Dienstag, 19. Mai 2015

~ Rhabarber-Baiser ~

Ich finds immer mal wieder schön, wenn sich Dinge im Leben verändern. So verhält es sich auch mit Frau Blumenmond und der Backerei... ich hab nun immer die Meinung vertreten, dass Backen nichts so richtig für mich ist... Hefeteig war früher etwas, das für mich gleichermaßen schwer erschien, wie das Besteigen eines 8000ers... ohne Sauerstoffmaske geht da gar nichts.

Und nun - die fleissigen Leser können es verfolgen - backe ich fast jedes Wochenende. Vor Jahren war ich mal im Brotbackfieber und habe gesauerteigt und freigeschoben und gewirkt.. und weiß, was diese Begriffe bedeuten und wie es geht. Hefeteig mach ich heute so zwischen Zähne putzen und Bügelwäsche.

Aber Torten sind immer noch eine Herausforderung aber ich gewinne an Erfahrung.

Und wenn es dann eine positive Resonanz gibt, dann freue ich mich natürlich sehr. Und da ich um das Rezept des am letzten Wochenende im Laleli gebackenen Rhabarber-Baiser gebeten wurde, wird das hier festgehalten, wobei ich am Rezept noch feilen werde - aber dazu später:

150g Mehl
3/4 Vanilleschote
75 g Rohrzucker
1 P. Backpulver
2 TL Lupinenmehl
225 ml Sojamilch
40g Margarine
2 TL Zitronensaft

1 Pk. Vanillepudding
500g Rhabarber
4 EL Zucker

4 x MyEy-Eiweiß
100g Zucker
4 EL Mandeln

1 Packung Soyatoo Sahne
1 Päckchen Vanille Zucker
1 Päckchen Sahnesteif

Mehl, ausgekratzter Vanille aus der Vanilleschote, Zucker, Backpulver und Lupinenmehl mischen und mit leicht angeschmolzender Margarine, Sojamilch und Zitronensaft zu einem glatten Teig verrühren.

MyEy-Eweiß nach Anleitung mit Wasser mischen und aufschlagen und mit dem Zucker (am besten zu Puder zerkleinert) so lange aufschlagen, bis die Masse leicht steif wird.

Eine Hälfte des Teiges in eine gefettete Backform geben und mit der Hälfte des "Ei"schnees verzieren und 2 EL Mandeln drüber streuen. Bei 180° Ober- und Unterhitze im Backofen 40 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Dann die zweite Hälfte des Bodens mit Baiser fertigen. Auskühlen lassen.

Zwischenzeitlich den Rhabarber waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden. Mit 4 EL Zucker und 100ml Wasser zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Das Puddingpulver mit 6 EL Wasser anrühren und unter den Rhabarber geben, noch mal 1 Minute köcheln und abkühlen lassen.

Sahne mit Vanille-Zucker und Sahnsteif aufschlagen.

Dann die Torte zusammen stellen. 1. Boden mit einem Tortenring umrunden und die Rhabarber-Masse auffüllen. Dann die Sahne oben drauf packen. Den 2. Tortenboden vorab schon in 12 Stücke schneiden und das oben auf die Torte legen (hilft später beim Schneiden).

Nun mind. 1 Stunde kühl stellen - am besten aber über Nacht, so dass die Torte durchziehen kann.

Ich bin selbst noch nicht ganz zufrieden, da die Böden aufgrund der Baiser-Masse nicht richtig aufgehen. Ich bleibe dabei, noch zu experimentieren.

Kommentare:

  1. Liebe Anja,
    es mag ja Menschen geben, die so ein Post sofort in ihre Vorratskammer treibt, um zu sehen, ob auch alle Grundzutaten für so ein tolles Tortenteil vorhanden sind und sich dann umgehend in der Küche bäckerisch betätigen...
    Ich zieh' mir jetzt dir Regenjacke und die Gummistiefel an und mach mal einen schönen Vormittagsregenspaziergang zum Bäcker (und Konditor) meines Vertrauens.... :D

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    1. Liebe Doris,

      für mich ist ja Kochen und Backen Therapie oder Meditation, wie man es nimmt. Von daher ist der Akt des Herstellens wichtiger als der Akt des Essens - zumindest gilt das für Kuchen. Beim Kochen geb ich freiwillig nicht her, was ich da produziert hab. :-)

      Aber für mich alleine wäre das mit der Backerei auch nicht sinnvoll und ich würds wie Du handhaben.

      Gruß
      Anja

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  2. Schleck!!!! Rhabarber hab ich massig. Und am Wochenende ist Kleingartenfest, für das ich einen Kuchen versprochen habe. Aber ich glaube, ich bleibe doch beim nicht-veganen Baiser ... unsere "Kuchen-Kundschaft" ist ziemlich konservativ, (nicht nur) was das Essen angeht. ;-)

    Liebe Grüße,
    Anne

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  3. Liebe Anja,
    sieht perfekt aus (Eine frühere Nachbarin täte sagen "Wie gekauft!" - War ihre höchste Komplimentstufe) und schmeckt sicher interessant. Baiser habe ich noch nie selber gebacken. Wo bekommst Du eigentlich solche exotischen Zutaten her?!
    Liebe Grüße
    Elke

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  4. Antworten
    1. ... und wieder einmal macht die Kommentarfunktion mit dem IPad Probleme.

      ... Vielleicht spendiert mir Anne ja ein Stück, wenn sie das Rezept nachbackt für ihre Kleingärtner.

      Liebe Grüße
      Rainer 8-)

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    2. Lässt sich einrichten, lieber Rainer! Ich back den Kuchen aber auch gern noch ein zweites Mal, extra für Karin und dich (und mich natürlich ;-) )

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