Mittwoch, 30. September 2015

~ Sonntag früh ~

Es trug sich zu am vergangenen Sonntag früh. Da dachte sich die kleine Frau, wenn 1 Minuten Laufen, 1 Minute Gehen funktioniert, dann probieren wir doch mal 1 Kilometer Laufen, 1 Kilometer Gehen.

Beim ersten Laufkilometer (schnaufend) stoße ich an den Rhein, der herbstlich vor sich hin dampft. Dieses Szenario ist immer wieder toll.



Beim zweiten Kilometer Gehen dampfen dann auch die Wiesen, über denen die Sonne aufgeht. Es ist frisch, ich hätte noch Handschuhe anziehen können (beim Gehen fehlen sie, nicht beim Laufen.).


Beim 3. Kilometer Laufen kommen diese Schiffe durch den Nebel gefahren, der Schmerz wird stärker.


Beim 4. Kilometer Gehen der Blick in der Morgensonne auf den Rhein - es ist immer noch frisch.


Der 5. Laufkilometer folgt später als das Bild hier, die Morgensonne strahlt aus den Fenstern des Ausflugsschiffs, das von Köln Richtung Düsseldorf fährt (hat sich bestimmt verfahren).


Die Erkenntnis. Obwohl sich generell die Situation verbessert hat und ich im Alltag zwar täglich aber aushaltbare Schmerzen bzw. Einstrahlungen hab: Laufen kann ich nicht ansatzweise besser als im Januar. 9 Monate und keine der Maßnahmen hat wirklich geholfen. Ich fange an, gedanklich die Laufschuhe an den Nagel zu hängen. Was anderes fällt mir nicht ein, wenn schon x Ärzte und y Physios an mir rumgemacht haben. Die Bandscheibe ist nach den meisten Einschätzungen nicht das Problem. Das ISG soll es sein, dass sich trotz der Physios/Ärzte und meinen Einrenkungen immer verschiebt. Pffft...

Montag, 28. September 2015

~ Blumen-...äh Blutmond ~

Wenn Blumenmond nicht den Blutmond zum Blogeintrag bringt, dann weiß ich es auch nicht.

Um 3.00 Uhr nachts schon den Blick in den Himmel - der Mond nur eine Sichel - oha, es geht los. Um 4.30 Uhr hielt es mich nicht mehr im Bett - ein Blick aufs Smartphone, das liegt in den Genen, meine Nichte auch schon startbereit.

Über das Nachtgewand die Fleecejacke geworfen, das bereitgelegte Stativ in Stellung gebracht und los ging das Spekakel um den roten Mond.


Ich spiele mit der Kamera, ich mache Fehler, ich verzweifel nicht. Ein paar Fotos sind gelungen und die nicht gelungenen Fotos haben mich gelehrt, worauf ich beim nächsten mal (also ca. in 30 Jahren) achten soll. Ich schließe Frieden mit meinem Ehrgeiz  - eine gute Erkenntnis.

Dazu ausnahmsweise mal ein Gedicht auf meiner Seite:


Sonntag, 27. September 2015

~ Wer hat an der Uhr gedreht? ~

Ist es wirklich schon so spät?

Eine Woche zurück im Arbeitsleben, eine Woche zurück im Sozialleben. Ich weiß nicht, wo die Zeit geblieben ist und ich komme weder dazu, den Blog zu füttern noch bei anderen zu lesen, wie ich es sonst gerne tue. Da muss ich aber ein wenig Gas raus nehmen, das wird sonst übel enden.

Ein paar Sachen hab ich zu posten und mich entschlossen, das chronologisch durcheinander (ich bin ja sowas von ein Revoluzzer) aufzuschreiben, wie es passt. Auch die nächste Woche hat schon wieder viel auf Lager. Vielleicht muss ich ja das ein oder andere mal für mich behalten. Fällt mir ja schwer. ;-)

Was gabs? Es gab unter anderem das Veggie-Fest in Solingen, das nun zum 3. mal von Kochen ohne Knochen ausgerichtet wird. Ich durfte unseren Stand vom Laleli mit Backwerk bestücken (das war vielleicht ein Marathon - 3 x Hefeschnecken und einmal Käsekuchen und alles musste bis 11.00 Uhr fertig sein) und am Stand von KOK Dienst machen (wobei ich da mehr physisch zugegen war als dass ich wirklich etwas getan hab). Hauptsächlich bin ich rundgezogen und hab Fotos gemacht und mich mit unterschiedlichsten Belichtungssituationen zurecht finden müssen. Neee.. watt muss man sich da konzentrieren.


Aber zurück zum Fest. Es gab prominente Unterstützung von Björn Moschinski (wer in der veganen Welt nicht so unterwegs ist, das ist so ein Jamie Oliver des veganen Kochens... ja, es gibt noch andere Köche außer Attila Hiltmann), Simone Sombecki (die im reellen Leben noch sympatischere Moderation von Tiere suchen ein zu Hause im WDR), Dr. Markus Keller, einem Ernährungswissenschaftler (dufter Typ) und mehreren andere Buchautoren im Umfeld des veganen Lebens.

Es gab ne Menge FressEssstände, der liebe Erik von Signor-Verde versorgte uns mit leckerem Kaffee. Es gab viele Vorträge, jede Menge Klamotten, Schuhe, Kosmetik, Süßkram.. alles, was das vegane Herz so begehrt. Bezeichnend für mich: Ich hab nix gekauft außer ne türkische Pizza, Currywurst Pommes und ein wenig Zwiebelfleisch gegessen. Die Brötchen mit Christels Mett nicht zu vergessen. Ich hab alles, was ich im veganen Leben brauche, so verlockend die Angebote waren. Ach doch... eine Mütze von Sea Sheapard hätte ich gernde gehabt aber die haben mir die anwesenden Kinder weggekauft.

















Mit ca. 1.000 Besuchern (hab ich gehört) eine durchaus gelungene, gut besuchte und sehr angenehme Veranstaltung. Ich bin froh, dass ich ein Teil dessen sein durfte.

Jetzt aber einfach ein paar Fotos...







So war der Samstag... wir lesen uns die Tage.

Montag, 21. September 2015

~ Nicht mit mir... ~

Wenn ich aus dem Urlaub zurück komme, vor der Eingangstür stehe und den Schlüssel im Schloss umdrehe, dann bin ich immer froh, wenn noch alles an seinem Platz ist und nicht jemand die Zeit der Abwesenheit für Unfug genutzt hat.

Das ich aber nach dem Urlaub über mehr verfüge als vorher, damit hab ich nicht gerechnet. Es gibt nämlich neue Untermieter. Die haben die 2 Wochen Abwesenheit ausgenutzt, mit der ganzen Familie in unsere Küchenschrank, genauer gesagt in die Weizenkleie einzuziehen. Mehlmotten.

Als die erste Motte mich freundlich aus dem Waschbecken begrüßt ahne ich es schon, hoffe aber noch auf Irrtum. Als dann links und rechts und vor allen Dingen beim Öffnen des Küchenschrankes weitere Familienmitglieder entgegen schwirren, weiß ich, es ist so weit.

Ich frage nach Gehaltsnachweis, Mietvertrag, Wohnberechtigungsschein - nix können sie mir vorlegen außer der Tatsache, dass das Glas der Weizenkleie leicht geöffnet und damit zum Wohnen eingeladen hat.

Da kann ich so vegan sein wie ich will. Wenn man sich bei mir nicht ordentlich anmeldet und nach Unterkunft fragt, wird man rausgeschmissen, so einfach ist das - oder nicht?

Auf jeden Fall fliegen alle offenen Lebensmittel in das schwarze Behältnis vor unserer Haustür - samt Bewohner. Die, die es schaffen, vorher noch in die Lüfte zu fliegen oder aber sich schon eine Zweitwohnung im benachbarten Küchenschrank anschauen, werden - ja, ich muss es so sagen - von mir umgebracht. So... so weit vegan, sag ich nur. Naja, Küchenschrank ausgewischt und ALLE Lebensmittel für ein paar Stunden in den Gefrierschrank. Eigentlich hatte ich mir die Urlaubsrückkehr anders vorgestellt.

Meine Lebensmittel teile ich nur freiwillig, nicht gezwungenermaßen.

Seit mal eine Kollegen vor 30 Jahren!!! eine ganze Armee dieser nicht so possierlichen Tierchen hatte und die nicht weg bekam, hab ich Horror vor diesen Mietnomaden. Fast alle Lebensmittel (Getreide, Gewürze etc.) sind in verschlossenen Behältern eingetuppert, eingedreht o.ä.  Aber wie man sieht, nützt nix.

So... was tun? Abwarten und Tee trinken? Ach neee.. hab ja keinen Tee mehr, hab ich ja gestern alles weggeschmissen.

Googeln? Ganz blöde Idee. Aber ich weiß, es gibt eine angeblich wirksame Methode: Schlupfwespen.

Also bestell ich mir Schlupfwespen. Wie versprochen, sind die am nächsten Tag da. 4 Briefchen mit Hunderten von diesen noch ungeschlüpften Wespen. Die legt man dann in die Nähe der Lebensmittel und lässt sie arbeiten. Sie fressen die Maden der Mehlmotte (falls welche da sind - ich mache mir vor, die Motten noch rechtzeitig entdeckt zu haben) und ersticken so das Problem im Keim.

Ich hab keine Vorstellung, wie eine Schlupfwespe aussieht - angeblich ist sie klein, verhungert, wenn sie keine Maden findet und zerfällt zu Staub. Aha! Ich lege also die lustigen Briefchen in die Schränke und warte ab. Ich stelle mir vor, wie die Wespen in diesen Briefchen aufwachen, sich den Ausgang suchen und orientieren. Ohh... ich lauf mal zu den Müslieriegeln, da ist immer was zu holen. Ich nehm mir lieber die Schokolade vor, da laufen die Mehlmotten ja auch gerne mal vor.

Mir Argusaugen beobachte ich das Geschehen und tatsächlich, heute früh, sehe ich so kleine schwarze Punkte durch den Schrank flitzen. Ist gar nicht ihhh, wie ich es mir vorgestellt hab. Die sind so super winzig. Nun hoffe ich, dass sie ihr Werk verrichten. Ich hab noch mal zum Appell geblasen, ihnen den Feind vorgestellt und sie gebeten, ihn nicht lebendig sondern nur tot zu bringen oder besser mit Haut und Haar aufzufressen.

Ist das vegan? Wahrscheinlich nicht aber wenn jemand an meine Lebensmittel geht, dann hört der vegane Spaß auf. Echt jetzt mal.

Sonntag, 20. September 2015

~ Watte-Wolken ~

Eigentlich wollte ich ja nach dem Urlaub über etwas anderes schreiben, über neue Gäste in der Wohnung. Aber das hat noch Zeit.

Antworte ich doch lieber aus akutem Wolken-Anlass auf Doris Post.

Eine 5km-Runde - 1 Minute Laufen, 1 Minute Gehen - dabei sahen die Wolken, die über dem Kohlekraftwerk ausgespuckt werden, so aus, als ob sich die riesige untere Wolke aus dem Kraftwerk ergibt. Das glaube ich aber nicht sondern geht wohl nur ineinander über.


Dann wunderbare feine Wattewölkchen.


Und die hier im Hintergrund sehen ziemlich unecht aus, waren aber genau so angebracht.


Und ja, wo komm ich her und wo will ich hin, liebe Doris? :-)


Zum Laufen an sich schreib ich nix außer, dass mich 1 Minute Laufen und 1 Minute Gehen über 5km schon an meine Grenze der Kondition bringt. War ich halt nicht so fleissig wie Margitta, während der noch andauernden Laufpause. Aber sollte es irgendwann so weit sein, dann wird das mit der Kondition schon wieder kommen.

Und beim nächsten Eintrag heißt es... "wie vegan darf es sein.. nicht nur für Veganer".

Donnerstag, 17. September 2015

~ Urlaubsgrüße aus Island ~

Da sind wir wieder. Zurück von einer wunderbaren Reise nach Island.

Ein Traum in 4 Worten: Vulkane, Gletscher, Wasserfälle, Moos.

Natürlich gibts auch wieder den Reiseblog. Viele Worte, noch mehr Bilder und auf meinem Rechner schlummern noch so viele. Jeden Tag die Qual der Wahl, welche schönen Ausblicke auf Island ich zeigen möchte. Es ist einfach zu viel und trotzdem beschränkt es sich letztendlich im Resultat wieder auf Vulkane, Gletscher, Wasserfälle und Moos.

Wer also Lust hat und die nächsten Stunden nichts vor, der kann sich gerne hier einfach nur die Bilder anschauen oder mein Geschwurbsel dazu durchlesen. Wie immer der Kommentar: Der Blog dient hauptsächlich für mich als Reisetagebuch. Aber natürlich freue ich mich über jeden Besuch und jeden Kommentar, iss ja klar.

Also... Grüße aus einem wunderbaren Land oder von einer traumhaften Insel:


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