Donnerstag, 10. August 2006

Erwartungen erfüllt!

Gestern war Robbie-Tag.

Rumms, Stau auf der Autobahn. Mist, warum bin ich auch schon wieder so spät vom Büro losgefahren. Also prima, einmal durch die Innenstadt. Gott sei Dank gibt es Mobiltelefone, um meine Mit-Groupies zu benachrichtigen, dass sie ihre Unterwäsche nochmal festzurren sollen, es wird ein paar Minuten später.

Regen setzt ein - egal. Kann meine Laune nicht trüben, wofür gibt es Regenkleidung. Außerdem hat das ja was von Woodstock - Konzert bei schönem Wetter kann ja jeder. Mit 15 Minunten Verspätung jagen 3 bald mittelalterliche Robbie-Groupies auf dem Rad durch den Grüngürgel, um sich schließlich nass aber guter Laune mit dem 4. Groupie zu treffen. Es dauert noch über 2 Stunden, bis Mr. Ego die Bühne betritt und wir testen verschiedene Stehplätze aus. Wir bleiben schön weit hinten - sehen kann man die Menschen auf der Bühne eh nur im Zentimeterformat. Wichtiger ist ein guter Blick zur Leinwand.


Wir trauen uns, das erste Bier zu trinken immer mit dem Hintergedanken, ob wir es schaffen, die Dixie-Toiletten zu meiden - das ist eine sportliche Herausforderung. Die 2. Vorgruppe fängt an (die erste haben wir verpaßt) und es singen sehr wohlbeleibte farbige Röhren in sehr engen Klamotten - geil das! Was für Stimmen, was für ne Show.

Wir trauen uns ans 2. Bier... ohhhh, ob das gut geht. Der Regen nieselt so vor sich hin und wir freuen uns weiter aufs Konzert.

Pünktlich 21.00 Uhr kommt er - er liefert 2 Stunden lang die Show, die wir erwartet haben. Trällert einen Hit nach dem anderen, spielt mit dem Publikum, versucht die Fußballeuphorie noch mal hochzuziehen und hält uns die ganze Zeit gut auf Trab. Unsere extra gebuchte Robbie-Group-Brüllerin - auch Hechta genannt - tut ihr Bestes, aber auf gefühlte 2km Entfernung hört er uns nicht und außerdem ist er in Düsseldorf im Hotel, wer will denn schon da hin. Die kleine Frau neben mir murmelt immer was von arschgeile Sau... würd ich ja nie sagen, konnt ich aber immer nur wieder nickend bestätigen.


Irgendwann zwischendurch trauen wir uns ans 3. Bier..... es drückt so langsam aber vielleicht halten wir durch.

23.00 Uhr Ende des Konzerts. Mit 80.000 Menschen watscheln wir wie Pinguine von der Wiese und sind sehr froh, dass wir mit dem Rad an all den Autos vorbeiradeln können. Im wahrsten Sinne des Wortes fahren wir im Blindflug durch den dunklen Grüngürtel, kurz von Hechta verabschiedet - jetzt keine weitere Zeit vertrödeln, die Naßzelle wartet.

Puh geschafft - irgendwann gegen 24.00 Uhr bin ich erleichtert zu Hause, hab keine Dixie-Toiletten gebraucht, einen super schönen Abend mit einem klasse Konzert erlebt. Gerne wieder - vielleicht buchen wir uns dann eine eigene Dixie-Toilette, nur für uns!

Kommentare:

  1. ...und heute morgen war meine Stimme dann auch endgültig ein Schrotthaufen...
    "Mr. Ego" trifft es auf den Punkt. Aber wenn Du regelmäßig vor zigtausend hysterischen Menschen stehst, die vollkommen ausrasten, wenn Du nur eine Braue hebst, bleibt ein kleiner Knall wohl auf Dauer nicht aus...
    War ein geiler Abend, und Ihr habt wirklich heiß ausgesehen mit Euren BaserCaps;-)
    Achja: Danke noch mal fürs Lotsen. Ich hätte definitiv nicht wieder da wech gefunden..

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  2. ...und heute morgen war meine Stimme dann auch endgültig ein Schrotthaufen...
    "Mr. Ego" trifft es auf den Punkt. Aber wenn Du regelmäßig vor zigtausend hysterischen Menschen stehst, die vollkommen ausrasten, wenn Du nur eine Braue hebst, bleibt ein kleiner Knall wohl auf Dauer nicht aus...
    War ein geiler Abend, und Ihr habt wirklich heiß ausgesehen mit Euren BaserCaps;-)
    Achja: Danke noch mal fürs Lotsen. Ich hätte definitiv nicht wieder da wech gefunden..

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