Donnerstag, 30. Juli 2015

~ Aufregend ~

Gestern nach seinem wohlverdienten Urlaub noch mal das Befundgespräch mit dem Orthopäden. Im Prinzip keine neuen Erkenntnisse. Ich bin mit dem Kieser-Training auf dem richtigen Weg. Stabilisation der Rücken- und Bauchmuskulatur. Mehr ist es eigentlich nicht.. haha.. mehr ist es eigentlich nicht.

Kann ich mir, wenn ich laufe, etwas kaputt machen? So meine Frage an den Ortho. Er verneint, ich soll es ruhig versuchen, Bewegung ist gut.

Als ich dann heute aufstehe, versuche ich den Gedanken zu verdrängen. Es gibt ja mehr Leute so wie ich da Draußen, die immer mal wieder Neuanfänge wagen. Die Angst, dass es nicht funktioniert, ist groß. Dann doch lieber mit der Vermeidungsstrategie gar nicht erst versuchen.

Ich ringe mich durch, was kann mir schon passieren? Ja, Frust kann mir passieren. Tränen im schlimmsten Falle.

Mal nicht so dramatisieren, Frau Blumenmond. Klamotten an, Musik auf die Ohren und ganz vorsichtig los.

Tja, es hat sich nichts verändert. Der Rhein ist schön wie immer in der Morgendämmerungsstimmung. Nach wir vor fühlt sich das rechte Bein beim Laufen falsch an - es wird nicht richtig angesteuert.


Ich laufe einen Kilometer und dann gehe ich einen Kilometer. Schön friedlich ist es hier morgens. Nein, jetzt bloß nicht in Tränen ausbrechen. Es nützt ja nichts.


Endlich noch mal einen Sonnenaufgang sehen, einen kleinen zumindest.


Der Himmel hat sich extra für mich schön gemacht.


Nach 1km Gehen verfalle ich wieder in einen Laufschritt, versuche andere Körperhaltungen, weiß ich doch, dass in einer gewissen Rückenlage der Nerv besonders gereizt wird - was so ein MRT halt alles hergibt.

Ich bin dann also sage und schreibe 2km gelaufen und 1km gegangen. Ich bin nicht in Tränen ausgebrochen und auch nur ein ganz kleines bisschen deprimiert. Es ist wohl noch ein langer Weg. Vielleicht gewöhne ich mich an kleine regelmäßige Morgenläufe mit Geheinlagen, wenn sich jetzt nicht tagsüber rausstellt, dass die Beschwerden dadurch schlimmer geworden sind. Das bleibt jetzt abzuwarten.

Alles wird gut - irgendwann mal.

Kommentare:

  1. Liebe Anja,

    wenn nicht Du, dann drück ich mir jetzt gerade ein Tränchen weg. Sind zwei Kilometer nach so einer langen Zeit nicht einfach wunderbar?

    Das sich das Bein irgendwie falsch anfühlt bestätigt eigentlich nur die Bandscheiben als Verursacher. Aber mit dem richtigen Training, zu dem nun auch wieder das Laufen gehört, wird das vergehen.

    Also kein Grund zur Depri sondern zu einem bisschen Freude! :-)

    Liebe Grüße
    Volker

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    1. Lieber Volker,

      ob das Laufen kurzfristig zum Training gehört, weiß ich noch nicht. Mal schauen, ob ich mich das nächste Woche noch mal traue.

      Gruß
      Anja

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  2. Hey, ein erster Schritt ist gemacht! Ist doch spitze.
    Aber ist ja auch klar, dass nicht alles rund läuft. Aber ich bin mir sicher dass es sich bessern wird

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    1. Lieber Markus,

      Dein Optimismus nehm ich gern. Wenn man nach 7 Monaten immer noch das gleiche Problem hat, schwindet der ein wenig.

      Gruß
      Anja

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  3. Es geht aufwärts sagte der Vogel als in die Katze die Treppe hoch trug.....
    Liebe Anja, es wird wieder und kleine Brötchen schmecken besser als die grossen.
    Geduld und Ausdauer hast du doch.
    Lieben Gruss
    Gabriele

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    1. Liebe Gabriele,

      Geduld und Ausdauer werd ich wohl noch ne Weile brauchen.

      Gruß
      Anja

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  4. Liebe Anja,

    klar, ich wäre auch deprimiert, wie gut ich dich verstehen kann, aber du gibst nicht auf, hast wieder wunderschöne Impressionen von deiner Tour mitgebracht, ich wünsche dir von ganzem ♥, dass du eines Tages ohne Schmerzen diese und alle anderen Strecken zurücklegen kannst.

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    1. Liebe Margitta,

      ja, das wär echt schön.
      Gruß
      Anja

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  5. Liebe Anja,
    kein Grund zu verzagen. Wenn der Doc sogar Bewegung befürwortet, nix wie los. 2 km gelaufen ist doch prima im Moment! Dass sich alles langsam gewöhnen muss, ist klar. Lauf einfach wie Du Dich fühlst. Nach meinem Bandscheibenvorfall musste ich auch langsam starten und langsam die Strecken steigern. Und erst danach lief ich überhaupt meinen ersten Marathon. Wobei der vielleicht nicht so heftig war wie Deiner, bei mir war nur der Oberschenkel bis zur Mitte taub, aber keine Bewegungsprobleme. Hab Geduld, das wird!
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Liebe Elke,

      Du machst mir Mut. Ich will ja gar keinen Marathon aber eben ein wenig durch die Landschaft traben. Davon bin ich aber wohl noch weit weg.

      Der Bandscheibenvorfall ist gar nicht schlimm. Nur die Einschränkungen. Taub ist bei mir nix. Mir schießt nur der Schmerz in die Beine. Doof das.

      Gruß
      Anja

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  6. Liebe Anja,
    mittlerweile ist dein "Tag danach" schon fast rum und ich frage mich, wie es dir geht! Ich hoffe, dass es keine unangenehmen Nachwirkungen gegeben hat und du nun öfter wieder vom Geh- in den Laufschritt fallen kannst! :)
    2km sind 2km mehr als gestern, 2km mehr als vorgestern, 2km mehr als vorvorgestern....
    Das wird! :D

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    1. Liebe Doris,

      nicht wirklich prickelnd. Die 2km merke ich sehr stark - das ist zwar aushaltbar aber ob das sinnvoll ist, weiß ich noch nicht. Ob ich es noch mal versuche, entscheide ich nächste Woche. Am Wochenende ist Wandern angesagt, das vertrag ich deutlich besser.

      Gruß
      Anja

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    2. So ein Mist! :(
      Aber... war das nicht nach den ersten Wanderungen auch noch so? Wie auch immer - ich finde es super, dass du den Versuch gestartet hast. Wenn es noch nicht so weit ist, weißt du das zumindest mal!

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    3. Ja, Doris. Bei den ersten Wanderungen war das auch so. Da ich die aber bei den letzten malen deutlich besser überstanden hab (schmerzfrei ist das nie), hab ich gedacht, es müsste auch beim Laufen besser sein. Dem ist aber nicht so.

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  7. Liebe Anja,

    probieren heißt die Devise. Vielleicht ist 1km Laufen am Stück zu viel und du kommst mit einem Wechsel von Gehen-Laufen im Minutentakt klar. Oder erstemal Gehen mit Laufeinlagen statt Laufen mit Geheinlagen. Und immer wieder hinhören, ob's gut tut. Nervt. Ist frustrierend. Macht traurig, nicht "einfach so" laufen zu können, unbeschwert, schmerzfrei, ohne Hypersensibilität für das, was wehtun oder falsch sein könnte. Leider geht's bzw. läuft's aber wohl nicht anders ... Ich versuch dir nochmal ein Päckchen Geduld zu schicken. Wir brauchen beide welche, aber du wohl noch nötiger als ich!

    Viele Grüße,
    Anne

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    1. Liebe Anne,

      das Päckchen Geduld nehme ich. Und ich weiß gar nicht, ob ich mehr brauche davon als Du - vergleichbar ist sowas ja eh nie. Aber zumindest schwebt bei mir gedanklich keine OP mit. Ach, was solls ... alles Sch...e, Deine Ellie. :-)

      Anja

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  8. Liebe Anja,
    der erste Schritt ist gemacht. Klasse! Ein Kilometer am Stück ist vielleicht zum Anfang, noch etwas viel. Dein Rücken sagt es Dir. Vielleicht solltest Du es doch mit kürzeren Laufeinlagen versuchen, wie Anne es schon vorschlug. Und nicht verzagen, auch an diesen Geh-Lauf-Rythmus gewöhnt man sich. Gestern bin ich 1 Minute gelaufen und eine halbe Minute gegangen - eine halbe Stunde lang. Und was soll ich Dir sagen: Es war super! Ich kann dem inzwischen (fast) soviel abgewinnen, wie einem "normalen" Lauf.
    Rückentraining ist sowieso gut. Das mache ich auch regelmäßig. Nicht im Studio sondern zu Hause auf der Matte.
    Jetzt drücke ich Dir die Daumen, dass es aufwärts geht.
    Liebe Grüße
    Bianca

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    1. Liebe Bianca,
      ich weiß gar nicht,ob die Länge der einzelnen Laufeinheit was ausmacht. Vielleicht probiere ich noch mal eine Variante. Mir geht es auch gar nicht darum, möglichst lange Strecken zu laufen. Mich frustriert einfach, dass es keinen Unterschied zu Januar!!!! gibt - da hab ich einfach etwas mehr erwartet.
      Gruß
      Anja

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    2. Das kann ich gut verstehen - aber vielleicht sollte sich der Rücken einfach gaaanz langsam wieder an diese Bewegung gewöhnen. So meinte ich das. Behalt den Kopf oben!

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  9. Hallo Anja,
    wenn man zu Hause auf der Couch liegt und das was man am liebsten macht nicht ausüben kann, denkt man immer warum ich. Wenn ich mich dann in den Blogs umschaue weiß ich dass ich nicht der Einzige bin der leidet. Im Gegenteil. Letztendlich geht es mir dann doch wieder gar nicht soooo schlecht. Zwar kann ich augenblicklich nicht Laufen, aber ich hege stets die Hoffnung das es wieder läuft.
    Auch Dir wünsche ich diese Hoffnung. Jeder Leidensweg hat irgendwann ein Ende. Auch deiner, da bin ich mir ganz sicher. Die Dauemn bleiben gedrückt.
    Halt die Ohren steif!

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    1. Hallo Gerd,
      wenn mir jemand orakeln könnte, dass ich noch ein Jahr nicht laufen könnte, dann würde es aber in jedem Falle gehen, dann könnte ich damit sicher gut umgehen. Aber es einfach nicht zu wissen, das frustriert mich. Nun ja, ändern kann ich es nicht.
      Dir auf jeden Fall gute Besserung und dass Du bald wieder Deine Runden drehen kannst.
      Gruß
      Anja

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