Donnerstag, 22. Oktober 2009

~ Blumenmonds veganisierter Schwiema-Test-Apfelkuchen! ~

Ich will Apfelkuchen backen. Schwiema kommt zu Besuch. Ich will keinen gekauften Kuchen und ich will einen tierfreien noch dazu. Die Rezepte, die ich finde, gefallen mir aber nicht. Also muss ein "normaler" enttiert werden. Da ich das noch nie gemacht habe, hole ich mir Rat. Der Rat lautet - lieber einen anderen nehmen, in meinem ist zu viel Ei drin. Wie das so häufig bei mir ist, höre ich mir alles an und entscheide mich gegen alle Ratschläge. Ich gebe zu, dass dieser Charakterzug nicht generell immer zum Erfolg führt - heute aber zum Glück schon.

Vorher hatte ich mir aber noch ne Sammlung "Back-die-Hälfte-Backformen" gekauft - ich backe nämlich selten Kuchen, weil die Menge für uns immer zu viel ist und wir nur seltener zu diesen Süßen Dingen greifen - das wird sich ändern.

Hier also mein Schwiema-Test-Apfelkuchen (für eine normalgroße Form).

400 g Mehl
6 EL Rohrzucker
1,5 TL Zimt, gemahlen
200 g kalte Margarine (vegan von Rapunzel)
4 EL Sojamehl
16 EL Mandelmilch
1,2 kg Äpfel, (säuerlich)
Saft 1 Zitrone
150 g Rohrzucker (ich werde es beim nächsten Rezept auf 120g reduzieren)
75 g Rosinen
75 g Cranberries, getrocknete (wenn vorhanden, sonst auch Rosinen)
1 TL Zimt, gemahlen
1 Prise Muskat
1 Prise Nelke, gemahlen

Mehl, Zucker, Sojamehl und Zimt mischen. Margarine und Mandelmilch untermischen und alles zu einem glatten Teig kneten. Den Teig 1 Stunde lang in Klarsichtfolie verpackt im Kühlschrank parken.
Äpfel schälen und entkernen und die Hälfte der Äpfel in Würfel und die andere in feine Scheiben schneiden.

Die erste Hälfte der Äpfel (also die Würfel) mit dem Zitronensaft, den Rosinen und den Cranberries in einen Topf backen und so lange kochen, bis die Äpfel weich sind. Dann die restlichen Scheibchenäpfel sowie die Gewürze unterrühren und auf Seite stellen.

Zwei Drittel des Teiges wird zwischen zwei Klarsichtfolien ausgewalzt (genug Rand vorsehen). Dann alles in eine Kuchenform oder Pie-Form legen und den Rand schön gleichmäßig formen - mit einer Gabel einstechen. Die Apfelmasse draufgeben (am besten mit einem durchlässigen Löffel, damit nicht zu viel Flüssigkeit mit in den Kuchen kommt) und aus dem restliche Teig einen Deckel formen. Mit Wasser bepinseln und vorher ebenfalls mit einer Gabel einstechen.

Bei 200 Grad auf der untersten Ebene backen - ca. 40-45 Minuten und das Ganze in der Form auskühlen lassen, wenn es auch noch so schwer fällt.

Kommentare:

  1. Pah, im Halse soll er Dich steckenbleiben! (Und jawohl, ich BIN neidisch das Dir gleich der allererste vegane Kuchen gelungen ist!)

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  2. Zwei Stücke sind schon durch den Hals durchgeflutscht. Iss nix stecken geblieben. War total lecker. *triumphier*

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  3. Man sieht gar keine Tiere ;-)

    Mjamm, ich bin neidisch. Der sieht ja sowas von lecker und saftig aus, den würde ich jetzt auch essen mögen.

    PS: Ich bin gegen im Halse steckenbleiben, dann fällt die Testaktion doch weg ;-)

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  4. Ach so Frollein - ein Trost bleibt Dir sicherlich. Datt Foto iss scheiße. ;-)

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  5. Ja ja, toller Kuchen, das mag sein, zweifelsohne.

    Aber dafür heiratet dich das Frollein jetzt nicht mehr, war es dir DAS wirklich wert? Tses....

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  6. Nö, das Foto zeigt, dass er lecker und saftig und fruchtig ist, ich finds gut.

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  7. @Michi - wir machen nen Brunch, dann gibts auch Kuchen;-)

    @Hase - freu Dich nicht zu früh... ich kenn Mittel und Wege...

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  8. Das ist viel zu viel Arbeit, ich mach auch ohne Kuchen mit. Ich freu mich drauf!

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  9. Schaut super aus! Gratuliere!!!

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  10. Der sieht wirklich lecker aus. Oben knusprig, unten fruchtig.

    Ein appetitlicher Abend ist das heute im Netz.
    Erst bei Pienznäschen der Schokoturm und jetzt bei dir der Kuchen...

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  11. wobei sich doch in erster Linie die Frage stellt: Was hat die Schwiegermutter dazu gesagt? :)

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  12. @Lizzy, die hat ihn noch gar nicht gegessen. Das war der Probekuchen, ob es ohne Ei gelingt. Schwiema kommt erst am Samstag.

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  13. hehe *lol* - das ist vernünftig. Wurde mir auch schon gelegentlich empfohlen weil ich grundsätzlich ohne Netz und doppelten Boden agiere und meine Gäste gerne als Versuchskaninchen noch für die wildesten Experimente missbrauche *g*

    Nagut - dann bitte nachreichen, das Urteil.

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  14. @Lizzy - mach ich auch meistens. Aber ein normales Kuchenrezept zu veganisieren fand ich dann doch recht heikel.

    Urteil: Sehr gut, sie hat noch ein Stück für morgen Nachmittag mit heim genommen. Gutes Zeichen. Und das nächste Rezept wartet auf ein Posting, ich hab dann doch noch was ausprobiert, was ich vorher noch nicht gemacht hab. Lecker.

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