Montag, 15. Dezember 2008

Früher II


Sind dort meine ersten Grundlagen für die Wanderliebhaberei gelegt worden?

Und wir hatten ja nix - dem aufmerksamen Blog-Schauer wird auffallen, dass ich die gleiche Hose anhab.

Kommentare:

  1. Hast Du da für den Rheinsteig geübt? Hach...welch' ein Omen ;)

    Früüüüher bin ich übrigens auch mal in Deiner Blogrolle erschienen...jaja...

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  2. Hast Du da für den Rheinsteig geübt? Hach...welch' ein Omen ;)

    Früüüüher bin ich übrigens auch mal in Deiner Blogrolle erschienen...jaja...

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  3. Jetzt biste wieder drin. Anja hat sich versucht, einen kitschigen Weihnachtshintergrund in den Blog zu hauen. Daraufhin sind alle möglichen Blogs auf der Strecke geblieben, die ich nicht noch von vor Urzeiten abgespeichert hab. Danke für den Hinweis!

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  4. also mir wär' das mit der Hose ja nicht aufgefallen.
    Andererseits finde ich das eh völlig normal. Ich meine: wenn man mal Lieblingsklamotten hat, dann muss man die doch auch solange immer wieder anziehen, bis sie endgültig und rettungslos verloren sind. Wechseln geht da doch nicht - ab und zu waschen muss reichen. Oder geht das tatsächlich auch anders? :-O

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  5. also mir wär' das mit der Hose ja nicht aufgefallen.
    Andererseits finde ich das eh völlig normal. Ich meine: wenn man mal Lieblingsklamotten hat, dann muss man die doch auch solange immer wieder anziehen, bis sie endgültig und rettungslos verloren sind. Wechseln geht da doch nicht - ab und zu waschen muss reichen. Oder geht das tatsächlich auch anders? :-O

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  6. @Lizzy, ich glaub tatsächlich, dass ich nicht zwingend so viele Hosen hatte. Früher war das doch wirklich anders. Ein paar Sandalen für den Sommer, ein paar dicke Schuhe für den Winter und zum Rodeln waren es die Gummistiefel (was zur Hölle sind MoonBoots), die sich über die Geschwister vererbten. Zweimal im Jahr, jeweils zum Saisonwechsel, wurde der große Koffer geholt, in dem die Klamotten der Geschwister auf einen neuen Einsatz warteten. Und ich finds total ok. Ja ja, wir hatten ja nix;-) Ab und zu gabs aber auch mal was Neues, wenn ich mich recht entsinne (das muss ich jetzt wieder schreiben... Feind liest ja mit;-)

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  7. Wir hatten ja nix.
    Stimmt! Aber es hat keinem von uns geschadet. ;-)
    Heute hab ich das Problem das ich vor lauter Funktionsunterüberdrüber-nebenobaenaufhose nicht mehr weis was ich anziehen soll wenn ich Laufen gehe.

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  8. in dem Alter hatte ich übrigens noch gar keine Hose. Durfte ich nicht. Mein Vater war der Meinung, dass sich Hosen für Mädchen nicht gehören. Und so tauche ich auf den sehr wenigen Fotos (wir hatten auch keinen Fotoapparat - in Urlaub gefahren sind wir aber auch nie, nur ab und an mit dem Zug zu Verwandtenbesuchen nach Thüringen), die es von mir gibt, bis ins Alter von ca. 10 Jahren nur mit Rock und Strumpfhosen auf. Im Winter im Schnee und auf Schlitten waren es dann eben ganz dicke Wollstrumpfhosen mit Wollunterhosen drunter und Leibchen umgewickelt.
    Dann hat meine 4,5 Jahre ältere Schwester eine Hose durchgesetzt und ich bin gleich "mit durchgeflutscht" und bekam auch eine. Aus irgend so einem billigen Kunststoffstoff und genäht von unserem Mieter im Haus, der (Herren-)Schneider war.
    Jaja, das waren Zeiten ... ;o)

    Viele Röcke hatte ich aber auch nicht, glaub' ich. Alle irgendwie geerbt und umgenäht. Erinnere mich nicht, dass mir jemals was neues gekauft wurde, bevor ich mit ca. 12 Jahren anfing, Zeitungen und Werbeprospekte auszutragen und mir die Klamotten selber kaufen konnte. Später dann Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe geben ... da ging's dann los mit eigenem Geld ... das ich meist aber lieber in Outdoorklamotten (Wanderschuhe, Rucksack, Schlafsack, Tourenkosten), Bücher und Schallplatten umgesetzt habe. Manchmal blieb was für den SecondHandShop übrig.
    Hat mich nie gestört - stört mich heut' noch nicht.
    Und ich war in der "reiche-Leute-Schule" unserer Gegend. In der Oberstufe hatten fast 10% der Mitschüler einen BMW - Ehrlich. 6 von 64. Während die LEhrer damals GOLF fuhren *g*
    HAchja - was könnt' ICH aus dem Krieg erzählen .... ;o)

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  9. in dem Alter hatte ich übrigens noch gar keine Hose. Durfte ich nicht. Mein Vater war der Meinung, dass sich Hosen für Mädchen nicht gehören. Und so tauche ich auf den sehr wenigen Fotos (wir hatten auch keinen Fotoapparat - in Urlaub gefahren sind wir aber auch nie, nur ab und an mit dem Zug zu Verwandtenbesuchen nach Thüringen), die es von mir gibt, bis ins Alter von ca. 10 Jahren nur mit Rock und Strumpfhosen auf. Im Winter im Schnee und auf Schlitten waren es dann eben ganz dicke Wollstrumpfhosen mit Wollunterhosen drunter und Leibchen umgewickelt.
    Dann hat meine 4,5 Jahre ältere Schwester eine Hose durchgesetzt und ich bin gleich "mit durchgeflutscht" und bekam auch eine. Aus irgend so einem billigen Kunststoffstoff und genäht von unserem Mieter im Haus, der (Herren-)Schneider war.
    Jaja, das waren Zeiten ... ;o)

    Viele Röcke hatte ich aber auch nicht, glaub' ich. Alle irgendwie geerbt und umgenäht. Erinnere mich nicht, dass mir jemals was neues gekauft wurde, bevor ich mit ca. 12 Jahren anfing, Zeitungen und Werbeprospekte auszutragen und mir die Klamotten selber kaufen konnte. Später dann Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe geben ... da ging's dann los mit eigenem Geld ... das ich meist aber lieber in Outdoorklamotten (Wanderschuhe, Rucksack, Schlafsack, Tourenkosten), Bücher und Schallplatten umgesetzt habe. Manchmal blieb was für den SecondHandShop übrig.
    Hat mich nie gestört - stört mich heut' noch nicht.
    Und ich war in der "reiche-Leute-Schule" unserer Gegend. In der Oberstufe hatten fast 10% der Mitschüler einen BMW - Ehrlich. 6 von 64. Während die LEhrer damals GOLF fuhren *g*
    HAchja - was könnt' ICH aus dem Krieg erzählen .... ;o)

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  10. Hach ja, das war noch was: Absolutes Hosenverbot für Mädchen in den Schulen, aber Prügeln durch die Lehrer erlaubt.
    Aber dann haben wir ja zum Glück zurückgeschlagen. Ihr dürft euch bei Emma und mir bedanken. :D

    Sorry fürs Verwässern, Anja. Lizzy hat Schuld. Was weiß denn dieses Küken schon vom Krieg? :D

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  11. Nachtrag: Ja, ja, und jetzt wird man langsam wird man tüdelig. Ich meinte eher Alice als Emma, aber irgendwie passen ja beide. ;)

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  12. Phönix, tatsächlich weiß ich von dem Krieg nur noch am Rande. Wobei das "körperliche Züchtigungsrecht in Schulen" laut Wikipedia in der BRD erst 1973 (in Bayern 1980) abgeschafft wurde, mein Grundschullehrer also noch hätte zuschlagen dürfen theoretisch. Hat er aber nicht. Bei niemandem. Er kam damals frisch von der Uni und war sehr engagiert.

    Und was Alice angeht: die ist zwar ein paar Jährchen älter als ich. Aber euren "Kampf" hab' ich durchaus zumindest am Rande mitbekomen. Mein 5,5 Jahre älterer Bruder hatte den SPIEGEL abonniert und ich hab' trotz des verschärften Protests meines Vaters mitgelesen.

    So richtig aktiv im größeren Rahmen bzw. organisiert war ich selber zwar diesbezüglich nie. Mir war aber immer bewusst, dass ihr mit zu meinen Hosen beigetragen habt. Danke dafür ;o)

    Ich glaube übrigens, dass Anja die Verwässerung ihres Foto-Threads nicht sonderlich stört - zu irgendwas sollte der bestimmt anregen und das hatter ja erfüllt.

    P.S. Wie ich sehe, muss ich zum Erscheinen lassen dieses Beitrags gleich eintragen:

    irrist

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  13. Phönix, tatsächlich weiß ich von dem Krieg nur noch am Rande. Wobei das "körperliche Züchtigungsrecht in Schulen" laut Wikipedia in der BRD erst 1973 (in Bayern 1980) abgeschafft wurde, mein Grundschullehrer also noch hätte zuschlagen dürfen theoretisch. Hat er aber nicht. Bei niemandem. Er kam damals frisch von der Uni und war sehr engagiert.

    Und was Alice angeht: die ist zwar ein paar Jährchen älter als ich. Aber euren "Kampf" hab' ich durchaus zumindest am Rande mitbekomen. Mein 5,5 Jahre älterer Bruder hatte den SPIEGEL abonniert und ich hab' trotz des verschärften Protests meines Vaters mitgelesen.

    So richtig aktiv im größeren Rahmen bzw. organisiert war ich selber zwar diesbezüglich nie. Mir war aber immer bewusst, dass ihr mit zu meinen Hosen beigetragen habt. Danke dafür ;o)

    Ich glaube übrigens, dass Anja die Verwässerung ihres Foto-Threads nicht sonderlich stört - zu irgendwas sollte der bestimmt anregen und das hatter ja erfüllt.

    P.S. Wie ich sehe, muss ich zum Erscheinen lassen dieses Beitrags gleich eintragen:

    irrist

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  14. Oh, diskutiert Ihr hier schoen weiter. Ich bin im Moment nur sporadisch am Netz.
    Und allen, die mit Emma und Alice gekaempft haben, bin ich immer noch sehr dankbar. Ich durfte zwar als Kind schon Hosen tragen aber der Rest musste dann doch noch in die richtigen Bahnen geruettelt werden.

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  15. ich durfte ja als Kind auch schon immer Hosen anziehen. In der DDR war also doch nicht alles schlecht ;-)

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  16. Ralf, im speziellen Hosenfall sind die politischen Systeme unschuldig. Die Ansichten meines Vaters waren absolut unabhängig von derartig schnelllebigen Faktoren und wären er und meine Mutter nicht noch im letzten Moment über die gründe Grenze "rübergemacht", dann hätte auch in der DDR für mich so lange wie irgend haltbar Hosenverbot gegolten. Da bin ich mir sicher.

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  17. Ralf, im speziellen Hosenfall sind die politischen Systeme unschuldig. Die Ansichten meines Vaters waren absolut unabhängig von derartig schnelllebigen Faktoren und wären er und meine Mutter nicht noch im letzten Moment über die gründe Grenze "rübergemacht", dann hätte auch in der DDR für mich so lange wie irgend haltbar Hosenverbot gegolten. Da bin ich mir sicher.

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  18. Ich finde das Bild schöööön, auch mit dieser Hose. Ha, mein Onkel hat mir letztes Wochenende eine ganze CD voll Früher-Fotos gebrannt. Sehr witzig und spannend. Auch die Hosen ;-)))

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  19. Häh? Hosenverbot? Noch nie was davon gehört. Anja, ich finde das Klasse mit den alten Fotos, ich würde das auch gern mal machen, aber irgendwie fehlt mir die Zeit...;o)

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  20. aus Wikipedia:

    Erst Ende der 60er Jahre wurden Frauenhosen gesellschaftlich akzeptiert, und der Hosenanzug für Damen kam in Mode. Als „anständig“ galt diese Kleidung in gehobenen Kreisen deshalb jedoch noch nicht. Die Klatschpresse dieser Zeit konnte immer wieder über einen „Hosenskandal“ berichten. So wurde der Sängerin Esther Ofarim 1966 der Zutritt zur Bar des Hamburger Atlantic-Hotels im Hosenanzug verwehrt. Der Frau des englischen Flieger-Stars Townsend, wurde 1969 im Ritz der Zutritt zur Filmpremiere "Die Luftschlacht um England" verweigert. Der Empfangschef hielt sie an:"Frauen in Hosen ist der Eintritt verboten. Gehen Sie bitte und ziehen sich weibliche Kleidung an!" Die Schauspielerin Senta Berger durfte 1969 in einem edlen Designer-Anzug nicht zum Dinner in ein Londoner Hotel, sondern musste sich umziehen. In internationalen Luxushotels galt das Hosenverbot für Frauen noch in den 1970er Jahren. Bis 1970 waren auch im Londoner Nobelkaufhaus Harrods behoste Kundinnen unerwünscht. Der damalige CSU-Bundestagsvizepräsident Richard Jaeger drohte 1970, er werde jede Abgeordnete, die es wagen sollte, in Hosen zur Plenarsitzung zu erscheinen, aus dem Saal weisen

    Mein Vater berief sich natürlich nicht auf die "gehobenen Kreise", sondern auf die kirchlichen Regeln. Und da gibt's auch heute noch strenge Sekten bzw. Gemeinschaften, in denen die Frauen Hosenverbot haben.
    Als ich erstmals eine Sonntagsmesse in Jeans besuchte (immerhin habe ich sie damals noch besucht ;), da war das einen ausgewachsenen Familienkrach wert.

    Und noch in den 1980iger Jahren wurden Mädchen mit Miniröcken und schulterfreien Tops stante pede vom Direktor der Schule, die ich besucht habe , wieder nach Hause geschickt: "Zieh' dir was vernünftiges an, dann kannst du wieder in die Schule kommen!" (hätte mir wiederum nicht passieren können - ich trug lieber Schlabberlook)

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  21. aus Wikipedia:

    Erst Ende der 60er Jahre wurden Frauenhosen gesellschaftlich akzeptiert, und der Hosenanzug für Damen kam in Mode. Als „anständig“ galt diese Kleidung in gehobenen Kreisen deshalb jedoch noch nicht. Die Klatschpresse dieser Zeit konnte immer wieder über einen „Hosenskandal“ berichten. So wurde der Sängerin Esther Ofarim 1966 der Zutritt zur Bar des Hamburger Atlantic-Hotels im Hosenanzug verwehrt. Der Frau des englischen Flieger-Stars Townsend, wurde 1969 im Ritz der Zutritt zur Filmpremiere "Die Luftschlacht um England" verweigert. Der Empfangschef hielt sie an:"Frauen in Hosen ist der Eintritt verboten. Gehen Sie bitte und ziehen sich weibliche Kleidung an!" Die Schauspielerin Senta Berger durfte 1969 in einem edlen Designer-Anzug nicht zum Dinner in ein Londoner Hotel, sondern musste sich umziehen. In internationalen Luxushotels galt das Hosenverbot für Frauen noch in den 1970er Jahren. Bis 1970 waren auch im Londoner Nobelkaufhaus Harrods behoste Kundinnen unerwünscht. Der damalige CSU-Bundestagsvizepräsident Richard Jaeger drohte 1970, er werde jede Abgeordnete, die es wagen sollte, in Hosen zur Plenarsitzung zu erscheinen, aus dem Saal weisen

    Mein Vater berief sich natürlich nicht auf die "gehobenen Kreise", sondern auf die kirchlichen Regeln. Und da gibt's auch heute noch strenge Sekten bzw. Gemeinschaften, in denen die Frauen Hosenverbot haben.
    Als ich erstmals eine Sonntagsmesse in Jeans besuchte (immerhin habe ich sie damals noch besucht ;), da war das einen ausgewachsenen Familienkrach wert.

    Und noch in den 1980iger Jahren wurden Mädchen mit Miniröcken und schulterfreien Tops stante pede vom Direktor der Schule, die ich besucht habe , wieder nach Hause geschickt: "Zieh' dir was vernünftiges an, dann kannst du wieder in die Schule kommen!" (hätte mir wiederum nicht passieren können - ich trug lieber Schlabberlook)

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  22. c@Kathrin - na, ich habs ja leicht, mein Vater macht die Arbeit fuer mich.

    @Lizzy, danke fuer den Beitrag. Interessant, interessant - vieles ist erst so wenige Jahre her und es ist erstaunlich, was "frau" erreicht hat. Also stellvertretend dann noch mal einen Dank an Phoenix;-))

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  23. c@Kathrin - na, ich habs ja leicht, mein Vater macht die Arbeit fuer mich.

    @Lizzy, danke fuer den Beitrag. Interessant, interessant - vieles ist erst so wenige Jahre her und es ist erstaunlich, was "frau" erreicht hat. Also stellvertretend dann noch mal einen Dank an Phoenix;-))

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