeintrag verfassen zu müssen. Aber wer bin ich denn? Ich schreib doch eher übers Laufen und poste Bilder - Meinungen zu Themen des Alltags und Beobachtungen der Menschheit an sich finden sich hier ja dann nicht so wieder. Aber was glaubt Ihr, was so in meinem Kopf los ist? Puh...

Dann komm ich abends von der Arbeit, nehme mir das Schneidbrettchen und schnibbel Gemüse vor mich hin. Wer braucht denn Yoga, wenn man kochen kann? Ich nicht -ich beobachte das jeden Abend. Ich liebe es, meine Pluten in die Ecke zu schmeißen, das Gemüse aus dem Kühlschrank zu holen und loszulegen. Belohnt werde ich dann meist mit einem leckeren Essen, das ich dann viel zu schnell herunter schlinge. Schnell noch die Küche aufgeräumt und die Spülmaschine in Gang gebracht und dann bin ich im Feierabend angekommen.

Aktuell lese ich mal wieder ein Buch über die Systeme unserer Lebensmittelindustrie - hier aktuell festgemacht am Konsum von Bananen - natürlich verbunden mit den Bedingungen, denen Bananenbauern vor Ort unterliegen. Nein, was sind wir Menschen doch für grausame Tiere. Wirklich. Und dann rattert mein Hirn und ich möchte so viel ändern und schaffe es noch nicht mal in meinem eigenen Mikrokosmos, es richtig zu machen. Es gibt noch viel zu tun und es gibt noch viele Dinge, über die das Nachdenken sich lohnt.

Botschaft? Keine.. ich wollt nur mal was gesagt haben.

Donnerstag, 12. März 2015

~ Tierfrei? ~

Auch wenn das hier der Laufblog ist und nebenan der Veganblog, so ist es mir doch ein Anliegen, hier zu posten. Zum einen kann ich nicht laufen und muss über was anderes Schwadronieren, zum anderen bekomm ich drüben wenig bis keine Resonanz und darum seid Ihr dran... so ne einseitige Beziehung ist ja langweilig.

Ich war beruflich mal wieder für 3 Tage in Süddeutschland. Dort bin ich aus diversen Gründen gerne, die Kollegen nett, das Umfeld gut und wenns passt, dann gibts Treffen mit Freunden in der großen Stadt.

Der Flieger ging um kurz nach 6, die Nacht war kurz aber ich hatte Mett im Gepäck. Denn.. eine Kollegin hat sich ebenfalls der tierfreien Ernährung angeschlossen und wir hatten ein großes Frühstück geplant - sie macht Frischkäse, ich mach Mett. Eine andere Kollegin lässt beim Backen des Apfelkuchens netterweise einfach die Eier weg und wir hatten so dann auch Süsskram dazu. Ich fahre zwar zum Arbeiten dort hin aber man kann sich ja auch die Arbeit schön machen. Also auf dem Weg vom Flughafen zum Büro noch ne große Tüte Brötchen eingepackt.

Warum ich das hier schreibe ist meine Freude darüber, wie offen die Kollegen waren und alles probiert haben. Die erstaunten Blicke beim Mett und der Herstellungsart ist immer wieder lustig. Aber wenn man erklärt, dass auch Mett von zerstückelten süssen kleinen Schweinchen vom Grunde her keinen Geschmack hat und nur durch die Gewürze "lebt", versteht man, dass eben auch Reiswaffeln mit Wasser und Tomatenmark täuschend angewürzt werden können. So futterten wir alle fröhlich unsere Brötchen und jeder holte sich noch mal Nachschlag. Ich erlebe zwar mehr neugierige und offene Menschen als verschlossene aber das ist nicht immer so, von daher halte ich das für erwähnenswert.

Dienstag Abend dann hatte ich mich mit langjährigen Wegbegleiterinnen aus dem WörldWeidWäb, die ich im Leben nie kennen gelernt hätte, wenn es nicht Laufforen geben würde, in einem Münchner veganen Restaurant verabredet - auch hier wieder absolute Offenheit. Schließlich bin ich in der Runde die einzige Veganerin.


Und neben dem, dass es schön war, die "Mädels" in der Runde wiederzusehen, war es ein Fest des Genusses. Ich kenne viele gute vegane Restaurants, ich hab schon häufig gut vegan gegessen. Aber das, was das Gratitude da auf den zugegebenermaßen kleinen Tisch gezaubert hat, war eine Offenbarung. Mein Kichererbsenpfannkuchen (das hieß anders und Pfannkuchen ist auch viel zu profan ausgedrückt) war super gewürzt und in sich so inhaltsreich, dass es schwer fiel, alles aufzuessen. Aber ich hätte kein Schnibbselchen auf dem Teller lassen können, es war zu gut. Das obere Bild sind Tapas, die wir uns geteilt haben und ich durfte sowohl bei den gebratenen Auberginen (nie, nie, nie hätte ich gedacht, dass man Auberginen so lecker hinbekommen kann) und dem Curry probieren. Es war grandios. Und gleichzeitig fühlte ich mich wie das kleinste Licht im Universum, weil ich bis dato dachte, kochen zu können. Aber das war irgendwie eine andere Galaxi und ich möchte jetzt sofort den Koch des Gratitude heiraten - egal ob Mann oder Frau. Wenn der/die nicht zu vergeben ist, hätte ich gern ein Kochbuch, unbedingt.

Noch mal kurz zum Laufen und der Erkenntnis, dass das wohl noch lange dauern wird, bis das wieder geht: Ich werde fett werden, unaufhaltsam, wenn das so weiter geht. :-)

Sonntag, 8. März 2015

~ Es wär so gern ein Bienenstich geworden ~

Da ich gestern vernahm, dass der geneigte Leser auch gerne mal das Nichtgelingen liest und nicht nur gelungenes Essen und schöne Fotos sehen will, hab ich mich wohl unbewusst entschlossen dem Rechnung zu tragen.

Einen Bienenstich sollte es geben. Grundbasis ein Hefeteig. Hefeteig kann ich - ich hab schon ne Menge Hefezöpfe, Mohnkränze, Neujährchen etc. gebacken. Da sollte doch so ein Bienenstich kein Problem sein.

Problem war schon, dass der Hefeteig nicht aufging sondern aufexplodierte. Trotz mehrmaligem Kleinkneten begab er sich immer wieder in die Höhe und überstieg beim Backen dann auch die Form und plätscherte mit Margarine, Zucker und Mandeln in den Backofen. Schöne Sauerei.

Damit nicht genug, er stürzte dann auch wieder in sich ein, was beim Aufschneiden in zwei Hälfte dazu führte, dass der Deckel schon beim Abnehmen bröselte.

Die Creme für die Füllung gelang auf den ersten Blick gut. Dass sie nach dem Aufschlagen nicht mehr anzog, um eine gewisse Festigkeit zu bekommen und der schwere Hefedeckelteig darin teilweise versank, war die eine Sache. Dass der ganze Kram sich dann aber wg. weglaufender Füllung gar nicht schneiden oder in Form behalten lies, war dann das Aus für den Bienenstich. Selbst das Umfüllen als Kuchen im Glas ging nicht mehr. Schade, schade... bei ist das Konstrukt an sich sehr lecker. So ein Elend - viel Arbeit, teure Zutaten - ich bin frustriert.

Laleli... ich habe heute kein Foto für Dich. :-(

Samstag, 7. März 2015

~ Die Saison gilt als eröffnet ~

Da der Tag zwar mit einem vergessen Schlüssel aber trotzdem mit einer perfekten Avocado begann, sprach das doch für gute Wochenendaussichten

Letzte Woche hatte ich ja schon geliebäugelt aber angesichts der Wetterprognose an diesem Wochenende ist klar: Die Radsaison wird offiziell eröffnet.

Zwar wäre morgen lt. Wetterapp der idealere Tag (weniger Wind, mehr Sonne) aber da gibts noch andere Parameter zu beachten.

Auf Komoot eine Strecke kreiert - 30km sollten für den Anfang reichen. Diesmal kein reiner Rundweg sondern ein Ziel... bis 14.00 Uhr hat das Laleli auf. Dort mein 2. Frühstück einzunehmen, reizt mich.

Ziemlich platte Füße hat mein schwarzes Ross aber dem kann ja Abhilfe geschaffen werden. Bis ich meine Pluten fürs Radfahren zusammen hab, ist aber schon der halbe Tag vergangen. Laufen ist ja irgendwie effektiver.

Der Winter verabschiedet sich mit einem fast komplett abgeernteten Wirsingfeld. Schade eigentlich - ich freue mich auf den Frühling aber die Kohlsorten werde ich vermissen.



Mein Übermut hatte mich mal wieder schwer bei den Hörnern gepackt. Hatte ich doch überschwenglich der Radtourapp mitgegeben, dass ich gerne eine Mountainbiketour machen möchte. Ok, es mangelt mir an Mountains und auch an einem solchen Bike. Aber schmutzige Waldwege gibts sogar hier - mehr als ich heute vertragen konnte.

Die Wälder so ohne Laub und Frühling noch recht trostlos.


Aber Dank des widrigen Wetters der letzten Woche dafür um so matschiger. So manch einen Kilometer fahre ich nicht sondern nutze das Rad als Tretroller oder gehe gar. Natürlich schaff ich das auch per Pedes nicht trockenen Fußes. Warum suche ich mir Mountainbikestrecken raus, wenn ich doch vor Entsetzen bei jeder Baumwurzel vom Rad steige. Ok... meine Erfahrung aus dem letzten Jahr ist halt, dass ich auf Baumwurzeln wegrutsche und dann hinfalle... schlau ist man, wenn man das nicht wiederholt. Tja..


Um jeden Meter normalen Asphalts bin ich froh, da stören mich auch nicht die städtischen Schmierereien. Natürlich hätte ich jederzeit bei Komoot die Strecke auf Radtour ändern können... aber nix da, einmal angefangen wird das durchgezogen.


Ach ja... die nette Klingel hatte ich im letzten Jahr von meinem Besten geschenkt bekommen. Ist sie nicht hübsch. Und laut ist sie... so konnte ich diverse Hundehalter warnen. Bei den für meinen Geschmack viel zu vielen Pferden half sie allerdings nicht. Meine Panik,wenn ich an diesen vorbei muss, bekomm ich nicht in den Griff. Da ich aber die weichsten Waldwege befuhr, war die Frequenz an diesen großen Zeitgenossen recht hoch.


Ich suchte den Frühling - auf diversen Blogs hab ich schon Bilder davon gesehen, nur hier Matsch und Tristesse... ok, der blaue Himmel gibt schon einen kleinen Ausblick.


Und auf einemal - ich war mal wieder arg damit beschäftigt, nicht vom Rad in den Modder zu fallen, standen sie am Wegrand.


Und zwar ganz viele davon.


Trotzdem war ich froh, als ich nach 17km mein Etappenziel erreicht hatte. Einen Happen gegessen, einen leckeren Café Latte getrunken, sehr nett geplaudert, den halben Waldboden im Café untern Stuhl fallen lassen (sorry Harald) und wieder auf den Rückweg gemacht.


Nicht überraschend ging es meist bergab. Ebenso wenig überraschend gab es Gegenwind und ich entschied mich für die direkte Strecke - ging nicht über Los, zog keine 4.000 Mark ein und machte auch keine Fotopause mehr - erst kurz vor der Haustür noch schnell am Kreuz mein schönes Metallpferdchen (vor dem hab ich keine Angst) fotografiert. Ich bin jedes Jahr wieder froh, dass ich mir das mal gegönnt hab. Das macht mir so viel Freude.


33km sind gefahren. Ich denke, das ist ein guter Einstieg in die Saison. Es gibt ein Ziel, auf das ich trainieren möchte. Und zwar werden wir ab Sommer eine Dusche auf der Arbeitsstätte haben. Dann möchte ich - so mein Plan - einmal pro Woche die Strecke mit dem Rad fahren. Das sind vielleicht 35-40km eine Strecke - aber stetig und leicht aufwärts. Wenn ich gegen 5.00 Uhr zu Hause los fahre, sollte das kein Problem darstellen. Mal schauen, ob ich das hinbekomme.

Euch noch allen ein schönes Restwochenende.

Sonntag, 1. März 2015

~ Apfelstrudel mit Vanillesauce ~

Ja, es ist Sonntag - Sonntag ist Backtag.

Heute mal ne schnelle Variante. Veganer Apfelstrudel aber mit vorgefertigten Strudelblättern.

Die meisten von Tante Fannys fertig zu kaufenden Teigen sind vegan. Ich hab schon mal Rotkohlstrudel mit den Blättern gemacht und diesen Yuffateig nahm ich eben auch für den veganen Strudel.

Für den Inhalt hab ich mich eines Rezepts auf Chefkoch bedient.

  • 100g Semmelbrösel wurden in
  • 50g Alsan (Margarine) goldbraun angebraten.
  • 1.050 g Äpfel wurden geschält und klein geschnitten und mit 
  • 140g Zucker
  • 170g Rosinen
  • 10 g Zimt
  • 2 TL Zitronensaft
  • 1 Schuss Rum

vermengt.

Die Blätter hab ich dann wie folgt arrangiert:

1 feuchtes Küchentuch ausgelegt, ein trockenes darüber.

Dann 2 Lagen der quadratischen Teigplatten überlappend nebeneinander gelegt, so dass ein Rechteck ensteht. Die Überlappung ist ca. 5cm. Mit geschmolzener Alsan die Platten bestrichen und die weiteren wieder genau so gelegt. Wieder bestrichen, gelegt, bestrichen.. bis alle 10 Platten verbraucht waren.

Die Füllung darauf platziert und mittels der Handtücher den Teig zusammen geklappt. Vorsichtig mit der Nahtseite nach unten auf das Backblech (mit Backpapier) gestürzt (ich hatte zwischendurch arge Zweifel, ob mir das gelingt) - das ganze noch mal herzhaft in Form legen und dann für 30 Minuten bei 190° Ober-/Unterhitze backen lassen.

Aus 1 Packung Vanillepudding und 700g Sojamilch eine Vanillesauce gekocht - fertig ist der fixe Apfelstrudel.