Sonntag, 12. Januar 2014

~ Zwischen Engeln und Moos ~

Sonntag, Sonne, Laufen geht nicht - also Kamera gepackt und ab auf den Friedhof. Nicht irgendeinen sondern Melaten, ein Ort voller Geschichte, Geschichten, altem Baumbestand, tollen Grabmalen und - wie ich feststellen durfte - Emotionen. Logisch eigentlich bei einem Friedhof.


Moos, wo man hinschaut:


Und überall Engel



Betende Statue mit Schatten!


Und hier ein Eindruck des alten Baumbestandes:


Ins Auge fiel - neben den vielen alten Gräbern und auch neuen in doch eher gedeckten Farben - dieses Grab. Und beim zweiten Blick... es ist das von Dirk Bach.


In naher Nachbarschaft mit solchen alten Gräbern - schön irgendwie.


Der schaut grimmig trotz schönem Wetter aber der hängt da ja auch schon lange.


Das hier lag auf einem Grab eines sehr berühmten Kölner Bürgers - wie so viele berühmte Kölner hier ihre letzte Ruhe finden.



Findet man wohl auch eher nur in Köln - ein Clown als Statue auf einem Grabmal.


Und viele unterschiedliche Kunststile.


Zum Schluß nen Kaffee in der Stadt!


Und einen finalen Blick auf den Dom! Ohne geht nicht.


Auf dem Spaziergang über Melaten hörte ich irgendwann Gelächter - das ist dort nicht ungewöhnlich. Auf Melaten finden Führungen statt, er dient als Park für Spaziergänge, also kein Friedhof, wo nur Ruhe herrscht. Aber dann sah ich eine Familie vor einem Grab, Sektgläser in der Hand und möglicherweise den Geburtstag des dort liegenden feiern. Es war eine fröhliche Stimmung und ich hatte ein Tränchen im Auge. Schön wars.

Kommentare:

  1. Wunderbare Bilder !!!!
    Wir haben hier einen "Alten Friedhof" der mittlerweile fast vollständig zum Park gemacht wurde. Früher standen dort auch jede Menge kunstvolle Gräber die wirklich einzigartig waren. Das älteste Grab dort an welches ich mich erinnern kann war Ende 18. Jahrhundert. Leider waren sie wohl alle mit der Zeit zu baufällig geworden.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das Problem hat man auf Melaten natürlich auch. Viele alte Familiengruften werden weiter geführt aber andere eben nicht. Dort kann man Patenschaften erwerben, das Grab pflegen und dort selbst seine eigene Ruhestätte suchen. Man gibt sich viel Mühe, die alten Denkmäler zu erhalten.

      Löschen
  2. Danke für die schönen stimmungsvollen Bilder! Ich nehme mir auch immer wieder einmal vor, eine Fotoexpedition mit meiner "großen" Ausrüstung zu machen. Vor Jahren war ich mal auf dem Leipziger Friedhof, der hat eine ähnliche besinnliche Stimmung. Oder Paris, Père Lachaise. Nicht dass ich einen morbiden Hang hätte, aber das gehört eben auch zum Leben dazu.
    Schönen Wochenstart!
    Elke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, das find ich auch. Friedhöfe erzählen Geschichten über die Orte, in denen sie sind - über die Menschen, die dort ruhen.

      Löschen