Sonntag, 10. Juli 2011

~ Soll ich, soll ich nicht... ~

... soll ich, soll ich nicht... drüber schreiben?

Ich hatte nen tollen Sonntag. Ich durfte helfen bei einer Typiesierungsakion der DKMS. Das Thema liegt mir am Herzen und ich hab mit gefreut, dass über Facebook (das muss ja für irgendwas gut sein:-)) ein Aufruf kam, dass man Unterstützung benötigte.

So saß ich heute bei der Saisoneröffnung in der V**tinsarena Auf Schalke als Schreiberling und durfte neue potentielle Stammzellenspender aufnehmen (also deren Daten) und für die ein oder andere Frage Rede und Antwort stehen (man lernt ja jeden Tag dazu).

Es war ein interessanter, lustiger und auch emotionaler Tag. Am meisten berührt hat es mich, wie enttäuscht Menschen waren, wenn sie aufgrund ihres Alters (Höchstgrenze 55) oder einer Krankheit (alle Autoimmunerkrankungen, chronische Erkankungen, Diabetes etc.) nicht in Frage kamen. Am liebsten hätt ich sie dann in den Arm genommen, um sie zu trösten, so enttäuscht waren die meisten.

Und trotz der neuen Spender, es sind noch lange nicht genug und man kann sich ganz einfach mittels eines Wattestäbchens und einem Abstrich im Mund typisieren lassen. Weitere Informationen findet man hier... also los Leute, seit Helden und rettet möglicherweise Leben.

Ich werde gerne bei weiteren Aktionen dabei sein - es macht Spaß, die Menschen mit zu motivieren, etwas Gutes zu tun.

Kommentare:

  1. Gefällt mir und finde ich toll!

    Leider leider wissen viel zu wenige wie einfach es ist zu helfen - ich habe auch immer gedacht das das ein riesen Akt wäre, bis man mich vor zwei Jahren mal aufklärte weil das Schicksal eben direkt neben mir einschlug.

    Also los, gebt Euch alle einen Ruck!!

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  2. Als ehemals betroffene Mama finde ich dein Engagement super. Es kann sich niemand vorstellen, unter welchen Druck man gerät, wenn sich herausstellt, dass kein Familienmitglied als Spender geeignet ist und man auf die Datenbank angewiesen ist. Florian blieb dann gottlob die Transplantation erspart, Spender hätten wir keinen gehabt.

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  3. @Julia, naja, das Typisieren ist einfach aber es steht einfach eine größere Überlegung dahinter wie beim Blutspenden. Ich hatte zwei Frau in meinem Alter bei der Registrierung, die extrem unschlüssig waren. Die eine gab dann auf Nachfragen zu, dass sie Angst vor dem Eingriff hätte und es keine Option ist, sich anzumelden und später nen Rückzieher zu machen. Ich kann das verstehen - um so schöner war es, als die beiden nach ner Stunde wieder kamen, um sich aufnehmen zu lassen. Die waren regelrecht aufgeregt und für die war das ne richtig große Nummer.

    @Gabriele, in hab ne Idee, wie das sein muss. Und ich glaube, dass jeder, der die Krankheit mal in der Nähe miterlebt hat, die eigene Befindlichkeit sehr schnell hinten anstellt und wenn es sich um ein nahestehendes Familienmitglied handelt, sowieso. Trotzdem hab ich Verständnis für o.g. Überlegungen. Recht "verärgert" war ich, als jemand fragte "Was krieg ich denn dafür, wenn ich denn mal spenden würde?" "Ein gutes Gefühl." lag mir auf der Zunge aber ich war ja unter dem Mantel der DKMS da und da hab ich mich zurückgehalten.

    Und jetzt hab ich auf die Dankesmail der DKMS geantwortet, dass sie mich gerne wieder einsetzen können. Ein sinnvoller Tag mit Spaß und kuriosen Situationen dabei. :-)

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