Dienstag, 26. April 2016

~ Blaue Stunde ~

"Der Begriff blaue Stunde bezieht sich auf die besondere Färbung des Himmels während der Zeit der Dämmerung nach Sonnenuntergang und vor Eintritt der nächtlichen Dunkelheit. Besonders geprägt wurde der Begriff von Schriftstellern und Dichtern, die ihn häufig mit melancholischen Gefühlen assoziieren. Dieselbe Färbung ist auch während der Morgendämmerung zu sehen, allerdings wird der Begriff in diesem Zusammenhang seltener verwendet. Das Blau des Himmels hat eine andere spektrale Zusammensetzung, da es auf eine andere physikalische Ursache als bei Tage zurückzuführen ist. Während der blauen Stunde besitzt dieser tiefblaue Himmel etwa dieselbe Helligkeit wie das künstliche Licht von Gebäude- und Straßenbeleuchtungen." Zitat: Wikipedia

Die blaue Stunde existiert eben auch in der Morgendämmerung, was meine Fotos eindeutig beweisen. Durch meine Laufunfähigkeit hab ich sie ja nicht so vermisst, die Möglichkeit, bei Tageslicht am frühen Morgen zu laufen. Aber nun kann ich wieder und prompt ist auch das Licht wieder da. Zumindest gibt es sich Mühe.

Durch meinen aktuell noch beschränkten Wirkungskreis folgen immer wieder die gleichen Motive. Ich finde es ja trotzdem interessant, wie unterschiedlich das aussehen kann.


Sonntag hatte ich meine Playlists, die schon Jahre alt sind, überarbeitet. Die Playlist "Power" schreit mich direkt mit "Jonny Walker" von Westernhagen an. Soso.. und das am frühen Morgen.

Während bei der ersten Fährfahrt die Menschen zur Arbeit schwimmen, singe ich gemeinsam mit Marius den Alkohol an.


Auf den Schiffen, die hier geankert haben, zeigen sich auch schon erste Aktivitäten der Crew.


Während der Mond noch eindeutig am Himmel zu erkennen ist.


Dann den Bogen über den Deich gedreht und fast am Ende meiner Runde zeigt sich schon in den Wolken die Reflektion der aufgehenden Sonne.


Kleine 5km, ich darf es nicht übertreiben.

Die Luft war so schön klar, der Regen hatte noch nicht eingesetzt. Es war ein schöner Beginn in einen Montag Morgen.

Sonntag, 24. April 2016

~ Was passt alles in einen Samstag ~

Fußball, Vegan Bake Sale, Laufen, Essen gehen... alles passt in einen Samstag.

Die Nacht so kurz, war ich doch Freitag mal wieder zum Mädels-Abend weg. Um 10.00 Uhr muss ich gestiefelt und gespornt mit Apfel-Knusper-Muffins in Solingen am Stand sein. Aber einen kleinen Lauf möchte ich auch noch absolvieren.

Also ab in die Hokas und raus an den Rhein - es tröpfelt ein wenig und kurz hatte ich überlegt, den Lauf auf Sonntag zu verschieben. Aber hey.. ich bin doch diejenige, die gerne im Regen läuft. Muss mir nur wieder dran gewöhnen.

Das Grün ist überall so satt, so fett, so Frühling halt. Die Angler halten es am Rhein auch bei Regen aus.



Ich nehme den Weg zurück durch den Nachbarort mit seinem kleinen schnuckligen alten Ortskern. Auch hier der Frühling mit blühenden Bäumen. Es juckt ein wenig in der Nase in dieser Jahreszeit aber das nehm ich für den Anblick der explodierenden Natur so gern in Kauf.


Vorbei an der Autobahnunterführung, die immer wieder mit neuen und, wie ich finde, kunstvollen Graffiti besprüht wird. Und wenn das mal nicht Prince ist oder sein kann, der xte Top-Musiker, der viel zu früh in diesem Jahr von uns gegangen ist. Ich freue mich über das Graffiti und verneige mich innerlich.


Um auf meine 7km, die ich haben wollte, zu kommen, schlage ich noch mal einen Haken zurück zum Rhein. Es wird abends dort gefeiert und leider wird alles zurückgelassen. Wie immer, so traurig.


Vor lauter schönen Eindrücken und meinem Kampf mit Facebook wg. der Posts fürs Café komme ich zeitlich total durcheinander und muss feststellen, dass ich mich, wenn ich denn genug Muffins mitnehmen will, um 30 Minuten verspäte. Kann ich ja gar nicht ab... ich bin die Pünktlichkeit in Person .. ich ärgere mich.

Das verfliegt am Stand schnell. Es wurde wieder viel gebacken und als besonders herausragend möchte ich gerne diese kleinen Miniburger mit Kichererbsen-Patties zeigen, die unsere Franzi kreiert hat und die sehr lecker waren.


Aber nicht zu viel Zeit ins Land gehen lassen, der FC benötigt heute unsere Unterstützung. Der junge Mann in der Mitte hat sein Debüt im Stadion.


Vor Beginn noch ein Kaltgetränk.


Brille auf, damit man auch was auf dem Spielfeld sieht.


Und mit 4:1 gewinnt der FC in einem tollen Spiel! 


Gestärkt wird sich noch mit einem herzhaften Crépes und um 22.00 Uhr liege ich platt wie ne Flunder von so nem vollgepackten Tag im Bett.

Aber 7km gelaufen, die Kondition kommt zurück, gebacken und FC angefeuert und gut gegessen. Was will man mehr von einem Samstag.

Dienstag, 19. April 2016

~ Ungeübt ~

Da muss ich mich ja wieder erst dran gewöhnen, dass Laufen zum Alltag gehört. Morgens ist es noch dunkel und es ist so schade, wenn man das Tageslicht nicht nutzt.

So werde ich heute mal zum Abendläufer, nachdem ich beim Kieser erstmal Gewichte gestemmt hab. Interessant ist das andere Licht. Die Sonne auf der "anderen Seite" und unter- statt aufgehend. Auch schön.


Das Wasser steht ein wenig höher im Rhein, was mir später noch nen kleinen Umweg beschert. 


Hier stehen die Baumstämme schon im Wasser. Um das Foto zu machen, hocke ich mich hin und prompt picksen die Brennnesseln durch die Hose in den Po. Unverschämtheit.


Und als ich dann an der Wuppermündung lang will, ist mir der Weg versperrt. Entgegen des Habitus von unserem Deichläufer, gehe ich nicht mit meinen Schuhen schwimmen sondern kehre um.



Und genieße auf unserem Deich mal wieder die traumhafte Lichtstimmung. Rechts noch die blühenden Bäume, die Natur explodiert.


Bei km 6 beschließe ich den Lauf, nehme noch diese schöne Aussicht mit und habe die Erkenntnis...


 ... dass es abends am Rhein auch schön ist aber mein Körper - wie immer - mit der abendlichen Belastung nicht so gut klar kommt. Macht aber nix. Für heute bin ich einfach glücklich, dass es läuft.

Samstag, 16. April 2016

~ Wer postet den ersten Raps? ~

Ich bin noch nicht so ganz in der Lauf-Blogger-Welt zurück, hab noch nicht alle Blogs gelesen. Von daher weiß ich es nicht... hat schon jemand in diesem Jahr den Raps fotografiert? Wenn nicht... ich hab.

Deutlich später als bei mir üblich mache ich mich auf den Weg. Gehen 6km, gehen bestimmt auch 7, oder?

Zur Not kann ich abkürzen oder eben gehen.

So wird die Schloss-Route ausgewählt, vorbei an den Seen, vorbei am Schloss, vorbei am wohlbekannten Entenkackesee.

Nach noch nicht einem Kilometer trabe ich an der noch recht frischen Kleingartenanlage vorbei. Wie Ameisen sind die Pächter dabei, die Gärten herzurichten, das Vereinsheim fertig zu bauen - ich liebe diese Frühjahrsstimmung.


Und als ich See 1 umrunde, steht er vor mir, der Raps und blüht da vor sich hin. Huch.. Frühling, es ist eindeutig Frühling. Ob ich wohl die erste Raps-Fotografier-Bloggerin bin?


Der schon von mir oft abgelichtete Teich am Schloss liegt malerisch da und freut sich wahrscheinlich auch über den Frühling.


Auch das Schloss liegt unverändert in den Feldern und sieht wie immer sehr hübsch aus. Hier bin ich schon bei Kilometer 4.


Vorbei an den Höfen im Feld, die Ponys grasen friedlich. Es ist ein so wundervoller Morgen.


Ja, und See Nr. 4 auf der Strecke ist unser Badesee oder in alten Blogger-Zeiten mal Entenkackesee genannt.. die Geschichte brauch ich nicht mehr erzählen. Bald werden hier die Sonnenhungrigen zwischen Kot der Wildgänse auf der Wiese liegen und den Tauchern zuschauen, die hier in größeren Einheiten auftauchen. Für mich Kilometer 5.


Noch zurück ins Dorf, Brötchen holen und die restlichen 200 Meter auf dem Rückweg einholen. 7km so gut wie schmerzfrei. Unfassbar immer noch und damit klopf ich dreimal auf Holz.

Allen Lesern ein wundervolles Wochenende!

Mittwoch, 13. April 2016

~ Und auf einmal ist man wieder da ~

Und da mir das heute früh bewusst wurde, hab ich gedacht, ich unterbreche oder beende wahlweise die Blogger-Pause. Mal schauen.

Und alles fing so an...

Anfang März startete ich meinen neuen Job - mit voller Wucht. In den ersten Tagen hatte ich den Eindruck, dass die Dinge nie in meinen Kopf gehen. Ich hab mich getäuscht, das änderte sich Gott sei Dank schnell.

Hilfreich war, dass ich in der 2. Woche schon 4 Tage Messedienst in Amsterdam schieben durfte. Kunden aus aller Welt kennen lernen, alte Weggefährten wieder treffen. Neue Mitarbeiter, alte Mitarbeiter.. es hätte keinen perfekteren Einstieg geben können.

Und dann fragte mich mein Chef, ob ich denn die Laufschuhe dabei hätte.. klar, hatte ich ... 1 Minute Gehen, 1 Minute Laufen, so war mein Plan. Aber dem ehemaligen Marathon-Läufer und Chef konnte/wollte ich das so nicht sagen, nur so viel, das sich keine lange Strecke laufen wolle... so 5km.

Gesagt, getan... morgens früh um 7.00 starteten wir in den frischen Morgen in Amsterdam. Immer an der Gracht lang. Was war das Besondere? Zum einen war es ein total netter Lauf mit dem ja neuen Chef, das ist doch schon mal gut. Aber dann spürte ich die erwarteten Schmerzen nur leicht. Noch da aber leichter als sonst... und ich wurde mutig ohne übermütig zu werden.

Seitdem bin ich 1-2 x die Woche zwischen 5 und 6km gelaufen und es wird immer besser. Heute früh seit über einem Jahr das erste mal im Dunkeln, morgens um 5.00 Uhr.. so wie früher halt. 5km... es war gigantisch toll.

Und jetzt hab ich wirklich die Hoffnung, ohne weitere ärztliche Behandlung wieder zurück kommen zu können. Ich werde es langsam angehen lassen.. ganz langsam. Aber ich kann hoffen, dass ich das laaange Lauftief überwunden hab. 1 Jahr und 3 Monate. Ob es doch nicht die Leiste war sondern immer noch der Bandscheibenvorfall? Ich weiß es nicht. Hauptsache, es ist weg (naja.. nicht ganz aber doch arg fast weg) und zum Kieser-Training geh ich ja sowieso regelmäßig. Die werte Leserschaft (wenn denn hier noch jemand rein schaut) darf sich gerne gebührend mit freuen.

Und was gabs sonst so?

Ich hab nen schönen Abflug über den Lenker meines Rädchens gemacht. Fette blaue Hämatome, die nach über 3 Wochen immer noch meine Beine rauf und runter zieren zeigen auf, dass ich mal so richtig Glück hatte. Merke: Nicht mit der Vorderbremse aus voller Fahrt bremsen, wenn die rechte Hand nicht am Lenker ist. Merke Nr. 2: Immer Handschuhe tragen, sonst sieht es beim Handbremsen auf dem Asphalt ganz übel aus. Merke Nr 3: Helm ist gut (der hat ne Delle aber ich hab nix gemerkt).

Wir haben meine Nichte mit ihrem Studentenhaushalt in die Heimat umgezogen und auch das hat meinem Rücken keinen nachhaltigen Schaden zugefügt.

Ich war endlich noch mal bei meinem Laufazubi, der ja zum einen gegenüber mir eher als Meister zu bezeichnen ist und nicht mehr in der Nachbarschaft wohnt.

Gestern lecker Süßkartoffel-Muffins mit Blaubeersauce gekocht und getratscht, wie die alten Waschweiber.

So, ich kann nicht versprechen, dass meine Post-Frequenz direkt an alte Zeiten anschließt aber das freudige Ereignis wollte ich doch gerne in die Welt schreiben.