Sonntag, 4. November 2012

30 Tage-Challenge - ein Fazit

So, 30 Tag der Challenge sind rum, heute ist Tag 1 nach der Challenge - Zeit für ein Fazit:


 Erstmal die Fakten:
  • Ich habe 4,6 kg Gewicht verloren
  • Ich habe folgendes verbraucht:
    - 750g Mandelmus
    - mind. 500g andere Nussmuse
    - 2 Liter Olivenöl
    - ca. 300ml Agavendicksaft
    - ne Menge Volumen gepoppten Amaranth (das Zeug wiegt ja nix)
    - nicht so viele Zucchini, wie die meisten Challenger
600 Kalorien nur an Ölen und Fetten pro Tag.
    Was kann ich sonst noch sagen:
    Die Challenge hat mir die Möglichkeit gegeben, mal konsequent für einen absehbaren Zeitraum ein paar Dinge zu ändern/einfach wegzulassen, damit ich das Gewicht, das mir nicht gefällt, das aber auch keinesfalls schlimm war, wieder in die richtige Bahn bekomme. Angesichts der vielen Fette, die im Buch verarbeitet sind, hab ich nicht wirklich dran geglaubt, aber es hat geklappt.

    Ich bin kein Fan von Attila Hildmann aber auch kein Feind. Wer nicht in der veganen Szene "unterwegs" ist, kennt die Kämpfe nicht, die zwischen verschiedenen Kochbuchautoren stattfinden/stattgefunden haben. Mir ist sowas ehrlich gesagt ziemlich schnuppe bzw. ich fand es stellenweise von allen Seiten mehr als albern. Trotzdem hat man ja so seine Favouriten. Aber eins ist mir ziemlich klar geworden: Wahrscheinlich schafft Attila Hildmann über diesen Challenge-Weg mehr, als es sich auf den ersten Blick vermuten lässt. Ich hab viele Leute virtuell getroffen, die ihre Ernährung umgestellt haben - nicht aus Tierrechtsgründen sondern für sich und dabei auf eine andere Art auf eine vegane Ernährung gebracht wurden. Ich kann mir gut vorstellen, dass das monetäre Ziel für Attila Hildmann im Vordergrund steht (und das finde ich alles andere als verwerflich) aber es führen eben viele Wege nach Rom und hier scheint sich ein sehr effektiver aufgetan zu haben. Go Vegan!

    Mir hat das Buch die Augen geöffnet, dass ich auch mit veganer Ernährung nicht immer so viele Kohlehydrate verspeisen muss, die letztendlich meine kläglichen Abnehmversuche scheitern ließen. Außerdem hab ich die "Angst" vor Fetten verloren. Hört sich jetzt wahrscheinlich dramatischer an als es ist. Aber lieber die Kalorien in Fette umsetzen als in zu viele Kohlehydrate.

    Ich hab mich meinem Wohlfühlgewicht genähert und war in meinem Kleiderschrank shoppen. Seit ca. 1 Jahr (oder länger?) hab ich nur noch Klamotten gekauft, die auch noch passen, wenn ich wieder abnehme. Jetzt könnte ich auch wieder enge Hosen kaufen aber muss ich gar nicht, hab ja genug im Schrank.

    Das Sportprogramm war toll und ist toll. Wer mich kennt, weiß ja, dass ich damit eh keine Mühe hab. Es macht einfach Spaß. Es passte halt gerade, dass ich mit dem Schwimmen angefangen hab und ne Menge Freude an der Radelei hab.

    Wie gehts weiter? Erstmal gehts heute zum Lieblingsitaliener und es gibt ein Glas Rotwein, das Erste nach 30 Tagen. Danach werde ich mich weiterhin noch ne Weile nach dem Buch ernähren. Zum einen schmeckt es ja super, zum anderen bin ich ja noch nicht ganz da, wo ich hinwollte. Außerdem hab ich noch immer nicht alle Rezepte probiert.

    Es sind aber schon einige Tage ersichtlich, bei denen die Challenge nicht funktionieren wird (Dienstreisen) und das kann ich ja jetzt auch mal schleifen lassen aber nicht zu dolle.

    Ach ja.. noch was ... ich hatte 30 Tage

    • keine Lust auf Süßes... die Belohnungen hab ich mir nicht für den Jieper gemacht sondern weil ich sie ausprobieren wollte.
    • keine Lust auf Alkohol
    • keine Lust auf Chips
    • keine Lust auf Kartoffeln
    • keine Lust auf Brot/Brötchen
    Es ist sicherlich eine Kopfsache aber es hat auch bestimmt was mit dem Weglassen der leeren Kohlehydrate oder Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index zu tun. Ich hab das nie glauben wollen, weil ich ja dann auf das geliebte Brot (VK) und Kartoffeln hätt verzichten müssen - und siehe da... es stimmt und es geht. Nicht für immer aber eben für ne Weile.

    Wenn man an der Kasse steht, erschlägt einen manchmal der Blitz. Dass ich meine Lebensmittel im Biomarkt kaufe, ist sowieso normal. Aber Mandelmus oder Gojibeeren schlagen schon ziemlich zu Buche. Andererseits war ich in der Zeit (bis auf die Messe) nicht im Restaurant essen. Auch die kleinen Sachen zwischendurch (Brötchen o.ä.) gab es nicht - außer im Biomarkt hab ich kein Geld für Essen ausgegeben. Wahrscheinlich kommt es aufs Gleiche raus. Da ich kein Haushaltsbuch führe, weiß ich es nicht.

    Ach ja, last but not least - ich hatte nie Hunger... nicht ganz unwichtig.

    Kommentare:

    1. Klasse, bewundere deine Energie und Konsequenz.
      Würde mir auch gut tun.
      lieben Gruß, Gabriele

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    2. Ich auch und mir auch ;-)

      Wobei ich das mit den "ausreichend Fetten" und wenigen Kohlehydraten auch immer versuche. Ist ja lange erwiesen, dass eine Gewichtsabnahme mit ausreichend hochwertigen Fetten längerfristig erfolgreicher und auf jeden Fall gesünder ist als diese fettfrei-Schiene.

      Das mit dem Brotverzicht, der bei mir momentan ebenfalls stattfindet, fällt mir schwer. Kartoffeln rechne ich zu "Gemüse", Chips esse ich sowieso nie und Süßigkeiten müssen auch nicht sein. Alkohol einmal am Wochenende genehmige ich mir auch wenn's dann länger dauert. Und Hunger geht bei mir auch gar nicht. Lieber 'nen Ultra laufen oder sich sonst irgendwie körperlich quälen, Schmerzen ertragen oder sonstwas tun ... als Hunger zu schieben. Der löst bei mir kurzfristig schlechte Laune, langfristiger sogar Depressionen aus und dann kommt der Bumerang stehenden Fußes hinterher.

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    3. @Gabriele, Danke - ich hab aber auch ein paar Anläufe gebraucht und das hier passte jetzt echt super.

      @Lizzy, ja das mit der schlechten Laune kenne ich und nicht nur ich sondern auch meine Arbeitskollegen. :-)

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    4. 4,6 kg ? Wo denn? Wos sollst du die vorher drauf gehabt haben ? Hast du sie als Rucksack dabei gehabt?
      Respekt für dein Durchhalten und ich bewundere dich ehrlich dafür!

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    5. Martin, wir sahen und das letzte mal in 2011. Danach gabs eine OP mit 4,6 Kilogramm Auswirkungen. :-)

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    6. Cooles Fazit!

      Wir sind gerad im 3. Tag der Challenge. Erstaunlich wie arg satt man ist und wie lecker die Sachen sind!
      Was n bisschen nervt ist das häufige einkaufen, weil einem am Anfang noch so viel fehlt. Und viel zeit geht beim Kochen drauf, was aber auch ultra viel Spaß macht!

      Bin gespannt, wie es weiter geht!

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    7. Hallo Miss Biggy, willkommen auf meinem Blog. Ja, häufig einkaufen und viel Zeit fürs Kochen, das ist wohl tatsächlich so.Aber es lohnt sich. Wenn man dann noch Vegan"einsteiger ist, wie es ich auf dem Blog gelesen hab, ist es bestimmt total spannend. Ganz viel Erfolg. Ich schau mal häufiger vorbei. ;-)

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