Mittwoch, 18. März 2015

~ Von Mittagspausen, veganen Köstlichkeiten und dem Altern ~

Was hat das miteinander zu tun? Nix hat das miteinander zu tun.

Ich wollte ja einfach hier den Blog etwas am Leben erhalten und das sind heute mal die Themen.

Mittagspause:

Man könnte ja meinen, dass ich als bewegungshungriges Ding jede Chance nutze, um die Füße zu bewegen. Tja... Arbeit ist Arbeit und Schnaps ist Schnaps. Meist reicht mein Geist nur für die Aufnahme von Nahrung und dann gehts wieder ran. Wenn da nicht meine Kollegin wäre, die mich regelmäßig ermuntert, doch mittags mal die Umgebung zu erkunden. Und was Ihr hier seht ist die Gegend rund um unser Gewerbegebiet. Nicht schlecht, oder? Wir walken eher als dass wir Gehen und finden so immer recht wenig Begleitung - wir sind zu schnell. Schlimm? Nö!


Eignet sich auch zum Laufen aber darüber will ich hier echt nicht sprechen.

Vegane Köstlichkeiten:

Was ist paradox? Man abonniert eine vegane Box und die ist voller Fertigprodukte, die man eigentlich nicht essen möchte. Aber "eigentlich" möchte man sie auch nicht abbestellen, weil jede Box wie ein selbst gemachtes Weihnachtsgeschenk ist.

Nun hab ich - nachdem ich diverse Süssigkeiten und Knabbereien zu Hause gehortet hab - entschlossen, meine Kollegen daran teilhaben zu lassen. Was soll ich sagen? Schade, schade... so viel so lecker, dass ich es besser allein gegessen hätte. Aber alleine essen macht dick und so können die Kollegen mit dick werden. Jeden Tag zaubere ich eine neue Knabberei raus - heute Wirsingchips. Ich muss sagen, die gingen weg, wie warme Semmeln.Glaubt Ihr nicht? Hättet Ihr probieren müssen. Nur noch zu steigern durch Paranüsse in Bitterschokolade. Morgen gibts knusprige Tomatenscheiben.

Alter:

Ihr wollt einen Einblick in meinen Kopf? Nun ja.. ich hab ja immer Angst, mich zu naggisch zu machen aber so solls sein. Mit Mitte 40 oder auf dem Weg zur 50 hinterlässt das Alter ja bekanntlich seine Spuren. Ich verfüge über das unsägliche Glück, dass ich bis dato darüber noch keine Krise bekommen hab. In den letzten Tagen bemerke ich unter den Augen zu den üblichen Falten unter jedem Guckloch eine zusätzlich gerade Linie, die sich tief eingegraben hat. Kurz geprüft.. kommt vom Lachen... ist akzeptiert. In Würde alt werden, das fänd ich schön. Ich hoffe, die innere Einstellung bleibt und ich kann die ein oder andere Linie in meinem Gesicht genau so freundlich begrüßen, wie diese geraden Linien.

Wie macht Ihr das mit dem älter werden?

Kommentare:

  1. Also Anja, das mit der Mittagspaiuse fidne ich prima! Meine Kollegen haben mir zum Geburtstag einen Schrittzähler geschenkt...seitdem laufe ich auch mittas weiter als bisher! Leider nicht so schön, immer nur um den Filmpark rum.
    Das Altern: ich fürchte mich! schon seit ich 17 bin und habe ein Probelm damit, weil das was ich sehe nicht mit der inneren Wahrnehmung übereinstimmt. Aber so schlimm ist es auch nicht, ich guck einfach nicht mehr soviel hin.

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    1. Mandy, und es tut gut, oder? Ich bin um jedes mal froh, wenn mich meine Kollegin "überredet".

      Woher kommt diese Furcht vor dem Alter? Ist das von den Eltern geprägt? Ich geb ja zu, dass ich durchaus nicht uneitles Ding überrascht bin, dass mich das ziemlich kalt lässt.

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    3. Hm..das Altern und die Furcht. Von den Eltern geprägt ist es nicht, am Ende habe ich da ja Jugend erlebt. Meine Eltern waren 18, als ich geboren wurde. Das ist ein Thema zum nackigmachen :). Vergänglichkeit ist aber grundsätzlich etwas, was mich beschäftigt. Alles ist vergänglich!

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  2. Liebe Anja,

    zur Mittagspause: Ein schönes Fleckchen Erde umgibt da Euer Gewerbegebiet. Ich bin übrigens auch jede Mittagspause flotten Schrittes per pedes unterwegs. Immer in den schönen alten Wohnvierteln von Oldenburg.

    zu den veganen Köstlichen: Schade, dass ich nicht Dein Kollege bin ;-)

    zum Altern: Falls es Dich tröstet, für 46 bin ich wohl Rekordhalter in Sachen falten. Was fällt mir dazu ein: Schmeißt der A.... auch Falten, wir bleiben doch die Alten ;-)

    In dem Sinne liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,

      ja, das Bergische Land ist überaus hübsch, hab ich ja auch schon mal beim Laufen gezeigt. Trotzdem hab ich vom Bürofenster aus keine schöne Aussicht - aber nützt ja nix.

      Bei den veganen Köstlichkeiten gibt es eine lustige Beobachtung. Weil ich ja so ein Gesundheitsprediger bin, was Essen angeht, denkt nun jeder, dass die Süssigkeit von meinem Teller besser ist als die anderen Süssigkeiten. Ok, sind keine E-Nummern drauf zu finden aber sie sind genau so kalorienreich und genau so gezuckert... oder fett (wie die Chips). Ja, bittere Erkenntnis - auch ich esse schon mal ungesunde Sachen.

      Zum Altern: Ist das so? Muss mir Deine Fotos noch mal näher anschauen. :-) Ich sag immer: Wer nicht alt werden will, muss jung sterben und das ist keine Alternative.

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  3. Liebe Anja,

    so ein schneller Spaziergang über Mittag tut sicher gut - hab ich ehrlich gesagt noch nie regelmässig geschafft! Aber die Umgebung ist ja wirklich hübsch! Da geht man doch gleich viel lieber raus! :)
    Zum Thema Alter fällt mir nur ein: Es kommt nicht darauf an wie alt wir werden, sondern wie wir alt werden! :D

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    1. Liebe Doris,

      ja, das tut wirklich gut. Nur mit zunehmenden Temperaturen muss ich dann angesichts unseres schnellen Schrittes mir für die Mittagspause kurz ein anderes Oberteil anziehen, will ich mich den Rest das Tages noch wohlfühlen. Ausgemusterte Laufschuhe stehen ganzjährig im Bürosideboard. :-)

      Und ja.. zum älter werden.. Recht hast Du.

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  4. Ich würde gerne so eine richtig exzentrische Alte werden - aber nicht aufgesetzt, das müsste schon von alleine kommen. Das mit der "Würde" ... dazu bin ich zu ... hmmm ... grobmotorisch, das passt nicht recht zu mir ;)

    Mit Falten habe ich weder in Klamotten noch im Gesicht oder am Restkörper Probleme. Im Gegenteil: je älter ich werde, desto angenehmer überrascht bin ich von unerwarteten Anblicken in Spiegeln etc. Früher war das oft anders - inzwischen ist mir fast immer sympathisch, was ich dort - seit Jahren bis Jahrzehnten grundsätzlich ungeschminkt - sehe. Das hat mit Falten oder nicht Falten nicht das allergeringste zu tun.

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    1. Nachtrag und Einschränkung: was ich nach anstrengenden Läufen in Spiegeln zu sehen bekomme, das zähle ich nicht ernsthaft mit. Das bin nicht ich - das ist mein Alter Ego aus der Achterbahn ;)

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    2. GEISTERBAHN natürlich - nicht Achterbahn *tz* ... beim nächsten Mal erzähle ich dann, wie ich dem möglichen geistigen Verfall im Alter entgegensehe ... ja, da steckt schon mehr drin an Besorgnispotenzial als in so ein paar Fältchen.

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    3. Ja.. Lizzy, der geistige Verfall. Das ist beängstigend und meine lustige Schilddrüse hat mir mal zwischendurch eine Idee gegeben, wie das ist. Nicht schön.

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    4. Kann ich nachvollziehen. Eine Grippe kann auch ausreichen, um tage- bis wochenlang täglich immer wieder sekundenlang konzentriert überlegen zu müssen um nach mehrfachem Zungenschnalzen, Seufzen, Kopf hin- und herwiegen so komplizierte Wörter wie "Mikrowelle", "Ladegerät" oder "Monatskarte" im Hirn wiederzufinden. Da überlegt man schon, wie sich das anfühlen mag, wenn es irgendwann nicht mehr besser wird bzw. mit Gesundung wieder gut sondern man sehr genau weiß: das schreitet fort.
      Wirkliche Angst habe ich auch davor nicht - man legt sich schon jetzt die dann vermutlich anzugehenden Handlungswege fest und stellt sich darauf ein - wie genau es dann kommt, wissen wir eh nicht.

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  5. Die entsprechende Gelassenheit beim Altern habe ich noch nicht gefunden...Falten find ich doof! Bisher ist es glücklicherweise nicht schlimm, ich glaube, wenn mich da richtig was ärgert würde ich versuchen es wegmachen zu lassen.

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    1. Ist es nicht besser, hier an der Einstellung zu operieren als am Gesicht? Wobei ich gar nicht sagen möchte, dass ich OPs generell ablehne. Meine Familie "leidet" an Schlupflidern, die im Alter wirklich schlimm werden. Auch bei mir sind sie schon recht stark und ich werde die irgendwann mal machen lassen. Meine Mutter hat das erst mit knapp 70 gemacht und predigt uns nun, dass wir das früher machen. Das ist nicht nur eine optische Beeinträchtigung sondern gibt immer ein müdes Gefühl, weil es so auf die Augen drückt. Zusätzlich hab ich auch noch Ptosis, also eine Muskelschwäche eines Augenlides, was je nach Müdigkeit oder Erschöpfungsgrad sehr ausgeprägt ist und worauf ich schon häufig angesprochen wurde. Das werde ich irgendwann mal operieren lassen müssen, weil es ansonsten zu stark beeinträchtigt - das stört mich deutlich mehr als Falten.

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    2. Stimmt, an der Einstellung arbeite ich parallel :-) Schlupflider sind hier auch Thema...allerdings hab ich auch riesigen Respekt vor solchen Eingriffen. Man könnte es auch Schiss nennen...insofern müsste ich zusätzlich den entsprechenden Mut finden.

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  6. Liebe Anja,

    mittags raus und sich die Beine vertreten mach ich auch manchmal, allerdings muss es mir da ganz schlecht gehen, denn hier umherzugehen hat was von extremem Masochismus ;-)
    Vegan ist gut, egal ob es dick macht...obwohl dick will ich auch nicht...

    Alt werden ist so eine Sache, ich merke es überall und immer mehr, aber innen drin bin ich immer noch zwanzig Jahre jünger und das zählt. Da ich nicht so häufig in den Spiegel schaue und auch dann nicht wirklich aufmerksam die Falten betrachte, ist es mir auch nicht so bewusst. Ich bemerke es häufiger beim Laufen: " hier war ich auch schon schneller" oder "vor 5 Jahren hatte ich hier mehr Luft am Berg", aber wirklich stören tut es mich nicht.
    In Würde alt werden wäre schön, allerdings geht das häufig in unserer Gesellschaft gar nicht, ich bin gespannt, ob wir es schaffen :-)

    Salut

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    1. Lieber Christian,

      ja, ich kann mich echt glücklich schätzen, mittags für die Augen eine solche Pause haben zu können. Aber Bewegung ist Bewegung und man kann sich ja auch hässliche Gegenden irgendwie schön reden.

      Ja, Innen bin ich auch jünger - zumindest meist. Wobei ich die Erfahrung sehr zu schätzen weiß. Ich bin beim Laufen auch langsamer als noch vor wenigen Jahren. Ich kann nicht einschätzen, ob es am Alter liegt oder am mangelnden (Tempo)Training.

      Ich glaube, ob man in Würde altert, liegt viel an einem selbst und wie sehr man sich von der Gesellschaft hier beeinflussen lässt oder meinst Du die Umstände, unter denen man im Alter evtl. leben muss? Davon bekommst Du sicherlich mehr mit als ich. Wobei ich bei den Besuchen im Altersheim bei meiner Schwiema schon einen Eindruck bekommen. :-(

      Aber bis dahin laufen wir noch fröhlich durch die Landschaft.

      Gruß

      Anja

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  7. Guten Morgen , liebe Anja, wenn alle Mittagspausen so schöne Bilder liefern würden, gäbe es vielleicht noch mehr Menschen, die sich bewegen.

    Was das Altern betrifft, think pink, ich bin ja nun noch eine Klasse höher als du, kann mich deswegen nicht totschießen, fühle mich sau gut, bin rundum zufrieden und hoffe, es möge ewig so bleiben.

    Kann mich nur Christian anschließen, ich fühle mich viel jünger als ich bin, strenge mich aber auch mächtig an, damit es noch lange so bleibt !!

    In diesem Sinne - packen wir es an !!

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  8. Liebe Anja,
    ach, schöne Umgebung hast Du da! Das reizt ja, zum Rausgehen, vor allem wenn nun der Frühling kommt.
    Die Schilderung Deiner Veganleckerlis fand ich gemein, muss ich Dir jetzt hier mal so sagen! Da machst Du einem den Mund wässrig, und nun?! Futtern Deine Kollegen das Zeugs weg und mir bleibt nur die Vorstellung, wie es sein würde, wenn ich mir nun auch so etwas gönnen könnte... Nee, Scherz beiseite, wusste gar nicht, dass es sowas gibt und ich fände das auch hochspannend!
    Ja das Alter... innerlich fühle ich mich nicht so alt, wie mein Ausweis es dokumentiert. Leider beeilt sich aber das Gesicht, den Ausweis zu überholen :-( Doch letztendlich macht man sich die Sorgen selber, oder man lässt es. Ich lasse es. Dieses Jahr bin ich in AK 55 (Uuaaaah, das waren früher Frauen mit Kittelschürze und Lockenwicklern und Handtäschchen am angewinkelten Arm...) und amüsiere mich, dass es mir -weitgehend- gut geht. Und genieße den Tag, denn es könnte schlechter sein. Wer weiß, was morgen bringt? Und, früher sagten es immer die alten LEute, heute merke ich es selber: Die Zeit rast immer schneller. Das ist so, wie eine Achterbahn, die vom höchsten Punkt runter rast, huuuuiiiiiiii!
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Liebe Elke,
      gestern gabs knusprige Tomatenchips und Maulbeeren in Schokolade. Die Gesichter der Leute, die es probieren sind witzig. Die älteren Kollegen eher probierfreudig als die jungen. Die Tüte mit den Wirsingchips wurde entführt und nie mehr wieder gesehen. :-)

      Genau, wer weiß was morgen bringt. Das Leben hält genug Überraschungen parat. Im Hier und Jetzt leben - und die Zeit bekommen wir wohl nicht aufgehalten.

      Gruß
      Anja

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  9. Ich schaue immer noch wie ich Peter Pan werden kann um nicht erwachsen zu werden und weiter soviel lääuferischen Unfug machen zu können :D

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    1. Falls Du rausfindest, wie es funktioniert, gib Bescheid. :-)

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  10. Mich verwundert das "Alter" eigentlich mehr...in meinem Kopf bin ich ja immernoch 20 und manchmal sagt mir der Spiegel was Anderes und dann bin ich immer ganz verblüfft ;)

    Ansonsten gab's einfach zuviele tragische Todesfälle in meinem Umfeld in den letzten Jahren, als dass ich ernsthaft ein Problem mit meinem Alter bekommen könnte - ich bin immer froh und dankbar, dass ich lebe und gesund bin. Das relativiert einiges.

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    1. Ja, in der Tat Frau Mohr, das Kopfalter passt nicht. Und dann hat man Diskussionen mit jungen Leuten und merkt auf einmal doch so etwas wie Reife an sich und ist erstaunt.. so geht es mir. Happy birthday hier schon mal. Ich werd noch die ein oder andere Stelle finden, um das loszuwerden.

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  11. Liebe Anja,
    das ist toll, dass ihr in der Mittagspause die Gegend erkundet. Schöne Bilder hast Du mitgebracht.
    Das Alter(n) - ich mache mir eigentlich nie sehr viele Gedanken darum. Ja, ich wundere mich eher immer mal wieder, wenn ich alte Fotos sehe und entdecke, dass ich da doch deutlich jünger aussah. Ich weiß zwar, dass ich graue Haare habe (die ich auch seit letzem Jahr nicht mehr mit Farbe übertünche), aber dass die Zeit auch sonst Spuren hinterlässt, ist mir beim täglichen Blick in den Spiegel nie bewusst.
    Liebe Grüße
    Bianca

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