Sonntag, 22. Januar 2017

~ Puhuuuu ~

Ein Freund fragt mich nach dem Besuch der Möbelmesse an diesem Sonntag. So gerne hätte ich mir das und/oder die Passagen angeschaut.. aber.. aber...

... das Wetter und die Möglichkeit, noch mal Ausdauersport zu machen, lassen mich das absagen. Zu sehr zieht es mich nach langen Meetingtagen an die frische Luft.

Ok, so frisch hätte sie nun nicht sein müssen. Ich warte extra noch bis kurz vor der Mittagszeit, damit die Sonne noch etwas Zeit hat, die Luft erwärmen aber im gesamten war es grenzwertig.

Grenzwertig war auch die Strecke, die ich mir runtergeladen hatte.. zu voll, zu befahren, zu alles.. deswegen auch nur wenige Fotos, viel Reizvolles gab es an der Strecke nicht. Nur der Himmel strahlt die ganze Zeit in schönstem Blau.


Ohne Buff vorm Gesicht geht nix. Zehen trotz doppelter Socken sind kalt. Die Fingerkuppen auch.. aber egal. Frische Luft, soweit die noch frisch ist, wenn sie bei mir ankommt. :-)


Der Unterbacher See ist belagert von Düsseldorfern. Absolutes Slalomfahren ist angesagt.



Hier stand ich vor 2 Jahren mit Kollegen oben und bin geturnt und hab mich abgeseilt. War ganz nett, wenn man einmal die Angst überwunden hat.


Ich lasse mich abseits der Strecke irgendwann Richtung Heimat bringen, schön, den Rhein wieder zu sehen. Hier ungefähr sind es noch 10km bis nach Hause und die waren zum Schluss ein echter Kampf, hab ich doch gerade gestern im Studio ziemlich Oberschenkelmuskeln trainiert.


45km später stehe ich wieder zu Hause und lass die Dusche wieder Leben in Zehen und Fingerspitzen bringen.

Aber sowohl große Menschenansammlungen als auch blöde Strecke haben mir die Laune nicht vermiest. Ich hab mich bewegt und jetzt bin ich müde. Und das ist auch gut so.

Samstag, 14. Januar 2017

~ Wenns denn mal schneit ~

Ich bin ein wenig spät dran. Kommt schon mal vor.

Aber den schönen Besuch letzten Sonntag in Trier, den Rainer schon hier festgehalten hat, soll auf jeden Fall auch hier im Blog verankert werden.

Dass genau in der Nacht Blitzeis angekündigt wird, an dessen frühen Morgen ich nach Trier aufbreche, ist doof aber dann doch nicht schlimm. Die Straßen sind frei, bis ich bei Rainer und Karin eintreffe, Anne auf Spikes auf der Straße vorfinde und selbst schlitternd vom Auto bis ins Haus rutsche.

Nach ausgiebigem Frühstück und Gequatsche ist aber auch dieses Eis geschmolzen und wir begeben uns auf eine schöne Wanderung und können von dort Trier von oben betrachten.

Alles weitere hat Rainer bereits geschrieben.

Kochen zum Abschluss und eine Rückfahrt mit unbeabsichtigter Irrfahrt durch die Eifel (verdamme Navi-Hörigkeit).






Es war mal wieder schön und entspannt bei Euch.. danke für die Gastfreundschaft.

Zum Teil 2 des Schnees.

Wenn man den Medien vorgestern Glauben schenken wollte, dann sollte wohl die Welt untergehen. Schneesturm, getrieben vom Tief Egon. Blöd, dass ich genau dann beruflich nach Bielefeld muss. Entsprechend früh verlass ich mein warmes Bett, schaue hinaus und sehe... nichts... kein Schnee. Zwar regennasse Straßen aber kein meterhoher Schnee, wie er angedroht wurde (ok.. man sprach von 10 cm, die aber hier im Ballungsgebiet totales Chaos auslösen können).

Einen Kollegen eingepackt (ok.. im Bergischen lagen so 1-2 cm) und auf nach Bielefeld. Das Schlimmste, das wir auf der Fahrt erlebten, war eine schneebedeckte linke Fahrspur. Da noch 2 weitere zur Verfügung standen, störte das aber weiterhin nicht.

Letztendlich waren wir deutlich vor der Zeit vor Ort und sind genau so gut zurück gekommen. Möglicherweise war die Bahn so frei, weil so viele zu Hause geblieben sind. Ergo... am besten lange Strecken fahren, wenn Unwetter angekündigt ist.

OK, auf der A4 bei Engelskirchen hätte ich wohl nicht stehen wollen... aber der Rest war ziemlich entspannt. Soll es so weitergehen.

Was nicht entspannt ist, ist meine Laufproblematik aber vielleicht thematisiere ich das später mal an der Stelle.

Donnerstag, 5. Januar 2017

~ Begegnungen II ~

Und es geschah, dass ich wieder beim Arzt saß. Das Wartezimmer brechend voll. Eine Stunde musste ich auf den Gott in Weiß bzw. den weltbesten aller Hausärzte warten.

Ich erinnere mich dunkel an eine ältere Dame, die ins Wartezimmer kam und ihre Jacke nahm. Warum ich von dieser diese später diese hübsche kleine Blume geschenkt bekam, kommt später.

Nach meinem Gespräch nahm auch ich meine Jacke und verließ die Praxis, kam durch die lange Wartezeit zu spät zu meiner Nachmittagsverabredung. Meine Begleitung im Café verbrühte die arme Kellnerin, weil er ihr wild gestikulierend das Tablett aus der Hand schlug.. aber das nur am Rande.

Danach fuhr ich in die Stadt, schaute mal, ob ich ne neue Jacke finde - so im Ausverkauf, weil meine jetzt schon in die Jahre gekommen ist.

Dann traf ich mich mit Freunden auf dem Wintermarkt, schüttete mir Glühwein über die Jacke, aß vegane Wurst im Brötchen und trank noch einen Glühwein. Irgendwann wurde es uns zu kalt und wir verlagerten uns in ein Brauhaus. Meine Jacke zog ich aus und legte sie neben mich, um 5 Minuten später dort nach meiner Jacke zu suchen. Denn die, die dort neben mir lag, war nicht meine. Sah zwar ähnlich aus, war sie aber nicht. Meine Freunde hielten meine Äußerungen, dass ich meine Jacke suchte, für einen Scherz. Ich hörte dann irgendwann auf, davon zu erzählen und griff das Thema erst wieder auf, als wir uns auf den Heimweg machten. DAS war nicht meine Jacke. Erst dann verstanden die Freunde, dass ich das ernst meinte.

Ich trug also die Jacke einer anderen Frau - schon den ganzen Tag - und hab es erst abends gemerkt. Es war eine schöne Jacke.. ok, mit Daunen, das hätte ich mir nie gekauft, aber warm und neuer als meine.

Sie passte wie angegossen, ich machte einen kleinen Catwalk im Brauhaus unter Hinzuziehung des Nachbartisches. Entgegen der Empfehlungen aller hab ich dann doch am nächsten Tag in der Praxis angerufen und gesagt, dass da wohl eine Verwechslung stattgefunden hat. Die Dame, deren Jacke mich so gewärmt hatte, hatte ein so schlechtes Gewissen, dass sie neben meiner Jacke auch die Blümchen da gelassen hatte. Wäre nicht nötig gewesen aber schön wars doch.

Dienstag, 3. Januar 2017

~ Begegnungen ~

Es ist der 2. Januar und ich sitze um 10.00 Uhr in der Praxis des Arztes meines Vertrauens. Als ich zur Blutabnahme ins Labor muss, grüßt mich ein älter Herr mit laut geschmettertem "Frohes Neues" ganz freundlich. Ich grüße zurück, auch wenn sich mir die Vertrautheit nicht ganz erschließt.

Durch die offene Tür ins Labor hat er mich im Blick und fängt ein Gespräch an.. wir hätten uns doch kürzlich mal lange im Wartezimmer unterhalten und wie es mir denn gehen würde. Er verwechselt mich offensichtlich aber ich interveniere nicht sonderlich. Es dauert nicht lange, da steht er auf, kommt ins Labor, zieht sich einen Hocker vor mich und erzählt mir von seiner Arthrose und dass das vererbt sei. Von seinen Kindern, von denen zwei nicht mehr nach Hause kommen. Von den Schulden, die der eine Sohn bei seiner Frau hat und wie sie über den Anwalt das Geld eingefordert haben. Von seinem Taxiunternehmen, das er mal hatte und wie wenig obrigkeitshörig er ist. Ich höre interessiert zu und als die Arzthelferin dann irgendwann zu mir kommt und den Herrn aus dem Zimmer bittet und sich entschuldigt, dass sie mich nicht hat früher befreien können, entgegne ich ihr, dass ich das ganz nett fand.

Am Nachmittag, nachdem die Sonne die Wolken vertrieben hat, mache ich mich zu einem kleinen Spaziergang am Rhein auf. Meine kleine 5km-Runde soll es werden. Ich bleibe seitlich vom Hafen stehen und fotografiere Rhein mit der tiefstehenden Sonne, worauf ein älterer Mann stehen bleibt und mir sagt, dass es ein Stück weiter auch noch so eine schöne Lichtstimmung gebe. Ich sage ihm, wie schön wir es hier zu Hause doch haben und dann höre ich, dass er seit 85 Jahren im Ort lebt. Zitat "Hier bekommt man mich nur liegend auf der Bahre weg.". Dass er heute schon zum dritten mal am Rhein spazieren geht. Dass seine Frau nicht gehen kann aber gerne Rad fährt. Dass er das aber nicht mehr macht, weil er ein Verkehrshindernis sei. Dass er vor 3 Wochen zum ersten mal in seinem Leben im Krankenhaus gewesen sei, wo sein Geburtshaus steht und in welchem Haus er jetzt wohnt.

Ach schön... ich verabschiede mich erst, als ein älteres Paar kommt, das ihn kennt und denen er dann ein frohes Neues Jahr wünscht.

Ich mag diese Begegnungen und wenn das Jahr schon direkt mit zweien an einem Tag anfängt, dann bin ich gespannt, was das Leben noch so zu bieten hat. Und jetzt die Fotos vom Spaziergang.






Sonntag, 1. Januar 2017

~ 2017 ~

Einen Jahresrückblick schreiben, kurz hatte ich das gestern vor. Aber es hat nicht gepasst und letztendlich ist es gut so. Tschüss 2016!

Ich möchte lieber auf 2017 blicken. Nicht zu viel private Einblicke gewähren. Aber es gibt ein paar Dinge, die ich 2017 machen möchte. Keine guten Vorsätze im klassischen Sinne.

Zum einen möchte ich wieder veganer Leben. 2016 hat mich aus diversen Gründen mehr zur vegetarischen Ernährung greifen lassen. Zu Hause ist es meist vegan, wenn ich selbst koche sowieso. Alles ohne Druck .. ich bin selbst der Dirigent. Aber das wäre schön.

Nachdem ich ja beim Wakeboarden ziemlichen Schiffbruch erlitten hab und immer noch an den Schmerzen laboriere (das Wakeboarden war sicherlich nicht ursächlich sondern hat eine Sollbruchstelle herausgefordert), kann es sein, dass ich mal Tauchen ausprobiere. Bin gespannt, ob ich mich meinen Ängsten unter Wasser stellen kann. Ich werde berichten.

Es wäre insgesamt natürlich schön, wenn ich irgendwann mal wieder schmerzfrei laufen könnte. Hierzu - und das wäre ein guter Vorsatz - sollte ich mal die Energie aufbringen, die Physiotherapie mit viel Dehnen, Tennisballmassage, Black Roll etc. zu unterstützen. Ich bin müde geworden, weil so viel schon nicht geholfen hat. Also.. Ar..h hoch und ran an den Speck.

Dann möchte ich mir ein schönes Urlaubsziel suchen. Mir schwebt was mit Wanderung in einer kleinen Gruppe vor (z.B. in den italienischen Alpen) über eine Woche und anschließend irgendwo in einem kleinen Hotel entspannen. Wer Ideen zu Reiseanbietern hat, kann mir gerne Tipps und Kommentare hinterlassen.

Dass ich mich mit vielen Menschen (ob jetzt schon bekannt oder noch unbekannt) treffe, gehört ja zum normale Leben dazu. Ich will viele bekochen und gemeinsam kochen. Meine so tollen Freundschaften hegen und pflegen, sie sind das größte Gut, das ich habe.

Ich möchte gesund durchs Jahr 2017 gehen, mit Freude meine Arbeit und meine tollen Kollegen genießen.

Zwei Highlights sind schon sicher. Ein Westernhagen-Konzert mit einem guten Freund im Oktober und eine Reise nach New York mit meinen Mädels zu Ende des Jahres. Und ich bin sicher, da wird noch viel mehr kommen.

Über die politische Welt mag ich nicht schreiben. Ich gebe zu, dass ich das im Jahr 2016 weitestgehend ausgeblendet hab. Das hat mich überfordert. Ich wünsche mir, dass ich mir die Welt in 2017 nicht so sehr um mich selbst drehen lasse sondern ein wenig was an Menschen abgeben kann, denen es nicht so gut geht wie mir.

Euch treuen Lesern wünsche ich ein grandioses 2017. Lasst es uns rocken.. wir haben es selbst in der Hand.