Sonntag, 6. April 2008

Was zieh ich bloß an?

Diese Frage stelle ich mir schon gestern Abend, wohl wissend, was auf mich zukommen wird.

Ich fange mit der Schuhfrage an. Lüpfe die Schublade und entscheide mich für die schönen weißen - vielleicht nicht passend zum Wetter aber zur Stimmung. Heute morgen dann die Tür des Kleiderschrank geöffnet: Da ist doch das Teil, das ich zu Weihnachten bekommen hab und bis jetzt nicht tragen konnte. Schön in schwarz, hinten etwas länger als vorne, mit Reißverschluß.

Brauch ich ne Jacke oder keine? Zieh ich das Fleeceshirt drüber oder wie oder was? Ich merke, dass ich es einfach nicht mehr gewohnt bin, in der Natur zu laufen und vergesse vor lauter Aufregung, dass ich was über die Ohren brauche.

Mein FR reibt sich müde übers Display und fragt mich, was das denn nun soll. Hey, wir beide machen heute unsere erste Laufrunde im Freien, steh auf und gib mir die Zeit an. Er ist flott überredet und wir begeben uns auf die Bahn.

Die ersten Schritte ganz vorsichtig, was sagt der Fuß? Die Narbe zieht etwas und ich merke, dass die Einlagen gut stützen. Schmerzfrei ist er nämlich noch lange nicht. FR zeigt mir eine Pace von 7:15 an. Oh je... so schlimm? Ich beschließe, das Display zu ignorieren und trabe Richtung Rhein - begleitet im übrigen von der Sonne, die sich passend zu meinem Debüt hinter den Wolken zeigt. Nach 500 Metern ist alles wie früher, nach 1000 Metern schon nicht mehr.

Ein Blick auf die Uhr zeigt, dass ich die Pace auf 6:30/6:40 geändert habe, das scheint zu schnell für den Anfang. Ein Mini-Ansteig vom Rhein Richtung Ort lässt mich keuchen. Wow, da hat doch die Kondition trotz aller Strampeleien auf dem Rad gut gelitten. Insgesamt bemerke ich (wie es mir auf dem Laufband auch schon aufgefallen ist) wie deutlich stärker der gesamte Bewegungsapparat doch gegenüber dem Crosstrainer und dem Rad beansprucht wird - aber genau das ist es ja, was das Laufen so attraktiv macht.

Es werden 4 Kilometer in 27 Minuten - das reicht fürs Erste bzgl. der Konditionen aber auch dem Fuß ist noch nicht mehr zuzumuten. Sollte dieser das gut wegstecken, folgenden Dienstag und Donnerstag die nächsten Einheiten. Eine davon am Meer - ich werde dienstlich in den Niederlanden verweilen und träume davon, vor dem Frühstück das Meer laufend zu sehen.

Heute Mittag gehts dann noch mal ins Studio und ich kann mir dort die Zeit etwas kürzen - Ausdauertraining hatte ich ja schon.

Kommentare:

  1. Hey, der erste Lauf in der Natur!!!! Schöööön!! Ich habe die Freude, die da zwischen den Buchstaben hervorblitzte, richtig gespürt. Anja rennt wieder!

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  2. Viele Tage war sie krank,

    jetzt läuft sie wieder

    - Gott sei Dank !

    Und alle freuen sich mit Dir !!

    Pass gut auf Dich auf !

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  3. Huhu Anja!
    Schön Deine Zeilen zu lesen.
    Ja ich freu mich richtig
    für Dich :)
    Mit kleinen Schritten kommst Du Deinem Ziel wieder näher :)
    Liebe Grüße Jessica

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  4. Ich finde 7:15 nicht schlimm. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich Sonntag RICHTIG langsam laufe, z.B. heute 7:44. Macht mir auch gar nichts mehr aus, geht alles.

    Ich freue mich so für Dich! Und laufen am Strand vor dem Frühstück hört sich großartig an. Das klappt bestimmt! Es ist so schööööön, dass Du wieder unterwegs sein kannst. Und beim nächsten Mal wird auch der FR schon ausgeschlafen sein, wenn Du die Anziehfrage geklärt hast und startklar bist.

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  5. Ausdauertraining? Bei vier Kilometer? Na gut, wenn man im kleinen Schwarzen läuft...

    Aber schön, daß Du wieder frei herumläufst!

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  6. Oh wie schoen! Endlich wieder draussen. Ist doch ein anderes Gefuehl mit dem Wind im Haar und der frischen Luft (ich sag jetzt mal vorsichtshalber nicht Sonne...) auf der Haut. Herrlich!
    Nun lass es langsam angehen und bald ist die lange Pause ganz vergessen!

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  7. @José, das hätte ich vor 5 Monaten auch noch gesagt aber nach 4 Kilometern war tatsächlich schon fast die Luft raus. Bin aber noch 40 Minuten Fahrrad gefahren, falls es Dich beruhigt;-)

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  8. Schön, dass es bei Dir wieder läuft, freut mich sehr! Und der erste Lauf nach längerer Verletzung / Krankheit ist immer etwas Besonderes. Da sind so Randparameter wie Zeiten völlig nebensächlich...

    (Eigentlich sind Zeiten sowieso nebensächlich ;-)

    Genieß den Wiedereinstieg und freu Dich auf die nächsten Kilometer. Und natürlich nicht übertreiben ;-)

    Also herzlich Willkommen zurück!

    Schöne Grüße
    Lars

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  9. Es geht, äh, läuft wieder aufwärts ! Vergiss den blöden steilen fiesen Anstieg und freue dich wieder draußen zu laufen! Es gibt nichts schöneres!

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  10. @Martin - also das war nur die Erhebung vom Rhein Richtung Ort - was Du unter fiesen Anstiegen verstehst, ist was gaaaanz anderes. ;-)

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  11. Wie schreibt José so schön passend: ein Lauf im "kleinen Schwarzen" :-)

    Aber wenn es DER Anlass nicht wirklich wert war, welcher wäre es dann?

    Ich freu mich auch und verkneif mir die üblichen "sei aber vorsichtig Warnungen" ausnahmsweise *s*

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  12. Wie schreibt José so schön passend: ein Lauf im "kleinen Schwarzen" :-)

    Aber wenn es DER Anlass nicht wirklich wert war, welcher wäre es dann?

    Ich freu mich auch und verkneif mir die üblichen "sei aber vorsichtig Warnungen" ausnahmsweise *s*

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  13. Yuppie! Das ist ja mal eine schöne Nachricht. Ich freue mich, dass Du wieder die frische Luft beim Laufen geniessen kannst!

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  14. Ach Anja, ich kann es gar nicht oft genug sagen, wie sehr ich mich freue, dass du wieder läufst!
    Ich hüpf nochmal eine Runde *bounce* :o)

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