Sonntag, 26. Juni 2016

~ 3 und 10 ~

Dieser Post teilt sich in zwei Teile. Teil 1 Essen... teil 2, das Essen abtrainieren.

Fangen wir mit Teil 1 an:

Als Veganerin, die auf eine nun über 7jährige "Karriere" zurückblicken kann, hab ich schon so einige Restaurants getestet und an die Grenze ihrer Möglichkeiten gebracht. Ich hab gute wie auch schlechte Erfahrungen gemacht. Mehr gute als schlechte, muss ich sagen. Mein Lowlight war sicherlich der Besuch in einem sehr angesagten Restaurant in München an einem bestimmten Platz.. leider hat man auf meine Kritik im Nachhinein gar nicht gehört - aber vielleicht war man damals auch noch nicht reif für Extra-"Würste".

Ganz anders gestern im Anthony's in Meerbusch. Mein Bester hatte aufgrund seines Geburtstages eingeladen und das Anthony's bietet schon auf der Website vegane Menüs bei Vorbestellung an.

Es war unglaublich lecker.. die Bilder geben es nur zum Teil her, Geschmacksinternet gibt es ja noch nicht. Krönung war - und das mir als nicht Süße - die Nachspeise. Ziehen sich die meisten Restaurants auf Sorbet mit Obst zurück wurde ich hier von einer Komposition überrascht, die ich inhaltlich noch nicht mal wiedergeben kann. Granate...Also wer hier in der Nähe wohnt und sich mal was Besonderes gönnen möchte... bitteschön

















Teil 2 folgte dann heute früh, als ich nach einer für mich sehr langen Nacht überlegte, wohin denn meine Route führen sollte und ich zum Entschluss kam, doch noch mal nen 10er zu probieren, der erste nach ungefähr 1,5 Jahren...

Wasserstandsmeldung.. rückäufig trotz des gestrigen Regens. Kann man erkennen, dass sich hier irgendwelche Leutchens damit beschäftigt haben, ein Kunstwerk zu bauen?


Die ganze Zeit des Regens schon ist es eine Kunst, die diversen Nacktschnecken nicht zu treffen, die hier war aber mit Haus unterwegs und Mini-Klein, ich hab versucht, sie ganz groß rauszubringen.


Und noch eine - es herrscht große Schneckendichte auf den Laufwegen, inkl. mir.


Diesen Teil meiner 10km-Strecke hab ich schon ewig nicht mehr gesehen, dabei gefällt es mir hier, nahe der Wupper so gut.


Und hab ich vor 1,5 Jahren noch gemault, dass mir der Zugang zum Wupperdeich verwehrt blieb (Bauarbeiten), so ist jetzt wieder alles frei.


Nach exakt 10km komm ich beim Bäcker aufm Parkplatz an, um die Sonntagsbrötchen zu schießen. Eine schöne Runde, es zwackt in der Hüfte aber wer nicht probiert, der wird nicht merken, ob es geht oder nicht. 


Schönen (Fußball)Sonntag noch.

Samstag, 25. Juni 2016

~ Not guilty ~

Ich bin wirklich unschuldig daran, Schuld allein hat die Natur.

Was kann ich denn dafür, dass die Sonne immer genau dann aufgeht, wenn ich Laufen gehe.

Da der Sommer in diesem Jahr auf einen Donnerstag fällt, behalte ich mir den Lauf für den Freitag vor. Im Gegensatz zu anderen Gebieten war die Nacht wettertechnisch ruhig, dafür hat knapp 52 % der Briten wohl irgendeine Sonne zu sehr auf den Kopf gestrahlt - aber das kann ich jetzt auch nicht ändern. Das ist Demokratie.

Also lauf ich lieber los und damit es nicht wieder nicht nur der Rhein wird, den ich mir anschaue, laufe ich erst durch die Felder.. und da ist sie schon wieder, die Sonne mit dem Sonnenaufgang. Ich kann echt nix dafür, kommt jeden Morgen. Und wenn sie denn auch schon da ist, kann ich sie ja auch fotografieren.

Also erstmal 2km durch die Felder...


... um dann doch wieder am Rhein zu landen.


Die Boote sind besser aufs Foto zu bekommen, weil der Rhein eben höher liegt.


Unser kleines Krancafé (hier passen 8 Leute rein - aber es gibt davor noch eine große Außenterrasse) ...




Mit diesen schönen Eindrücken starte ich in den nicht so schönen Brexit-Morgen und bin mal gespannt, was uns diese Entscheidung bringen wird.

Ich schaue mir wohl lieber weiter Sonnenaufgänge an, die sind verlässlich.

Donnerstag, 23. Juni 2016

~ Das hat alles nichts genützt ~

Am Dienstag früh dem Rhein mal wieder beim Hochwasser zuschauen - schöne Momente gibt es, wenn auch meine Laufstrecke immer noch gestört bleibt.


Aber der Tag steht unter dem Zeichen des runden Balles und mit meinem ehemaligen Lauf-Azubi Hakan soll es einen deutsch-türkischen Fußballabend geben. 18.00 Uhr spielt Deutschland und dazu gibt es Würstchen mit Kartoffelsalat.


Und wir haben Spaß!


Und zum Türkei-Spiel (ok, ein wenig früher) gibt es .. tja, wenn ich jetzt wüsste, wie das hieß... irgendwelche Köfte mit Fladenbrot. Die Dinger waren aus Linsen, Bulgur und Gewürzen und wurden mit Salat ins Fladenbrot eingerollt. Sehr lecker.. ich muss sagen, optisch wie auch geschmacklich gewann die Türkei eindeutig.


Auch beim Spiel hielten sich die Türken wacker, was ihnen aber letztendlich nichts genützt hat. Sie sind raus aus der EM... Kartoffelsalat mit Würstchen bleibt.

Mal schauen, wie es Sonntag für uns weiter geht.

Aber die geheimen EM-Gewinner sind eh schon die Isländer, findet Ihr nicht?

Sonntag, 19. Juni 2016

~ Von Freunden, Motorrädern und viel Gewässer ~

Wenn man Sommer hat und nicht über die Hitze jammern kann, dann jammert man womöglich über den Regen. Ach Regen? Was ist Regen in der jetzigen Zeit... Regen ist hier doch eigentlich so ein max. kräftiger Landregen, der einen zwar schnell durchnässt aber bei weitem nicht den armen Noah in totale Hektik verfallen lässt

Ich möchte ja nicht wissen, was da gerade bei Noahs so zu Hause los ist.

Sie: Noah, komm rein, Essen ist fertig.

Er: Nee, Süße, hab keine Zeit, Franken steht schon unter Wasser, der Rhein steigt und auch die Wupper macht mir Sorgen.

Sie: Ach komm, für Bratkartoffeln mit Spiegelei ist immer noch Zeit.

Er: Schau mal gen Himmel, dieser olle Petrus spielt ein übles Spiel mit mir.

So geht es uns wohl allen und genau diese sintflutartigen Regengüsse begleiten mich bei meinen diversen Wochenendaktivitäten.

Fangen wir mal mit Freitag an. Der Tag zu knapp für das, was ich alles will. Bis 18.00 (letztendlich 18.30 Uhr) wird gearbeitet. 20.00 Uhr ist Mädels-Treff und dazwischen muss ich unbedingt noch Volker, Elke und Chris knuddeln. Volker ist in the area und eigentlich wollten Elke und ich ihn mit einem Treffen auf ein Kölsch überraschen aber Volker konnte mir dann (zu Recht) doch nicht verschweigen, dass er im Kölsch-Areal weilt und so war es eine offizielle Schnellverabredung.

Also husch husch auf ein Kölsch ins Gaffel, die Zeit war viel zu kurz, das geb ich zu. Gerne hätte ich mit den Dreien noch weiter geplauscht aber was jetzt nicht iss, kann man ja ein ander mal machen und Elke hab ich ja sowieso noch auf der Koch-Agenda. War ja jetzt nur ein kurzes Treffen, wir müssen uns ja noch richtig kennen lernen.


Also, ein schickes Foto von den allseits präsenten Polizisten auf dem nicht so schön populären Bahnhofsvorplatz machen lassen und noch schnell mit den dreien ins Bahnhofsgebäude... ich schwöre, das waren max.5 Minuten und als ich raus kam, kamen Sturzbäche vom Himmel. Ein wenig hab ich abgewartet und sowohl Frisur als auch Kleidung waren dahin, das ich die kurze Strecke quer über den Platz gesprintet bin.

In Köln ist an diesem Wochenende wieder Harley-Dome, traditionell gehen mein Bester und ich dort hin, um Fotos zu machen. Als ich ankam und aussteigen wollte.. na.. was passierte? Petrus eröffnete die Sintflut-Schlacht, Noah hämmerte wie wild an der Arche und ich zog mich zurück ins Auto und wartete, bis es vorbei war. Wofür hab ich mich heute früh noch geföhnt?

Wieder beeindruckende Mopeds und lustige Leute... ein paar Impressionen anbei:








Bei DER Sinftlut saß ich dann schon wieder auf dem Rückweg im Auto und bin nicht weggeschwommen. Noah schrieb per whatsapp, dass er keine Zeit auf ein Kölsch hat, er muss noch die Giraffen einsammeln.


Die Isländer abends beim Fußball angefeuert und Sonntag früh dann die Laufschuhe geschnürt. Der Rhein ist leicht weiter gestiegen aber immer noch nicht dramatisch.


Hier an der Wuppermündung schon die Wege unter Wasser. Vom rechten Weg bin ich gekommen und konnte so gerade noch lang.


Die Brücke über die Wupper schon gesperrt, muss ich meine Route halt ändern.


Im Nachbarort haben Friseurgeschäfte sehr stilvoll *räusper* ihre Schaufenster im EM-Look dekoriert. Sowas geht doch auch in schön, oder?



Nach 8km gratuliert mich runtastic zum Rekord im Kalorien verbrennen. Soso.. dann darf ich ja auch gleich ne Hefe-Schnecke zu mir nehmen. ;-) Keine Foto davon, es backen gerade die gleichen Erdbeer-Schnecken wie am vergangenen Wochenende.

Ob ich Noah davon eine bringen soll? Oder vielleicht lieber Petrus?

Sonntag, 12. Juni 2016

~ Sammelsurium ~

Eine kleine Zusammenfassung meines Wochenendes inkl. Autoabhollauf auf die Schnelle.

Gestern war mal wieder ein gut verplanter Tag. Morgens Friseur, dann Treffen mit dem Besten in der Stadt auf einen Kaffee, dann ab zum Besuch zur Nichte in die ehemalige Bundeshauptstadt und abends Treffen mit einer lieben Freundin, die endlich endlich von Ihrer Camino-Wanderung zurück ist und auf deren Erzählungen ich schon so gespannt war.

Neben dem traumhaft tollen Fidel, den ich hier ja schon häufiger präsentierte, wohnt bei meiner Nichte auch noch eine Katze. Meine Spiegelreflex hatte ich nicht parat, als sie sich auf dem Stuhl positionierte, da muss das Smartphone reichen... was will mir dieser Blick mir sagen...


Leckere Quiche gabs von meiner Nichte auf dem Straßenfest und nach ein paar Stunden Quatschen wieder zurück nach Köln - Auto strategisch an einem P&R geparkt und mit der Bahn rein. Grund ist oben links im Bild zu sehen. Nach langer, langer Zeit noch mal ein (Seitan)Schnitzel gegessen. Je länger ich vegan/vegetarisch leben, je weniger esse ich solche Erinnerungsersatzprodukte. Aber lecker war es allemal.


Heute früh bestand der Lauf dann darin, Richtung P&R zu fahren, um das dort noch ruhende Auto zu holen. Das Wetter im Rheinland ist bedeckt, leichte Tropfen fallen vom Himmel. Am Badesee werden außer den Gänsen und den Tauchern heute wohl keine Gäste kommen.


Der Mohn trotzdem schön aber es fehlt das Leuchten, wenn die Sonne nicht da ist.


Und die lange Strecke muss ich laufen, um in Richtung meines Autos zu kommen.


Nach nur 7km bin ich da - alles noch dran und drin.. sehr gut.

Während des Laufs geht schon der Hefeteig für die Cafébestückung vor sich hin und der wird heute mal mit Vanillepudding und Erdbeeren gefüllt. Hab ich das erste mal in der Variante gemacht und ich muss sagen... leider geil.

Wer das also haben will, darf heute ins Laleli gehen.






Dienstag, 7. Juni 2016

~ Es war die Amsel, nicht die Lerche ~

Frei nach Shakespeare. Die Amsel ist es, die nun schon am zweiten Morgen um 4.30 Uhr an meinem Schlafzimmerfenster sitzt und mir ihre Morgenmelodie entgegen brüllt. Sie lässt sich dann zwar leicht verscheuchen aber wach ist wach.. da nützt es auch nichts, dass ich gestern wieder spät vom Kundenessen zu Hause war.

Also Laufschuhe an - 5.10 Uhr war ich auf der Bahn. Es gibt schlechtere Szenarien, vor allen Dingen, wenn einen die Felder mit Nebel und Sonnenaufgang begrüßen.

Ich mag da gar nicht viel zu sagen... seht selbst...



An die 7 km-Runde hab ich mich getraut, ich Mutige, ich!


Man könnte vielleicht noch den Strommast da raus retuschieren.. könnte man, muss man aber nicht.


Und so kann ich während der Laufrunde zusehen, wie die Sonne immer mehr aufgeht, der Nebel aber erstmal bleibt.


Da kann man sich doch noch mal an einem laufenden Selfie versuchen.. klappt sogar...


Wieder meine Lieblingstiere hinter sicherem Gebälk, so mag ich das.


Der Lauf hat zumindest geholfen, dass ich wach wurde - die Müdigkeit holte mich zwar über Tag wieder ein aber das kann ich heute mal schön mit frühem Zubettgehen ausmerzen.

Und morgen früh? Amsel? 

Sonntag, 5. Juni 2016

~ Tropen~

Im Norden der Republik werden 30 Grad und blauer Himmel gemeldet. In der Mitte Deutschlands Regen, Gewitter und bedeckter Himmel.

Das fühlt sich dann selbst am frühen Morgen schon an wie im tropischen Regenwald, nur dass mir der Regenwald hier weit und breit fehlt. Nach 10 m bin ich schon gut durchgefeuchtet. Die Truppe junger Leute, die mir irgendwas mit "immer weiter... immer weiter" aus dem Auto zuruft und höchstwahrscheinlich letzte Nacht noch nicht im Bett war, bringt mir ein Grinsen ins Gesicht.

Die Wege am und zum Badesee sind aufgeweicht, der Regen hat seine Spuren hinterlassen - nächste Woche werden hier wohl wieder Sonnenhungrige lagern, die Wettervorhersage ist gnädig und stellt ein Ende des Regens in Aussicht.


Die Pferde stehen nicht auf dem Weg sondern gesichert auf der Koppel... auch Pferde wollen lustige Masken tragen, wenn sie schon vor Viechern geschützt werden sollen.

Apropos... das Laufen am Morgen hat bei dem Klima absolut den Vorteil, dass Mücken & Co. noch nicht unterwegs sind, das möchte ich nicht heute Nachmittag erleben.


Auch wenn mir mittlerweile der Schweiß in Strömen rinnt... ich liebe Schiffe im Nebel.


Und weiterhin haben die Schwäne einen Teil meiner Laufstrecke belegt, da der Rhein ihn mit vereinnahmt. 


Und das höhere Wasser lässt mich einen besseren Blick auf mein Lieblingshausboot werfen, das hier als Wochenendhaus bei uns im Hafen liegt.


8km - Brötchen geholt - wobei nur für ihn, nicht für mich. Für mich gibts gleich Papas beste Reibekuchen... ich mach mich dann mal auf den Weg in die alte Heimat.