Montag, 29. Juni 2015

~ Vom Matsch gebissen ~

Das erste mal taten wir es hier. Das letzte mal taten wir es hier und dazwischen war auch noch was.

Wir, das heißt die großartige Frau Mohr und ich erwandern den Rheinsteig - Stück für Stück, seit Jahren. Nun liegen zwischen der letzten und der gestrigen Wanderung sage und schreibe 2,5 Jahre. Aber macht nichs, wir tun doch einfach so, als ob es gestern gewesen wäre.

Vor dem Wandern steht natürlich die Verpflegungsherrichtung und ich nutze das, um ein zu besprechendes Kochbuch zu testen und KREIERE den Quinoa-Avocado-Salat, der sich als genüsslich herausstellen wird.


Ich gönne mir die Bahnfahrt bis zu unserem Einstiegspunkt - den Rest chauffiert uns der Herzmann von Frau Mohr bis zu unserem letzten Ausstieg, was jetzt natürlich der Einstieg wird. Verwirrt laufen wir über den Parkplatz, bis wir endlich das Rheinsteigsymbol finden und verlaufen uns nur ein wenig....


Die ersten 12km sind schnell geschrieben. Zu viele Orte, Bundesgartenschaugelände, zu viele Menschen - bäh. Der Rheinsteig ist nicht immer nett zu uns.


Trotzdem zwischendurch ein paar nette Feldblumen... die blauen Blumen müssen unbedingt mit aufs Foto - sagen auch die netten Wanderfrauen, die uns ansprechen. Hallo... falls Ihr nach der lautstarken Werbung von Frau Mohr hier gelandet seid.. ein fröhliches Winken.


Punkt 12.00 Uhr darf es Mittag geben und wir lassen uns auf dem Bundesgartenschaugelände nieder - Vorteile hat das ja auch mit schicken Sitzplätzen. Und gut, wenn man die Kamera beherrscht und Serienfotos beim Selbstauslöser eingestellt hat





Hart erwandern wir den Weg übers Plateau - so viele Menschen, weg da. Nun ja.. das mit dem Selbstauslöser sollten wir noch üben.. aber schön die Köppe abgeschnitten. Bei Frau Mohr gibts das sicherlich mit Köpfen. Aber kopfloses Wandern passt ja vielleicht auch zu uns.



Als wir die Ehrenbreitsteiner Festung - Frau Mohr 16. Jahrhundert - hinter uns gelassen haben, wirds ruhiger und direkt auch anstrengend. Schmaler Pfad, hohe Treppen.. tssss..


Aussicht aufs Rheintal inklusive


Aber erstmal müssen wir runter, um dann wieder auf zu gehen - welch Logik.. aber immer noch Orte.. .immer diese Orte...



Und endlich, da issser, der grüne Rheinsteig und umarmt uns mit Wald, Grün und Bergen... rauf und runter.





Zeit, ne Mohr-Stulle zu essen und Facebook zu checken.


Ja... dieses Schild.... damals - man sollte es nicht meinen, aber das Schild mit dem Eingang zur Ruppertsklamm haben wir bei unserer ersten Wanderung, die genau hier stattfand, übersehen - so nicht heute.


Und so stürzen wir uns ins Abenteuer der Klamm - die Hokas vielleicht nicht die beste Schuhwahl dafür aber ich habs ja überlebt.





In der Klamm wurden wir im übrigen vom Matsch gebissen - so sagte das ein kleiner Junge, der uns begegnete. In Wahrheit waren es Bremsen, die beim feucht-warmen Wetter gerne an meine Oberschenkel sprangen. Blöde Dinge, die... hab ich jetzt wohl noch ein paar Tage was von.

Nach geschätzten 23km (hab meinen Garmin irgendwann mal aus Versehen ausgemacht) spuckte uns die Klamm und der Rheinsteig aus und Olafmylove nahm uns wieder ins sein Gefährt auf. Noch eine nette Begegnung auf der Rückfahrt und eine gute Pastastärkung in der Domstadt mit meinem Liebsten machten den Tag zu einem perfekten. Was will man mehr?

Ach ja... doch.. ich will mehr.. nämlich den nächsten Wandertagtermin mit Frau Mohr - erfrischend für Körper und Seele - garantiert.

Freitag, 26. Juni 2015

~ Aktueller Status ~

Bis vor 1 Minute hatte ich noch nicht den Plan, dazu etwas zu schreiben. Da aber Volker so nett die Besserungswünsche schreibt, geb ich mal ein kurzes Update.

Es ist besser als vor 2 Wochen als der ganze Krempel seinen Höhepunkt erreichte aber es ist nicht besser. Heißt - es ist wieder so, wie vor wenigen Wochen. Akupunktur soll erst nach 5-6 Sitzungen helfen, dann müsste das langsam losgehen. Dienstag wird wieder unter CT gespritzt, diesmal auch an einem anderen Wirbel, man weiß ja nie (hört sich planloser an als es beim Arzt klingt) und heute Abend geht es zum zweiten Kieser-Training. Der Physio kann im Prinzip gar nicht viel machen als entlasten und die Muskulatur ein wenig weich kneten - der geht aber ab nächste Woche in Urlaub.

Im Büro sitzen kann ich, seitdem ich einem Arbeitskollegen den Sitzball geklaut hab. Das hilft wirklich enorm. Die Wirbel sind dadurch scheinbar so entlastet, dass mir ein fast schmerzfreies Sitzen und ungestörtes Arbeiten möglich ist. Sobald ich mich auf den normalen Bürostuhl setze, ist es echt doof.

Also alles steht noch in den Sternen aber die Psyche ist stabil, das ist ja auch nicht ganz unwichtig. Dann freue ich mich doch lieber, dass meine Nichte ihre Bachelor-Arbeit abgegeben hat (Vielen Dank noch mal an alle, die hier von meinem Blog aus mitgemacht haben), rege mich über Veganer-Bashing auf, putze zwischendurch mal Katzenkotze weg (die kotzen aber häufig, wenn sie Haare verlieren) und sehe einem schönen Wochenende entgegen.

Mittwoch, 24. Juni 2015

~ Einfach nur ankreuzen ~

Da ich davon ausgehe - schon rein statistisch -, dass meine meisten Leser hier (auch die, die nicht Kommentieren und gerne einfach mal eine Huhu hinterlassen dürfen) keine Veganer sind, möchte ich an dieser Stelle sagen, dass der folgende Beitrag nicht persönlich zu nehmen ist.

Personen und Handlung sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Ich mag weder Veganer- noch Omnivoren-Bashing und mein Leben als Veganerin ist ja meist total normal. In den Anfangszeiten war das mitnichten so und Personen meiner Umgebung, die sich erst kürzlich zu einer veganen Ernährung entschlossen haben - also quasi Neuveganer (an deren Entscheidung ich ausdrücklich unschuldig bin) - sind immer wohl noch diesen meist ungewollten Fragen- und Antwortspielen unterworfen.

Und bevor hier jemand den Witz bringt: "Woran erkennt man einen Veganer? Er wird es einem sagen." Ja, der ist bekannt und ja, die Leute gibt es. Die letzten 6 Jahre hab ich auf dem veganen Weg eine Menge wunderbarer Menschen getroffen, die wenigsten davon haben das Sendungsbewusstsein, das man der großen Masse unterstellt. Ja klar.. ich thematisiere das ja auch zwischendurch. Aber es ist ein Teil meines Lebens und so lange ich Rezepte poste und meine Umwelt nicht mit (wirklich fürchterlichen) Tierqualfotos oder -videos konfrontiere, möchte ich auch nicht ungefragt mit Omnivorweisheiten belatschert werden und das passiert halt eben von der Seite deutlich mehr ungefragt als anders herum. Ich schwöre beim Leben meines Räuchertofus.

Heute postet mir mein liebster Neffe einen Link auf die Seite des Artgenossen hierzu und ich muss schallend lachen.

Bisher hab ich ja immer Veganer-Bingo empfohlen, wenn sich ein Veganer unwohl vor irgendwelchen Familienfesten fühlte - aber das ist auch eine schöne Form.


Darauf koche ich mir eine schnelle Pfanne mit frischer Rote Bete, Drillingen (nein, das sind Kartoffeln), Rote-Bete-Blättern und Kokosmilch - wenig Zutaten, sehr lecker.



Lacht mit mir und fragt die Veganer gerne die Frage, welche Produkte sie essen - die Frage find ich nämlich gar nicht doof. Auf dem Weg hab ich herausgefunden, dass Portugiese keine Erdmandeln kennen - dabei sind die in Spanien Gang und Gäbe. Sowas.

Dienstag, 23. Juni 2015

~ Gute Laune ~

Seit ein paar Tagen guckt mich jedes mal, wenn ich in unsere Dusche steige, ein neues Duschgel an. Auf dem Duschgel steht "Gute Laune".

Mein erster Gedanke: Mein Bester will mir was sagen. Es ist nämlich so, dass ich in der Tat früh aufstehen, früh aktiv werden und auch früh laufen kann. Aber früh gute Laune haben, das kann ich eher nicht. Dafür benötigt es 2-3 Tassen Kaffee und ne Menge Anlaufzeit.

Mein Bester weiß das - er hat in den unendlichen Jahren häufiger versucht, mich in politische Diskussionen zu verwickeln (was generell schon doof ist, weil ich doch so unpolitisch bin) und dann nach Jahrzehnten verstanden, dass ich das nicht kann und will. So sitzen wir morgens - jeder bei seinem Kaffee - vor dem Rechner, wahlweise Pad, und lesen Zeitung oder Blogs oder so. Unkritische Situation, so kann ich nicht zur Killerin werden. Ich bin also die aus den guten alten Cartoons, die ihre Zeitung vors Gesicht hält und nur hmmm und ahhh brummelt. Nur, dass aus dem Kölner Stadt-Anzeiger jetzt das HP Notebook geworden ist.

Also... was soll mir das Duschgel sagen? Ich drehe und wende es - es ist weder vegan noch fair noch sonstwie ethisch korrekt - das kann nicht für mich veganem Gutmensch gedacht sein. Also ist es seins. Gut, wenn ich früh morgens keine gute Laune hab, dann will er sich wohl so über Wasser halten.

Da frag ich mich doch, was muss ein Duschgel tun, um gute Laune zu verbreiten? Ich meine, das wär ja so, als ob ich mein Auto mit Waschgel "huschhusch" reinige und denke, es fährt danach schneller.

Prickelt es schön auf der Haut und gibt ein gutes Gefühl? Reicht allein der Aufdruck, um gute Laune zu bekommen? Gibt man dafür sein Monatsgehalt aus und ist froh, sich über das nicht vorhandene Geld keine Gedanken mehr machen zu müssen?

Ich werde heute mal was ganz Verrücktes tun. Ich werd ihn einfach fragen.. aber besser heute Abend, wenn ich gute Laune hab.

Sonntag, 21. Juni 2015

~ Ein Kessel Buntes ~

Zum Wandern hats irgendwie nicht gereicht, zu zerstückelt war das Wochenende. Aber Kochen und Backen und Pluten kaufen, das ging so.

Außerdem gings zum Kieser-Probetraining. Dazu sicherlich später in einem gesonderten Post mehr. Nur so viel. Der Trainer: "Ach, von so ein bisschen bekommt man keinen Muskelkater." Haha.. was hab ich? Na klar, Muskelkater.

Aber erstmal muss ich vorwarnen, dass es - nachdem hier ne Hundeserie war - jetzt vielleicht ne Katzenserie folgt. Ich darf ein paar Tage die Nachbarskatze hüten. PV Ihr Name.

Wahrscheinlich finden die anderen das komisch, wenn ich mit Kamera bewaffnet die Wohnung des  Nachbarn betrete. Von Erfolg gekrönt ist das eher wenig. PV, die ja ne ganze Weile allein war, will schmusen und spielen und nicht fotografiert werden.

Aber erstmal hat sie sich entschlossen, ihr Winterfell just in dem Augenblick abzuwerfen, als ich sie berühre. Ich stehe also augenblicklich in einem Wirbel von Katzenhaaren. Die sich sofort mit kleinen Widerborsten an meine komplette Kleidung hängen Da... hab ich den Salat und immer noch kein Foto. Aber auf jeden Fall die Garantie, dass den halben Tag danach die Nase juckt.

Sie lässt sich nur knipsen, wenn sie mit meinem Ihpone spielen darf. Kinder halt.


Das Ausbürsten des Winterfells lässt sie sich gefallen - nicht, dass es ansatzweise was nützen würde. Ich fürchte, die Katze ist nackt, wenn der Nachbar wieder da ist. Aber zumindest gelingt mir noch mal ein Schnappschuss.


Wie begeistert PV über meine Aktionen ist, lässt sich an diesem Photo vermuten... Killerkatze mit extremen Haarausfall und Schmuseattacken.


Ich schwöre, dass ich vor der Backerei fürs Café alle Haare abgepiddelt und die Hände gewaschen hab. Ach ja... das dritte mal in Folge gibt es Rhabarber-Käsekuchen. Aber bald ist die Rhabarberzeit vorbei und dann gibts auch wieder neue Kreationen.


In Ehrenfeld gabs Indoor-Kleinkunst- und Flohmarkt - nix wie hin. Ich erstehe diverse Utensilien, die zwar nicht gebräuchlich aber später mal auf Essens-Fotos auftauchen werden sowie ein paar Upcycling-Schmuckstücke. Was wie vorher nicht wussten ist, dass es noch in einer kleinen Seitenstraße ein Straßenfest war. Nichts Kommerzielles, alles für einen guten Zweck und die Leute hatten ihr Mobiliar nach Draußen geschafft und Nudelsalat und Würstchen gemacht.. nette Atmosphäre. Die Kinder konnten fliegen


... gegen einen geringen Obolus konnte man Schach spielen, was gut genutzt wurde.



.. und DJ Heinz (oder Günther oder so...) spielte coole Mucke.


Dass uns bei unserem Lieblingsitaliener nicht nur der Regen sondern auch ein Jugend-Jazz-Festival überraschte, machte den Tag komplett.



In Köln ist doch immer was los. Und hier meine Schmuckeinkäufe vom Ehrenfeld-Markt. Ohrringe und Ring aus Briefmarken gefertigt. Die passende Briefmarke (hier koreanisch) bekam man mit dazu.



Und Ringe mit alten Knöpfen und Krimskrams verziert.


Teurer Schmuck ist mir nicht wichtig, die Idee find ich gut.

So war es mal wieder ein schönes Wochenende, nur die Bewegung hat gefehlt.

Freitag, 19. Juni 2015

~ Alles beschissen ~

Dem geneigten Blogleser (besonders meinen Eltern), denen jetzt das Herz in die Hose rutscht, will ich direkt die Angst nehmen, dass jetzt wieder ein weiterer Frustpost folgt.

Aber trotzdem gilt: Alles beschissen:

Man könnte ja meinen, dass ich als Veganerin so generell ein tierfreundlicher Mensch bin. Siehste, so kann man sich täuschen. Während Anne ein 1-Zimmer-Appartment untervermietet, bin ich nicht bereit, nur einen Zentimeter meines Heims - auch wenn es der Außenbereich ist - unverzuvermieten. Gerade deshalb finde ich es sehr ärgerlich, wenn die ungebetenen Gäste diesen als Abort nutzen.

Heißt - die Vögel scheißen mir meinen Balkon voll- und zwar sehr gerne schräg gegen die Balkonumrandung oder direkt auf das Geflecht der Balkonbestuhlung. Da ich weder mit Luftgewehr noch mit Elektroschocks den geflügelten Besuchern den Garaus machen möchte, hab ich im letzten Jahr einen Raben gekauft - also einen unechten - und den auf dem Balkon festgemacht.

Die Konsequenz war ein vollgeschissenes Auto am nächsten Tag, was aber wahrscheinlich eher Zufall als Rache war, und ein sauberer Balkon.

Nun soll mal einer sagen, Vögel seien nicht intelligent. Das das schwarze Viech jetzt seit 1 Jahr an gleicher Stelle hockt, hat wohl die ein oder andere Amsel zum Grübeln gebracht. Also bekommen wir in letzter Zeit wieder häufig fedrigen Besuch aber - und ich hab es leider nicht live gesehen - den Vogel im wahrsten Sinne des Wortes hat dieser Piepsmatz abgeschossen und scheisst dem Raben dreist auf das Kunsststoffgefieder. Ob es Mutproben unter Amseln gibt?


Kennt Ihr Nudeln mit Ketchup und gebratenem Schwarzbrot? Ich glaube, das gabs früher als Arme-Leute-Essen und bei uns zu Hause gab es das auch - ob aus finanziellen oder zeitlichen Gründen, weiß ich es jetzt nicht. Aber nachdem ich ja 2 Tage nicht da war, der Kühlschrank leer und die Arbeit heute länger als gedacht, gabs keine große Lust mehr aufs Shoppen und auch nicht aufs Kochen und so gab es High-Carb in rheinischer Form. Ein sehr leckeres Notessen.

Und was ich Euch natürlich auch nicht vorenthalten möchte, ist der Holunder-Gelee nach Hugo-Art - gar nicht mal so schlecht. Freue mich schon, das Wochenendfrühstück damit genießen zu können.
Zu meinem letzten Eintrag kann ich sagen, dass sich seit Dienstag die Situation deutlich verbessert hat. Ich hab nicht dauerhaft Schmerzen und damit ist es wieder viel besser erträglich. Vielleicht hilft ja die Akupunktur jetzt endlich und die nächste Spritze unter CT kann ich mir schenken, das wär schon schön. Das heißt zwar nicht, dass ich morgen wieder loslaufen kann aber ich kann mal für ein paar Stunden das Problem vergessen, wenn ich es nicht permanent spüre. Und dann gehts morgen zum Onkel Kieser - Alte-Leute-Fitness-Studio - aber ich bin ja auch fast alte Leute.

Ich danke Euch allen für die aufmunternden Worte, hat bestimmt auch geholfen. :-)

Dienstag, 16. Juni 2015

~ Stop - and smile ~

Alles nicht immer so einfach.

Wenn man den Arbeitstag unter Schmerzen mehr stehend als sitzend verbracht hat. Die Perspektive, 2 Tage in Sitzungen diese Wahlmöglichkeit nicht zu haben und überhaupt, keine Besserung sondern nur Verschlechterung zu verspüren.

Das nagt auch an dem positivsten Gedanken.

5 Monate schon und weder Physio noch Spritzen noch Akupunktur noch Übungen noch gutes Zureden haben geholfen.

Es gibt viele Tipps aber ich fühl mich ein wenig verloren in den Dingen. Um was zu tun, hab ich mich bei Kieser angemeldet - 6 kostenlose Probetrainings bieten die an. Gezieltes, bewachtes Training, das gibt mir ein gutes Gefühl. Mal schauen, wie schnell das weiter geht.

Dienstreisen versagen mir Physio und Akupunktur für den Rest der Woche. Eigene Übungen traue ich mich gar nicht mehr.

Ich soll mich viel bewegen, sagt der Arzt. Ich hab laut gelacht. Was denn noch?

Und Geduld soll ich haben. Tja...

Wenn ich von Leuten lese, die Probleme haben und einmal zum Arzt oder Physio gehen und danach oder nach 2 Wochen wieder genesen sind, dann könnt ich in den PC schlagen. Nicht falsch verstehen, ich gönn das jedem aber warum nur sind mir immer die langwierigen Dinge beschieden?

Ich weiß, es gibt viel Schlimmeres und ich hab es ja selbst und nah erlebt. Aber das hilft mir manchmal nicht, doch frustriert zu sein.

Heute ist so ein Tag und das muss wohl auch mal so sein. Ich ich hoffe, dass ich morgen wieder denke:



Sonntag, 14. Juni 2015

~ Wanderprise ~

Der Weltraum - unendliche Weiten... Wir schreiben das Jahr 2015. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Wanderprise, das mit seiner 1 Mann starken Besatzung 5 Jahre lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Heimat entfernt, dringt die Wanderprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Genauer gesagt schreiben wir Sonntag früh 7:23 - dies sind die Abenteuer des Kölnpfades, Etappe 10.

Ich bin erstaunt, in diesen Gefilden war ich noch nie unterwegs. Halte ich mich doch nun schon 20 Jahre rund um Köln auf und hab einige Jahre hier ganz in der Nähe von Köln-Wahn gearbeitet. Aber bis auf den Schluss der Wanderung kenne ich nix.

Aber erstmal höre ich ein Rauschen von unbekannten Flugobjekten. Bei näherer Betrachtung sind es Unmengen an Hummeln und Bienen auf einer Blumenwiese. Das höre ich noch häufiger auf der Wanderung. Die feiern im Moment scheinbar Blütenfressfest und pudern ihre Beinchen mit so viel Blütenstaub, wie es eben geht.

Neben diesem schönen Gehöft...


 ...geht die Strecke erstmal ne ganze Weile hier lang. Geradeaus ist für die erste Hälfte der Wanderung sowieso angesagt. Mentale Härte - weniger für mich als für die Astronauten, die den Köln-Pfad Anfang Juli ablaufen - wie gesagt, gedanklich bin ich immer dabei.


Schön ist das hier noch nicht, das ein oder andere schwarze Loch wartet...


aber wenn man genau hinschaut, sieht man dem Dom. Und wo man den Dom sieht, ist immer schön.


Es ist 8.00 Uhr vorbei - jetzt darfs das erste Frühstück sein.


Vorbei an einem Golfplatz voller Wildgänsen und in der Ferne kann ich Dank des klaren Wetters das Siebengebirge sehen. So richtig weit von Bonn bin ich ja auch gar nicht weg. Die Wildkirschen am Rand locken schon mit erster Reife.. ob ich auch Kirschmarmelade kochen soll, frage ich mich.

Und das hier ist kein abstürzendes Flugobjekt sondern Modellflug - schön früh am Morgen mit lautem Motorengeräusch - keine Gefahr für mich, die Schutzschilde werden nicht zerstört.


Und dieses Panorama sehe ich schon seit Kilometern vor mir. Auf der anderen Seite des Rheins, auf den ich zulaufe, befindet sich die Erölchemie. Hier hat mein Vater viele Jahre gearbeitet. Heute ist das Shell und dafür bekannt, dass sie unbemerkt Kerosin ins Erdreich laufen lassen. Jetzt verfügt Wesseling über einen Kerosinsee - unterirdisch. Yipieh!


Aber von solchen Umweltschäden lassen wir uns nicht beeindrucken. Ich schaue lieber den Hummeln bei ihren Blumenbesuchen zu.


Die Brombeerbüsche auf dem Weg explodieren voller Blüten - so toll. Brombeermarmelade, lecker.

Aber erstmal den ersten "Berg" erklimmen. Der Rheindeich und jetzt gehts endlich kurvig und nicht auf Kilometern einsehbar daher.


Kleine Spargelköpfe schauen vorwitzig aus ihrem Beet - nicht mehr lange, dann ist es vorbei mit den weißen und grünen Stangen.


Und endlich, endlich ist er da, der Rhein. Laut Karte gehts jetzt die letzten 8 Kilometer am Rhein lang, ich freue mich drauf.


Mehr aber noch freue ich mich, dass jetzt endlich ein Waldstück kommt. Der Planet brennt doch ordentlich auf den Pelz.


Fremde Lebewesen kreuzen den Weg. Die Geschwindigkeit wird hier in Energiesparglühlampenlichtgeschwindigkeit gemessen. ;-)


Camper haben es sich im Waldgebiet bequem gemacht, was für Oasen so nah an der Stadt.


Und nach 19km komm ich in bekannte Gefilde das Wanderuniversums. Die Groov, eines der schönsten Naherholungsgebiete von Köln, ....


 ...winkt mir von weitem schon mit ihren Biergärten, Fachwerkhäuschen und engen Gassen zu.


Aber ich holte mir nur eine Fassbrause am Imbiss und genieße dazu mein zweites mitgebrachtes Frühstück.

Per Bus werde ich bequem in 9 Minuten zurück an den Ausgangspunkt gebracht. Wunderbare 19km - die ersten nicht schön aber interessant, die letzten wunderschön. - haben mir ein weiteres Bild über meine Stadt gebracht.

Ich bin froh, mit der Wanderprise das neue Universum erkundet zu haben.

To be continued.