Samstag, 9. August 2008

Radfahren in Etappen!

Es sind ca. 80km bis zu meinen Eltern. Besucht werden sollen sie - zum Frühstück bin ich angemeldet - alles mit dem Rad zu fahren, halte ich im ersten Schritt für zu umfangreich. Deshalb in einzelnen Etappen und mit der Möglichkeit zum Rückzug.

Der Bäcker öffnet schon früh, so kann ich um 7.00 Uhr bereits hier Brötchen kaufen, um diese mit in die Eifel zu schleppen. Der Schnürsenkel des rechten Schuhs verfängt sich in der Kette, ich will anhalten, um ihn zu lösen und meine Gehirnwindungen sind wohl noch nicht so wach, dass sie es erfassen können, dass der rechte Fuß nicht in der Lage ist, den Boden zu betreten. Und so passiert mein erster Fahrradunfall nach 2 Wochen mit dem neuen Rädchen Samstag morgen um 07.00 Uhr, kurz hinterm Bäcker. Sehr unspektakulär falle ich aus dem Stand um. Ich stütze mich ab und direkt ist mir klar, dass das keine gute Idee war. Wahrscheinlich bin ich mit einem blauen Auge bzw. einer Überdehnung oder Verstauchung davon gekommen. Die Hand ist beweglich aber an den Gelenken etwas geschwollen und schmerzhaft.

Beim Rad fahren tat es aber nicht weh, so hab ich mein Unterfangen nicht nach den ersten 300m schon abgebrochen.

Die Hasen am Rhein flitzen über den Radweg und zweimal rettet eine Vollbremsung deren Leben. Ansonsten ist es um die Uhrzeit wunderbar friedlich auf den Rheinwiesen.

Auch Industriestädte haben schöne Ansichten.


Die erste Etappe geht bis zum Dom, um von dort mit dem Zug einen Teilabschnitt zu fahren.

Auf in den Eifel-Express (der Zug heißt wirklich so). Allerdings hatte ich nicht als einzige die Idee mit dem Rädchen Richtung Land zu fahren - halb Köln will mit den Drahteseln in den Zug. Man kommt sich näher und ich darf - mit stolzgeschwellter Brust - auf Nachfragen meinen schwarzen Blitz erklären (wobei ich heute eher weniger blitzartig unterwegs war).

Irgendwann auf der Strecke zwischen Köln und Eifel steige ich aus und fahre die nächste Etappe. Das Land ist flach und voller Rüben- und Kartoffelfelder und ganz am Horizont wölben sich die ersten Hügel der Eifel in die Höhe. Dort muss ich hin.

Halb verhungert, bin ich froh ums Frühstück und nach einigen Plaudereien, Begutachtung der Tomaten und Rosen in Elterns Garten bieten meine Eltern an, mich auf dem nächsten Teilstück zu begleiten - schöne Idee und gut, wenn die Eltern fit wie Turnschuhe sind (ich muss das sagen, bald sind meine Eltern online und dann sollen sie ja was nettes lesen;-))


Wieder ein Stück mit dem Zug, noch mitten in die City rein, Helm, Handschuhe und Rad-Kleidung gekauft (im Moment hat Karstadt-Sport aber wirklich gute Angebote) und ich komme überhaupt nicht auf die Idee, von der Innenstadt den ÖPNV zu nutzen. Behelmt und behandschuht gehts Richtung Heimat. Meine Etappentour umfasste 73km, ich bin redlich kaputt (was aber auch am absoluten Schlafmangel liegt) und sehr, sehr zufrieden mit meinem neuen Spielzeug. Die anfängliche Problematik mit dem Nacken scheint sich sehr schnell aufgelöst zu haben.

Ob diese Tour für den morgigen Firmen-Staffellauf zuträglich war, mag ich mal bezweifeln aber wir machen das ja "just for fun". Wenn das Wetter mitspielt, gibt es vielleicht ja auch noch ne kleine Erholungsradtour und dann werde ich Montag mal einen absoluten Sportabstinenztag machen. Studio geht mit der Hand jetzt grad wohl gar nicht. Gleich gibts kalte Umschläge auf die Tatze!

Kommentare:

  1. Ich finde toll, wenn die Menschen auch "im Alter" (ich bin mal vorsichtig ;-) beweglich sind (Deine Eltern sollen ja was Nettes zu Lesen haben, wenn sie denn dann online sind ;-) *lach* Nein, ganz im Ernst, ich wünschte mein Pa würde diese Seite auch mal wieder entdecken, leider wird er gehindert, früher hat ihm so eine Radtour auch viel Spaß bereitet, ich glaube eigentlich auch jetzt noch, aber er tut es leider nicht mehr. Sehr schade.

    Schöne Strecke, schöne Fotos. Aber weißt Du was? Langsam aber sicher habe ich die Befürchtung, Dein Körper braucht irgendwo Schmerzen *lach* Ich hoffe, die Blessuren werden über Nacht nicht schlimmer, oft ist das ja so, wenn Ruhe einkehrt. Mannomann, Du machst Sachen. Gute Besserung und einen schönen Staffellauf (+ 1/4-Rest ;-)) morgen!!

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  2. Ich finde toll, wenn die Menschen auch "im Alter" (ich bin mal vorsichtig ;-) beweglich sind (Deine Eltern sollen ja was Nettes zu Lesen haben, wenn sie denn dann online sind ;-) *lach* Nein, ganz im Ernst, ich wünschte mein Pa würde diese Seite auch mal wieder entdecken, leider wird er gehindert, früher hat ihm so eine Radtour auch viel Spaß bereitet, ich glaube eigentlich auch jetzt noch, aber er tut es leider nicht mehr. Sehr schade.

    Schöne Strecke, schöne Fotos. Aber weißt Du was? Langsam aber sicher habe ich die Befürchtung, Dein Körper braucht irgendwo Schmerzen *lach* Ich hoffe, die Blessuren werden über Nacht nicht schlimmer, oft ist das ja so, wenn Ruhe einkehrt. Mannomann, Du machst Sachen. Gute Besserung und einen schönen Staffellauf (+ 1/4-Rest ;-)) morgen!!

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  3. Oh Michi, nein, ich brauche keine Schmerzen, echt nicht. Aber Du hast Recht mit der Ruhe, es färbt sich leicht -brrrr, ich will nicht.

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  4. Ohje, welch ungünstiger Start - ich glaub ich wäre wieder umgedreht. Alles Gute für Deine Hand.
    Deine Tour finde ich klasse, einfach ein Stück mit dem Zug und dann geht es weiter – ähnelt wie ich finde dem Autobahnlauf ein wenig;)

    Ich glaube es ist sehr viel wert wenn man im Alter aktiv bleibt – zum Glück sind meine Eltern auch noch gut fit und unternehmen ihre Radtouren mit Jugendherbergsübernachtungen *aufHolzklopf*

    Dir ganz viel Spaß morgen und toitoitoi das die Hand sich über Nacht ein wenig beruhigen mag und nicht auf andere Ideen kommen mag!!!

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  5. Ich frqge jetzt mal ganz direkt: kriegst du vom vielen Radfahren denn gar kein Sitz-Weh?
    Also ich schon! Trotz Bobbeshose. Der "Bobbes" ist es ja auch gar nicht, der wehtut. Irgendwas dazwischen halt. Aua. Aber ich hoffe, irgendwann gewöhnt man sich dran.

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  6. Ich frqge jetzt mal ganz direkt: kriegst du vom vielen Radfahren denn gar kein Sitz-Weh?
    Also ich schon! Trotz Bobbeshose. Der "Bobbes" ist es ja auch gar nicht, der wehtut. Irgendwas dazwischen halt. Aua. Aber ich hoffe, irgendwann gewöhnt man sich dran.

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  7. Eine schöne Tour bist du da gefahren. Und dann noch mit Unterstützung. Klasse! Meine Schwiegereltern sind in dieser Richung auch sehr aktiv und in unserer Gegend gibt es ein richtig gut ausgebautes Radwandernetz.

    Gute Besserung für deine Hand. Aber zum Glück brauchst du sie ja nicht beim Laufen.

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  8. @pienznaeschen - meine Eltern bekommen jetzt um die 70 die Quittung im positiven Sinne für ihre lebenslange Aktivität und gesunde Lebensweise (kein Nikotin/kaum Alkohol). Im deren Bekanntenkreis sieht das oft nicht so gut aus.

    Die Hand ist weiter angeschwollen, tut aber nicht mehr weh als vorher. Überhaupt tut sie in Ruhestellung nicht weh, das werte ich mal positiv. Ich versuch sie jetzt mal zu schonen.


    @Hase, ich hab tatsächlich wenig Probleme. Ich spüre das zwar aber viel weniger als befürchtet. Kurze Strecken fahre ich ohne Radhose. Frank hingegen hat Probleme und sich gestern den Sattel umgetauscht. Das ist halt manchmal notwendig. Wenn Du also arg Probleme hast, probier mal einen anderen Sattel aus. Dein Radgschäft hilft Dir bestimmt weiter.

    @Anett - das hab ich auch schon gedacht. Den Staffelstab kann ich links halten und ansonsten wird sie weder belastet noch Probleme machen. Wird schon wieder. Gott sei Dank gibt es heutzutage Computer. Mit der Hand schreiben wäre jetzt etwas schwerer.

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  9. 73 Tageskilometer sind für einen relativen Radneuling schon ein Haufen Holz! Macht aber schon auch Spaß, oder? ;-)

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  10. Nicht zu fassen, dass du gleich beim Bäcker vom Fahrrad fällst, hoffentlich ist deine Hand bald auch wieder fit.

    Die Bilder sprechen für sich: eine schöne Radtour mit herrlicher Aussicht, und deine Eltern strahlen, dass sie ihre Tochter sehen, sehr gelungen.

    Und heute Firmen-Staffellauf ? Ich hoffe, alles ist wieder gut !

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  11. Autsch
    Handgelenk ist immer Sch....
    Ein Bekannter von mir hat mal gemeint, dass man immer das Gelenk gerade machen soll und die hand zu ner faust ballen, so hält das Gelenk bedeutend mehr, bloss muss einem das beim fallen auch einfallen und man muss es auch noch umsetzten.

    Mach dir nix draus, die Schmerzen lassen nach, die gewonnenen Eindrücke deiner Radtour bleiben ewig.

    Als ich das Bild deiner Eltern sah, war sofort klar dass die beiden fit wie Tunrschuhe sind.
    Das sind beide "Camper", da kann man nur fit sein.

    Gruss Mayo

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  12. Autsch
    Handgelenk ist immer Sch....
    Ein Bekannter von mir hat mal gemeint, dass man immer das Gelenk gerade machen soll und die hand zu ner faust ballen, so hält das Gelenk bedeutend mehr, bloss muss einem das beim fallen auch einfallen und man muss es auch noch umsetzten.

    Mach dir nix draus, die Schmerzen lassen nach, die gewonnenen Eindrücke deiner Radtour bleiben ewig.

    Als ich das Bild deiner Eltern sah, war sofort klar dass die beiden fit wie Tunrschuhe sind.
    Das sind beide "Camper", da kann man nur fit sein.

    Gruss Mayo

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  13. Sitzprobleme rühren fast immer vom Schambein her.
    Entweder falsche Satteleinstellung oder falscher Sattel.

    Der Rest ist Gewöhunungssache. Auch radamateuren und -profis schmerzt am Anfang der Saison schneller der Hintern - sollte aber mit jedem gefahrenen Kilometer nachlassen.

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  14. @Lizzy - wie jeck!

    @Margitta - ja, hat gut geklappt. Dafür, dass ich so viele Radkilometer in den Beinen hatte, war ich ordentlich fit. Das Rad fahren kommt meinem Knie absolut zugute, dass war heute total still. Lediglich die A-Sehne zickt noch in der liebe Piriformis.

    @Mayo, ja das sind sie - ihr Leben lang schon. Und da sie so fit sind, können sie das seit der Rente meines Vaters auch sehr gut nutzen. Den Tipp bzgl. der Hand werde ich versuchen, mir einzuprägen. Es wird Gott sei Dank nicht schlimmer, zwar dicker aber nicht schmerzhafter. Ich denke, das ist in ein paar Tagen wieder vergessen. Ich hab wohl Glück gehabt.

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  15. WOW! So eine Strecke - wo bist du losgefahren? Meine Mutter wollte gestern von uns aus (nahe D'Dorf) fahren - istd ann aber doch auf ÖPNV umgestiegen....

    Ich wünsch dir gute Besserung nach dem "Umfall".

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  16. WOW! So eine Strecke - wo bist du losgefahren? Meine Mutter wollte gestern von uns aus (nahe D'Dorf) fahren - istd ann aber doch auf ÖPNV umgestiegen....

    Ich wünsch dir gute Besserung nach dem "Umfall".

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  17. Ich muss Lizzy beipflichten - 73 km für einen Radanfänger (mit verstauchtem Handgelenk) ist ganz beachtlich. Es ist schon erstaunlich, wie schnell Laufambitionen in den Hintergrund treten, wenn man erst Gefallen am Radeln gefunden hat, stimmt's?

    Gute Besserung
    Uli

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  18. Ich muss Lizzy beipflichten - 73 km für einen Radanfänger (mit verstauchtem Handgelenk) ist ganz beachtlich. Es ist schon erstaunlich, wie schnell Laufambitionen in den Hintergrund treten, wenn man erst Gefallen am Radeln gefunden hat, stimmt's?

    Gute Besserung
    Uli

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  19. @Uli - also es sind die Gelenke vom Zeige- und Mittelfinger, die verstaucht sind, nicht das Handgelenk. Damit hätte ich wohl nicht fahren können. Aber es hat schon wieder fast normale "Größe" erreicht. Dafür trotzen 3 fette blaue Flecken auf meinem Oberschenkel;-) Schmückt ungemeint und Laufrock wird für 2 Wochen in den Schrank verbannt.

    Laufen wird wohl immer meine Hauptleidenschaft bleiben - aber ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mir Rad fahren auch so viel Spaß machen kann. Und es tut den Knien so unendlich gut. Die 39 Wochenkilometer hab ich bzgl. Knie und Schienbeine super weggesteckt und das führe ich aufs Rad fahren zurück. Wenn ich leichte Schmerzen hab und dann fahre, sind die danach wie weggeblasen.

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  20. @Uli - also es sind die Gelenke vom Zeige- und Mittelfinger, die verstaucht sind, nicht das Handgelenk. Damit hätte ich wohl nicht fahren können. Aber es hat schon wieder fast normale "Größe" erreicht. Dafür trotzen 3 fette blaue Flecken auf meinem Oberschenkel;-) Schmückt ungemeint und Laufrock wird für 2 Wochen in den Schrank verbannt.

    Laufen wird wohl immer meine Hauptleidenschaft bleiben - aber ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mir Rad fahren auch so viel Spaß machen kann. Und es tut den Knien so unendlich gut. Die 39 Wochenkilometer hab ich bzgl. Knie und Schienbeine super weggesteckt und das führe ich aufs Rad fahren zurück. Wenn ich leichte Schmerzen hab und dann fahre, sind die danach wie weggeblasen.

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