Donnerstag, 25. September 2014

Born to run oder wie läufts denn so in den USA?

Nach den 2 Läufen im Central Park und der nicht unerheblichen Touren zu Fuß durch Manhattan war meine Achilles-Sehne mal so richtig beleidigt. Sie schmerzte bei jedem Schritt. Also einen Gang runter schalten und erstmal abwarten.

Das fiel mal gar nicht so schwer, ist es doch in den USA je nach Ortslage gar nicht so einfach, einen Laufpfad zu finden. So etwas kenne ich von Deutschland überhaupt nicht. Überall kann man laufen - nicht immer schön - aber man kann, wenn man will.

So hatte ich 4 Tage Pause, als ich bei Bedford (unsere Station Nähe Boston) die ersten Kilometer versuchte.

Außer Industriegebiet fand ich nix aber auch hier gibts hübsche Ausblicke. Zweimal musste ich mangels Fußwegen die Richtung ändern.


 


Der nächste Lauf sollte erst 6 Tage später sein - erstmal wg. der Sehnenerholung aber auch wegen der wirklich unerfreulichen Läuferbedingungen.

In York waren wir in einem Hotel zwischen Autobahn und Bundesstraße. Es war nicht nur unmöglich, hier zu Fuß rauszukommen, es war sogar verboten.

Am ersten Morgen in York hatte ich noch vor, mich trotzdem per pedes auf den Weg zu machen aber die Autos, die mir den Schlaf raubten (wir schliefen auf der Highway-Seite) machten mir so viel Angst, dass ich es ließ.

Am zweiten Morgen (Zimmerseite gewechselt, das war viiel besser) hab ich mir dann den Schlüssel für den Jeep gepackt und bin soweit gefahren, wie ich wusste, dass ab dann Fußwege folgten. Ich wollte mal ganz gerne fotografisch die Einfallstraße von York festhalten - schön iss datt nich!

Ich parke auf dem Parkplatz einer Drogerie und muss erstmal diese Kreuzung überqueren. Das war schon ein Unterfangen, zumal die Ampel nicht richtig funktionierte und ich beim ersten "grün" stehen geblieben bin - also noch mal gefühlt 10 Minuten an der 6spurigen Straße warten - die hielten mich bestimmt für nen Alien.


Wohin das Auge reicht... Dunkin Donuts ist überall. Die warben im Fernseher mit einem Frühstücks-Donuts... ist das eklig oder ist das eklig? Klick Da wird doch nicht nur einer Veganerin übel, oder?


Wo auch immer.. Patriotismus überall.


Dieser riesige Friedhof hatte es mir angetan. Da kein Fußweg an der Straße vorbei führte, musste ich ja drüber laufen... wir hatten aber auch am Vortag gesehen, dass die Amis mit Autos über den Friedhof fahren.. ja!


Die meisten Grabsteine waren im übrigen mit deutschen Namen versehen.


Ein Fähnchen für jeden verstorbenen Soldaten in Afghanistan oder im Irak.



Na, ist das ein einladendes Restaurant?


So langsam komm ich nach Downtown und es wird netter.






 


 



Ja und jeder noch so irrige Glaube hat seine Kirche und die Botschaften sind überall vertreten.


Natürlich muss schon mal für den Herbst geschmückt werden.


Und das hier war sicherlich mal schön. Heute wohnen hier Leute, die sich die schicken Häuser nicht leisten können. Ich bin wieder auf dem Weg aus der Stadt raus.


Komme auf der anderen Seite am Friedhof vorbei und hüpfe noch mal rüber.





Das nenn ich professionelle Werbung - sieht man in der Form öfters.


 Wasn das? :-)


 Und das find ich einen echt hübschen Namen für ein Tattoo-Studio.


 Die Biker sind in der Stadt - heute ist Bike Night... dazu mehr auf dem Reiseblog.
 

So, das waren nur 7km aber mit ner Menge zu sehen finde ich und könnte eigentlich noch in die ugly destinations von Christian aufgenommen werden.

Last but not least (ich hatte im ersten Beitrag gelogen - es waren 5 Läufe) gibt es nach wieder 3 Tagen Pause einen Lauf in einem wirklich schönen Laufgebiet - es ist in Belmar an der Atlantikküste und ich schreib gar nicht viel dazu.. die Bilder sprechen für sich. Ich hatte mir extra den Wecker gestellt, um den Sonnenaufgang nicht zu verpassen.

Noch war die Sonne hinterm Horizont...


Viele Surfer schon am Strand... Auto ist unwichtig, Hauptsache das Surfbrett passt.




 


Die ganze Strecke ging über diesen Boardwalk. Ich bin 5km in eine Richtung gelaufen und es hörte noch lange nicht auf. Will meiner Sehne nicht zu viel zumuten und drehe um.



 

Einmal die Füße in den Atlantik stecken...


 ... und für kurze Zeit bleiben alleine meine Fußspuren zurück.


So nett die Häuser...


... und die legendäre E Street, nach der die Band rund um Bruce Springsteen benannt ist, war direkt neben unserem B&B.


... das her von mir etwas lieblos abgelichtet wurde.


Ja, das waren wunderbare 10km. Die Sehne war recht ruhig - auch heute, nach 7km, hat sich nicht dolle gemeckert. Ich muss aber aufpassen.

So.. und wer noch mehr von der Reise wissen will und viiiiiel Zeit hat, der kann gerne alles auf dem Reiseblog nachlesen. Puh.. habe fertig.

PS: Ich erwähne das immer sicherheitshalber. Natürlich freue ich mich über jeden Besucher auf dem Reiseblog und jeden Kommentar und über jeden, der meine Freude teilen kann. Aber ich kann gut verstehen, wenn das viel zu viel ist. Der Blog dient mehr uns, um die Reisen noch nachvollziehen zu können. In kurzer Zeit hab ich Kleinigkeiten oder Städtenamen etc. vergessen. So kann ich auch nach längerer Zeit noch mal nachschauen und mich wieder erinnern und der Dinge erfreuen, die ansonsten durch Sieb rutschen.

Kommentare:

  1. Hmmmmm, das Spicy Smoked Sausage Breakfast Sandwich sieht aber echt lecker aus! :-))))

    Die Ernäherungsgewohnheiten der Amerikaner sind schon echt krass. Aber ich finde man muß alles mal erlebt haben :-D

    Eigentlich wundert es mich einwenig, dass man dort zum Laufen kein Auto nimmt ;-) Als Fußgänger ist man wirklich verloren.

    Da wundert es mich, dass es an der Küste diesen endlosen Bordwalk gibt.

    Alles Gute übrigens für Deine A-Sehne.

    Liebe Grüße
    Volker

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  2. Hallo Volker,

    ja, das muss man mal erlebt haben. Irgendwie verblassen nach einer Weile die Erinnerungen auch wieder, dann gilt es, das wieder aufzufrischen. Wir sind ja - wenn wir "drüben" sind, eher in Canada unterwegs. Die sind wenigstens beim Umweltgedanken besser drauf als die Amis - aber das Essen ist ja das Gleiche. Meine Hüften bestätigen das.;-) Mir fällt dabei auf, dass wir meist dort Urlaub machen, wo das Essen fettig ist... Irland, Schottland, Canada, USA... nur in der Toskana, da war es eindeutig besser. ;-)

    Die machen in den USA "fried oreos". Hammer, oder?

    Danke für die Wünsche - ich reich das mal an die Sehne weiter - Sollbruchstelle.

    Gruß

    Anja

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    1. Naja, was die Umweltgedanken angeht, ist es bei den Kanadiern auch nicht weit her. Mach Dich mal über die Ölförderung dort kundig. Die verwüsten ihr Land auf einer Fläche von der Größe Frankreichs. Ein Albtraum! :-(((

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  3. Liebe Anja,

    viele sehr eindrückliche und teilweise sogar wohlbekannte bildliche Eindrücke von der Ostküste, die ich sehr liebe. Allerdings, und da gebe ich Dir Recht, gehört einiges wirklich in die Kategorie Ugly destinations, das typische Bild von Vororten am Rande der Großstädte...schade eigentlich :-(
    Versöhnlich sieht es dann schon wieder an der Küste aus, war sicher ein sehr schöner und hoch kultureller Urlaub und ich hoffe der Gesamteindruck war schön.
    Deinen Reiseblog kannte ich nicht, werde dort mal am WE etwas stöbern, Danke.

    Salut
    Christian

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    1. Lieber Christian,

      ja, es war unter diversen Gesichtspunkten ein sehr schöner Urlaub.

      Gruß Anja

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  4. Liebe Anja,
    sind ja totale Gegensätze, die Du hier zeigst. Aber vielleicht gerade deswegen spannend. Das Frühstück würde mir nicht in den Magen wollen, grrr, schnell weiterrennen. Aber die anderen vielen kleinen Beobachtungen am Streckenrand hätten mich dauernd vom Laufen abgehalten. Außer am Strand, da hätte ich Freude gehabt, weiter und weiter zu laufen...
    Auf dass Deine Sehne weiter mitmacht!
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Liebe Elke,
      es gibt auf jeden Fall immer viele Gründe, stehen zu bleiben - anderes Land, andere Eindrücke.
      Gruß
      Anja

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  5. Liebe Anja,
    wow, ich bin ein bißchen mit dir mitgereist (habe gestern Abend auch noch deinen Reiseblog überflogen - ihr habt ja unglaublich viel erlebt!)
    Ich hoffe, deine Achillessehne gibt wieder Ruhe und du kannst hier wieder schöne Morgenläufe unternehmen!

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    1. Na, die lieben Morgenläufe sind ja jetzt Dunkelläufe. Ich glaub, ich versuch mich - so lange es noch geht - an den Läufen nach der Arbeit - aber am Wochenende... so lange die Sehne hält.

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  6. Wow, danke für die vielältigen und meist wunderschönen Eindrücke aus dem Land der unbegrenzten (Lauf)Möglichkeiten :)

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    1. Der begrenzten Laufmöglichkeiten, lieber Markus. :-)

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  7. Ah da ist sie ja die Fortsetzung :). Ja, das mit den bescheidenen Hotellagen ist so eine Sache und macht es mir oft schwer auf Dienstreisen in die Laufschuhe zu kommen.
    Zum Glück bist du ja gesund zurückgekommen von den Strassenüberquerungen. Ich finde, da muss man immer gut auf die Rechtsabbieger aufpassen. Die rechnen ja nicht mit einem.
    Aber die Innenstadt war ja ok, zumindest kein lebloses Hochhausmeer. Und der Atlantik dann: schön.

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    1. In vielen Hotels gibts ja Gyms... aber ich mag halt nicht auf die Laufbänder gehen.. da lauf ich lieber gar nicht. Und ja.. mir war bei der Straßenquerung auch wirklich mulmig. Die rechnen ja auch nicht mit Fußgängern, das ist so ein wenig das Problem.

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  8. Hach ... manches kommt mir doch bekannt vor! ;-) Im Central Park bin ich nicht gelaufen, sondern nur spazieren gegangen - aber der Prospect Park in Brooklyn gefiel mir sogar noch besser, da ruhiger. Ansonsten: Die Essgewohnheiten erschütternd (obwohl es auch Organic Foods gibt) - und ohne Auto ist man verratzt bzw. wird schief angesehen. Nein, das Land ist durchaus faszinierend, aber es gefällt mir einfach nicht so sehr, dass es mich unbedingt zurück zieht.

    Viele Grüße,
    Anne

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    1. Hallo Anne, Du hast dort mal gewohnt, versteh ich das richtig? Fried Oreos... wie kann man z.B. auf solches Essen kommen. In Brooklyn war ich gar nicht, das haben wir nicht geschafft. Aber irgendwann komm ich ja vielleicht noch mal nach New York - erstmal aber ruhigere Gegenden.

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    2. Nein, gewohnt nicht, nur mal 3 Wochen Dienstreise plus Urlaub gemacht. Noch'n Urlaub müsst nicht sein - und ich hoffe, dass der Kelch einer weiteren Dienstreise in die Staaten an mir vorübergeht ...

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