Samstag, 29. August 2015

~ Das Sammelsurium der 90er Jahre ~

Ich möchte mich auf dem Weg noch mal bei allen bedanken, die sich zurück ins Jahr 1991 gerückt haben. Teilweise kaum verändert, teilweise zwei unterschiedliche Menschen.

Dabei waren:
Vielleicht folgt ja noch der ein oder andere (Gerd?) und den verewige ich dann hier auch noch in der Hall of Fame.

Jeder einzelne Eintrag hat mir selbst wieder Rückblicke beschert. Vielen Dank fürs Mitmachen, Teilen, Geschichte erzählen.

Und speziell für Lizzy noch ein Leggings-Foto... damals 1992 in Paris. Als ich das Foto sah, erinnerte ich mich an die Schuhe - Stoffschuhe mit riesig-tuffigen Schnürsenkeln. Tsss....


Sonntag, 23. August 2015

~ Versuch macht kluch ~

Oder: Die Ups and Downs* eines Rückenleiden.

*sacht man heute wohl so.

Letzte Woche stehe ich pünktlich um 18.00 Uhr beim Kieser und die Dame hinter Tresen schaut mir sehr erstaunt an. Blöd, wenn man sich mit Serienkalenderfunktion nicht das korrekte Ende der Serie eingetragen hat und nun gar keinen Termin mehr hat.

Ich gerate direkt in Panik, sehe meine winzigen Fortschritte direkt hinfortschwinden. Und fragt mich nicht, ob der Kopf jetzt der Auslöser war oder watt auch immer. Ab Mittwoch hatte ich wieder heftigste Probleme. Freitag musste ich während eines Meetings aufstehen und den Rest stehend zu Ende führen, weil ich es nicht mehr aushalten konnte. Ist es der neue Bürostuhl? War es der Umzug und das Tragen der ein oder anderen (leichten) Kiste oder war es wirklich das fehlende Training?

Freitag dann lässt mich mein Chef netterweise etwas früher gehen, damit ich wieder einen Trainingstermin bekomme und der von mir hier schon als Sado-Maso-Physioterapeut beschriebene Kerl, mit dem ich immer einen sehr netten Umgang hege, begrüßte mich mit den Worten: "Ach super, Sie sind es, da leg ich noch mal ein paar Kilo drauf." und ich entgegne. "Verdammt, bis gerade war es ein guter Tag, das ist nun dahin."

Als ich ihm von meinen wiedergekehrten Rückenschmerzen berichtete, bestätigte er, dass es durchaus sein kann, dass der Rücken den Impuls des Trainings vermisst und anfängt zu meckern.

Nachdem wir die Trainingsrunde beendet hatten (ich bin mittlerweile Weltmeisterin im Beherrschen der Beckenbodenmaschine.. jajaja) bittet er mich noch in einen separaten Folterraum. Meine Angst ist unbegründet, er lockert mir das ISG und zeigt mir ein paar Übungen, wie ich das selbst einrenken kann.

Die Fortsetzung folgt aber um chronologisch zu bleiben, muss möchte ich jetzt ein wenig zum gestrigen Tag  schreiben.

Erstmal gabs Kuchen backen und Salat sortieren fürs Laleli. Schaut mal, sieht das nicht hübsch aus? ab sofort gibts auch Salat to go oder to stay... wie man will. Da ich ja nicht im Café arbeite, bekomme ich das Feedback zu meinen Back- und Koch"künstigen" ja nie live mit. Gestern hab ich mich dann zum Frühstück ins Café begeben und als die Dame neben mir den Quinoa-Salat öffnete und probierte, rutschte mir das Herz in die Hose. Was war ich froh, als sie ihn als lecker bezeichnete. Puh. Schön aussehen ist halt nicht alles.

Dann gings mit dem Liebsten auf zum FC - erstes Heimspiel gegen Wolfsburg.

Wir amüsieren uns immer über die Leute, die schon auf dem Weg zum Spiel Bier in der Hand tragen und trinken. Deshalb gabs zum Geburtstag meines Besten ein FC-Survival-Pack inkl. 2er Dosen Kölsch. Die mussten dann gestern (natürlich bei brütender Hitze) auf dem Weg zum Spiel getrunken werden. Aber wir hatten Spaß oder gerade deswegen?
 
Dieter 80 gesehen, mit dem Pfandsammler noch ein Pläuschchen gehalten, der uns berichtete, dass seine Freundin in Essen wohnt, er über 40 sei und sie jünger (Alter weiß ich nicht mehr) aber ein Kind von ihm erwartet. Ja, das beschäftigte ihn und er hatte auch zu dem Zeitpunkt schon mehr Bier getrunken als wir.
Eine nette Begegnung.

Im Stadion dann eine irre Stimmung - wie immer halt. Man brauch nur die ersten 10 Sekunden anzuschauen. Es gibt wenig Abwechslung im Film. :-)


So.. und jetzt wieder zum Ursprung. Da der Samstag schon wieder völlig ausgeschöpft war und wir uns auch heute noch mal mit Freunden treffen und mein heimatlicher Schreibtisch unter der Last von nicht bezahlten Rechnungen und unsortierten Unterlagen zusammen bricht, muss ich mir dafür mal Zeit nehmen. Die Bügelwäsche wird auch nicht besser vom Rumliegen.

Als nichts mit langer Wanderung aber zumindest ein paar Meter Laufen/Gehen. Zur Abwechslung und weil ich es mal testen wollte, heute mal die Nike Free an die Füße gepackt.

Ziel: 5km immer im Wechsel 1 Minute Laufen, 1 Minuten Gehen. Bis ich am Rhein war, waren schon die ersten 2 Minuten um. Schnell geht das.


Alle haben ihre Bötchen zu Wasser gelassen - ist ja auch schön bei dem Wetter.


Und ich wechsel so vor mich hin - 1 Minute Gehen, 1 Minute Laufen. Meiner nicht mehr vorhandenen Kondition kommt das zu Gute.


Das ist der erste Lauftest, bei dem ich nicht mit dem Kloß zu kämpfen hab, der mir immer wieder die Kehle zuschnürt und mir die Tränen in die Augen treibt, weil es eben nicht besser wird. Nicht, dass ich keine Schmerzen gehabt hätte aber es fühlte sich ganz leicht besser an. Die 5km im Wechsel (müssten knapp 3 km laufend gewesen sein) waren dann auch ausreichend aber taten auch einfach gut.

Auf den letzten Metern noch einen Glückscent gefunden. Wenn das nicht mal ein Zeichen ist.


Zum Abschluss noch ein wenig Gymnastik zu Hause, ich traue mich wieder an Situps und Liegestütz heran und mal schauen, was passiert.

In dem Sinne.. allen einen schönen Sonntag. Und noch mal vielen Dank für die viele Resonanz auf meinen vorherigen Post "Was war los 1991". Bin gespannt, ob noch das ein oder andere Bild auftaucht. :-)

Freitag, 21. August 2015

~ Was war los 1991? ~


"Die Erinnerung ist die einzige Hölle, in die wir schuldlos verdammt sind." Arthur Schnitzler

Das passt zu dem Bild, das ich unbedingt veröffentlichen wollte aber auch zu dem eigentlichen Blogeintrag (oder auch nicht, das war nämlich mitnichten die Hölle).


Da ich weder gelaufen bin noch eine Wanderung stattfand noch etwas Außergewöhnliches in der Küche stattgefunden hat, möchte ich eine Idee bei meinen Bloglesern lostreten und hoffe, auf großflächige Begeisterung und weiteres Mitmachen.

In einem Mailverkehr, in der ich mein Leben 1992 zeigte, kam mir die Idee, ob man das nicht mal über die Blogs verteilen könnte.

Da ich aber von 1992 so wenig Fotos hab, hab ich das auf 1991 verschoben.

Ja, was hab ich 1991 gemacht? Ich hab geheiratet (aber nicht meinen Besten, so viel sei verraten), mein Neffe ist geboren, der Bundestag beschließt mit knapper Mehrheit den Umzug nach Berlin - alles sehr aufregende Ereignisse. Aber die meiste Zeit hab ich (gefühlt) in einem Bus gesessen und bin von Auftritt zu Auftritt gefahren. Tanzen war mein großes Hobby und damit waren die Wochenenden ausgelastet. Noch heute halte ich das für eine bessere Wochenendbeschäftigung als die Nächte in Diskotheken zu verbringen. Aber das ist ja nur meine Erfahrung und meine Wahrheit. Damit wir zwischen den Auftritten nicht verhungerten (war ja körperlich anstrengend), gab es immer genug Proviant. Hier zu sehen - ich glaube, es war Kartoffelsalat.

Es galt, so viel Schminke wie irgend möglich ins Gesicht zu bekommen und Dauerwelle war Pflicht (bin ich ja wieder hin zurückgekommen). Lange Haare im übrigen damals tatsächlich Zwang, damit man sie unter die Kopfbedeckungen bekam. Man beachte die aus den 80ern übriggebliebenen Schulterpolster. Tolle Zeit - meine liebsten Mädels sind heute noch da und meine 2. Familie. Schön das.

So.. was habt Ihr 1991 gemacht? Vielleicht kramt Ihr ja auch mal in de Fotos und postet das auf Eurem Blog. Würd mich freuen. :-)


Sonntag, 16. August 2015

~ Christian zieht um ~

Aber bevor er das tut eine kleine Anmerkung zum Laufen (ist ja eigentlich ein Laufblog.. höhöhö). Heute früh mal 3km im minütigen Wechsel zwischen Laufen und Gehen versucht. Keine Veränderung. Laufen führt sofort zu Schmerzen - der Unterschied könnte sein, dass die Schmerzen schnell weggehen. Mal schauen, ob ich das wiederholt probiere.

Wobei das Wetter ein Traum war und ich auch froh war, an der frischen Luft zu sein. Die kam nämlich in den letzten Tagen zu kurz, wie auch der Schlaf. Bei 15° und Nieselregen war es so extrem erfrischend.


Die letzten Tage waren geprägt durch den Büroumzug. Mein Rücken mochte das gar nicht, dabei hab ich so gut wie nichts getragen. Aber was solls. Das Wichtigste war mir (außer, dass natürlich alles reibungslos funktioniert und wir morgen wieder normal arbeiten können), dass der Christian unbeschadet ins neue Büro kommt. Und so wurde nichts dem Zufall überlassen und er alleine und vorsichtig ins Auto gepackt.

Im neuen Gebäude vor dem Umzug des ganzen Mobiliars etc. dann auf die Seite gestellt. Jetzt muss er nur noch wieder aufgehängt werden. Im Moment steht er auf dem Sideboard mit Blick ins Grüne. Christian hab ich mal vor ein paar Jahren von der wundervollen Frau Mohr erstanden und seitdem ziert er zu meiner Freude mein Büro.







Der Umzug verschaffte mir aber auch die Begegnung im Büro einer anderen Niederlassung, in der ich Freitag zum Arbeiten untergekommen war, während andere Kisten schleppten. Dieser kleine Mops ist der Bürohund und total putzig. Nicht nur, dass er ständig hinterher lief, wenn man in die Küche ging (natürlich nicht ohne eigennützige Absicht). Man hörte ihn auch ständig Schnarchen und Schnaufen. Der arme Kerl bekommt natürlich keine Luft. Als ich mich darüber äußerte, dass man solche Hunde nicht kaufen darf, weil dann deren Zucht weiterhin unterstützt wird, wurde ich gerügt, dass dieser Hund aus dem Tierheim gerettet wurde. Na.. dann darf ich den ja auch weiterhin putzig finden und mich an ihm erfreuen.


Großartig, oder?


Und als letztes Sammelsurium in meiner Wochenübersicht meine Küchentätigkeiten von heute früh. 2 Kirchstreusel und ein Bananenbrot. Alles fürs Büro - einen Kirschkuchen bring ich gleich den IT-Leuten, die (hoffentlich) dafür sorgen, dass morgen alles rund läuft. Dann noch ein Kartoffel-Gurken-Salat fürs Laleli und mein Standardbrotauftrich im Moment (Gurke-Joghurt) - jede Woche ne Gurke im Bio-Abo zwingt mich quasi.. es gibt schlimmere Zwänge. :-)


Der Rest vom Sonntag kann kommen, nachdem ich Kuchen- und Salattaxi gespielt hab - vielleicht noch das Spiel vom FC? Wer weiß.

Euch auch einen schönen Restsonntag.

Dienstag, 11. August 2015

~ Was macht man mit einem Monster? ~

Vor fast 2 Wochen fand dieses Monster den Weg in meine Wohnung. Knapp 3.000 g Zucchini in einer Portion. Für einen 2-Personen-Haushalt, in dem 50 Prozent (ich erwähnte es) keine Zucchini mögen, ein unglaubliches Unterfangen.

Ich danke meinen Kollegen für ihre Mitarbeit an dieser Stelle.


Als Erstes gabs einen extrem saftigen und sehr leckeren Zucchini-Schokoladen-Kuchen. Wow! So saftig.


Meine absolute Liebinglings-Foodbloggerin Lea Green veröffentlichte zur richtigen Zeit, diese Zoodle - Zucchini-Basilikum-Sommer-Quiche





Verlinkt von Frau Mohr aus dem Mohrblog war dieser Blog, dem ich diese extrem leckeren Köfte zu verdanken hab. Ich hab sie pur mit einem veganen Tzatziki genossen.
 


Zwischendurch gabs eine schnelle Gemüse-Zucchini-Pfanne.


Einen Kartoffelsalat mit Zucchini, Kreuzkümmel und Sesam (mein Standardkartoffelsalat).


Gestern dann einen Zucchini-Erbsen-Tortellini-Auflauf mit Käsesauce. Diese Käsesauce weilt schon ne ganze Weile durch die Vegan-Box in meiner Vorratsammer - zu Unrecht. Sie war in der Tat lecker und wird weiter für solche Projekte verarbeitet werden.


Und heute aus dem Kochbuch von o.g. Lea Green noch die Leas Lieblings-GemüseMuffins. Sooo lecker.


Und wie Ihr im Hintergrund seht - immer noch 200g Zucchini übrig. Die wandert morgen endgültig erneut für eine Gemüsepfanne in selbiger. Done! Danke liebe Biene fürs Geschenk - danke liebes Netz und liebe Kochbuchautoren für die Inspirationen.
La courgette est mort, vive les courgettes. (Kein Anspruch auch Richtigkeit.. soll heißen: Die Zucchini ist tot, es lebe die Zucchini).

Sonntag, 9. August 2015

~ Wanderweiberpremiere: Die 16,3 von Odenthal-Altenberg ~

Heute ein Gastbeitrag der wunderbaren Marion alias Hechta Schmitz oder alias irgendwas mit Montana... Love you, meine Spießerfreundin!

Sonntag, 2.8., zwölf Uhr undenbisschen: Die Mittagssonne lacht bei muckeligen mindestens 25° vom knatschblauen Himmel über´m Bergischen, als ich mit fast keiner Verspätung auf den Wanderparkplatz Schöllerhof rolle. Auf dem Beifahrersitz kippeln unternehmungslustig meine Wanderstiefel, direkt daneben das sorgfälig gepackte 25-Liter- Daypack. 
Schabbvorfreude. 

Heute isset soweit: Anja und ich gehen wandern. - Wer uns beide schon ein paar Tage länger kennt, wird sich ein nach innen geschmunzeltes „Wer hätte das gedacht..?“ kaum verkneifen können. 

Weiter vorne sehe ich ein paar leuchtendgelbe Laufschuhe mit Jeansshorts drüber - da is dat Wicht! Also flugs Karre abstellen und los. Abstellen scheint erstmal gar nicht sooo einfach, et is gerammelt voll hier. Aber dann habbich Glück. Im Rennen um den einzigen gerade freiwerdenen Parkplatz verweise ich einen Mitbewerber mit gleichermaßen freundlichen wie eindeutigen Zeichen zurück auf seine Warteposition und packe mein kleines Auto dankbar in die Lücke. 

Nach einem kurzen Abgleich mit Anja´s Wanderausrüstung - leichte Hokas an den Füßen, Shorts, Shirt, 5-Liter-Laufrucksäckchen, die EOS locker um den Hals baumelnd - nehme ich kleine Anpassungen auch an meinem Unterwegszeug vor. 

Foto Marion
Ich entscheide mich zum Beispiel, anstelle der wohl etwas übertriebenen Wanderstiefel ebenfalls auf meine Laufschuhe zu vertrauen - immerhin steht da sogar was von Trail drauf, das sollte genügen. Flott die Innensohle tauschen, und die Stiefel bleiben in der Karre - gut. Auch der Wanderführer (ach, Du hast den gleichen..?) fliegt wieder raus aus dem Daypack, ebenso wie eine zweite Tupperdose Müslibrocken. Mit einem weiteren gezielten Handgriff fische ich räuspernd meine Regenjacke von ganz unten zwischen einem Wollpulli und einer Fleeceweste heraus und lasse auch die etwas verschämt wieder ins Auto segeln. 
OK, wir können. - 16,3 Km durchs Bergische. Für Anja ein längerer Spaziergang, für mich die große Tour. 

Auf geht´s! - Erfreulich zügig auch auf dem richtigen Weg, denn lästiges Suchen nach dem Einstieg bleibt uns komplett erspart. Die schlaue Frau hat die Route als GPS-Track auf der Laufuhr. Schbinbegeistert. Kein Rumgerate über die Strecke, kein stirnrunzelndes Kopfschütteln, weil eine Kennzeichnung plötzlich endet oder in wirrem Schilderpuzzle mündet. Zwischendurch pfeift uns der digitale kleine Racker zurück auf die Spur, und so können wir einfach gehen und genießen.

Wie inzwischen schon oft erlebt beim Wandern, finde ich es auf belustigende Weise irritierend, wie spektakulär sehens- und fotografierenswert mir vieles erscheint. Ich bin ein Kind vom Dorf. Wald. Wiese. See. Bach. - Kennichalles. Fandich langweilig früher. Und heute bin ich komplett geflasht, als ich durch den Wald laufe und außer uns, ein paar halbdösenden Vögeln und einem beschaulich vor sich hin fließenden Bächchen ganz oft garnix höre. 
Boah, wat is dat schön, ich fühle ich großartig…!  

Einen winzigen Dämpfer bekommt mein Hochgefühl, als ein paar komplett austrainierte (ein bisschen übertrieben eigentlich..) Mountainbikermädels freundlich grüßend an uns vorbeiradeln, neben denen ich mich ein wenig adipös fühle. Gut, dass die schnell außer Sicht sind. Der Anblick ist einer eher kurzgeratenen Frau, deren Körpermitte derzeit eine eher hobbitmäßige Entwicklung aufweist, nu wirklich nicht lange zuzumuten. 

Foto Marion
Apropos Essen. 
Wir werden zwar heute abend zum krönenden Abschluss schön bei Bunte Burger aufschlagen, aber bis dahin isset noch lang. Und drum haben wir einen klitzekleinen, spartanischen Snack (Anjas Schokokuchen, Marke „LeiderGeil“, 2 Sorten Müslibrocken, wir sind ja schließlich auch irgendwie beim Spocht, ein Düppen mit Melone, ein Düppen mit Träubchen) dabei, um gegen den allerschlimmsten Unterzucker gewappnet zu sein. 
Ein gaaanz kleines bisschen davon testen wir nach vielleicht 4 Km bei einem frühen kurzen Boxenstopp, als mir der Magen auf Kniehöhe hängt. Und das nächste, größere bisschen, folgt, als wir nach gut halber Strecke an der „Rausmühle" mit gemütlichem Biergarten eine entspannte Rast samt kühlen Kaltgetränken einlegen. Die Biergärtnerin begrüßt uns „liebreizende Damen“ ausgesprochen herzlich, es gibt Leckereien, es gibt Platz für alle, keiner schubst, keiner nervt, alles ist grande. Und das an einem Sonntag bei bestem Wetter und an einem solchen Platz: Hämmerschen!!! - Sagte ich schon, dass ich begeistert bin..?
Frisch gestärkt und Näschen gepudert gehts weiter. Die Tour bleibt über die ganze Strecke schlicht und ergreifend großartig. Naja, eigentlich sind´s ja nur ein paar olle Bäume und Wiesen und Schäfchen und so. Natur halt. Is ja immer da, so what..? Und uneigentlich: Auf die beste Weise guttuend unspektakulär, die geht. 

Foto Marion
So mag ich das: Gedankenpfützenspringen, Gehen, Reden oder Klappe halten, bisi in die Gegend gucken hier, bisi Schäfchen fotografieren da: Schön isset. Nix ändern. 
Am Ende der 16 hätte ich gut und gerne noch bisi weiter gewollt, so gut geht´s mir grad beim Wandern, aber die Aussicht auf lecker Burger und ein „das machen wir mal wieder!“ stimmt mich ausgesprochen zufrieden, und so soll´s das für heute gewesen sein im Oberbergischen. 

Schön haben die dat hier. Bin froh, dass ich das jetzt  auch - wieder;-) - weiß.

Liebste Marion, besten Dank für diesen wunderbaren Bericht. Ich denke, wir sind ein Wander-Dream-Team - wer hätte das damals gedacht.. ich wollte Dich ja nicht. Hahaha... da wär meinem Leben aber echt watt durch die Lappen gegangen. 


Samstag, 1. August 2015

~ In 80 Tagen um die Welt ~

.. oder in 9 Etappen rund um Köln.

Nun, das ist jetzt auch nicht wirklich ne Überraschung. Ich habs getan, ich habs geschafft. Ich hab Köln umrundet. Den Kölnpfad hab ich voll gemacht. 171 Kilometer, ich schätze mal, dass es 34 Gesamtstunden waren.

Das Beste an der heutigen Tour war, dass ich von zu Hause losgehen konnte. Mit den Resten vom gestrigen Besuch die Stulle gemacht und etwas verspätet (weil es gestern spät war) auf den Weg gemacht.

Als ich zum Rhein komme, kreuzt gerade ein Schiff, also ein Kreuzfahrtschiff und die Schwäne wackeln lässig auf den Wellen. Die Fähre.. nun ja, neben Roberta wohl einer meiner meist fotografierten Objekte. Hier muss ich rüber.. da ist er direkt, der Kölnpfad.



Ich wandere - 2m neben dem offiziellen Pfad aber eben deutlich tiefer - an der Hochwasserschutzmauer lang, immer den Rhein im Blick.


Rüstige Renter auf rostigen Rädern (nun ja, das rostig ist natürlich Quatsch, liest sich aber besser) radeln fröhlich an mir vorbei.

Einmal ein Foto meines Lieblingsgartens. Nicht ansatzweise kann ich dieses tolle Arrangement im Foto festhalten. Wie viel Liebe und Arbeit steckt darin.


Die vor Wochen ausgebüxten Pferde sind wieder sich auf ihrer Weide.

 
Diese schöne Kirche ziert Rheinkassel - wirklich malerisch hier an der anderen Seite des Wassers.


Ein wenig später komme ich am Campingplatz vorbei und wundere mich über die dunkel gekleidete Frau, die hier lang geht - das Amphi-Festival - also das Kölner Festival der Gothic Fans - fand doch letzte Woche schon statt. Der Campingwagen mit dem Aufdruck "Mittelalter-Märkte" fällt auf und schon sehe ich mittelalterlich gekleidete Personen an ihren Zelten. Oha... hier scheint was zu Gange zu sein. Dass das meine Wanderpläne ein wenig behindern wird, ahne ich an der Stelle noch nicht.

Und dann ist unser Sorgenkind auch schon wieder im Blick, die Leverkusener Brücke. Hier biege ich ab Richtung Fühllinger See.


Mit Blick auf Maisfelder, den Ford-Werken und den großen Schildern die mich aufklären, dass hier scheinbar ein großes Mittelalter-Festival am Fühlinger See stattfindet. Ok, das erklärt ein wenig etwas.

Am See angekommen, begrüßen mich auch hier die weißen Wasservögel.

So.. oder


so!


Von allen Seiten strömen teilweise kunstvoll (teilweise billig) verkleidete Menschen Richtung See.. das scheint was Größeres zu sein.

Und hier sieht man erste Ausläufer - Zelte für das Mittelalter-Festival... Problem: Das da an den Zelten ist der Kölnpfad, also MEIN Weg.


Dem folgend laufe ich dann irgendwann an Absperrgitter und muss meinen Weg verlassen - hier komm ich nicht rein.

Erstmal aber folge ich dem Strom und überlege, einfach Eintritt zu bezahlen und meinen Pfad hier lang zu laufen. Bietet sicherlich Interessantes und viele Fotomotive. Aber die Schlange ist mir deutlich zu lang.


Also gehe ich längs der Gitter und fotografiere durch die Gott sei Dank großen Zwischenräume. Hier kann man ein wenig erahnen, wie riesig die Fläche des Festivals ist.


Zwischenzeitlich komme ich an mehreren anderen Eingängen lang, die anscheinend Insider-Wissen benötigen. Hier ist nix los und ich kann einen Blick auf die Eintrittspreise erhaschen. Ok, 20,00 Euro für einen Spaziergang wäre mir dann wohl auch ein wenig viel gewesen.

Und so passiert es, dass einem mitten im Wald irgendwelche Phantasiefiguren, Mägde und ihre Kinder oder auch düster gekleidete Gestalten begegnen. Bezahlt hab ich ja nix aber bekommen hab ich viel - nur nicht meinen Kölnpfad sondern die Pferderennbahn durch den Wald - lässt sich nicht so klasse gehen. Geschätzte 2km ist der Umweg.

Mein Restepicknick aus über gebliebenem Baguette und Tofu Rosso. Kaut sich am Tag 1 nach Backtag etwas schwerer, schmeckt aber noch.


Lange, noch lange verfolgt mich die Musik vom Fest, als ich durch die Grünanlagen des Pfades laufe.


Aber auch irgendwann ist die schönste Grünfläche vorbei und - die Gegend kenn ich ja gut - es muss zwangsläufig Industrie auf mich warten. Wenn sie aber so schön riecht wie der Bereich um die Großbäckerei, dann lässt sich das verknusern.

Dafür bekommt man aber auch so etwas zu Sehen... 


Oder so etwas...


Und dann auch noch der Blick auf Aspirin-City!


 Über die Brücke des Niehler Hafens in diesen rein bzw. an diesem lang.


Gibt auch das immer guten Perspektiven für ein Foto.


Während sich hinter den Auen die Leute bei dem schönen Wetter ein Sonnenplätzchen suchen. Bloß nicht schwimmen gehen... bitte.


 Über die Mülheimer Brücke, dem Dom hier schon recht nahe, gehts jetzt wirklich dem Ende zu.


Noch den Touristen auf ihren Bötchen auf den Kopf spucken und noch mal das Kölnpfad-Zeichen ablichten.


Und schon bin ich am Kiosk, mit dem meine Wanderung anfing. Hier warte ich sage und schreibe ne 40 Minuten auf mein Heimtaxi. Aber das ist eine andere Geschichte.


Nun ist der nach meiner letzten Etappe von ca. 20km vorbei - der Kölnpfad. Viel Spaß hat er mir gemacht. Es wird mir hier in der Gegend nicht an weiteren Wanderpfaden mangeln aber es war mir eine große Freude, diesen hier um meine Lieblingsstadt zu gehen. Nicht jede Ecke war schön aber gesamt eine Wanderung, die deutlich grüner und schöner ist, als man sie bei einer Großstadt erwartet.

Und so gilt... seid morgen wieder dabei, wenn es heißt: "Heute ist Wandertag". Diesmal dann aber im Bergischen Land.