Mittwoch, 4. Mai 2016

~ Ein Gedicht ~

Morgenstimmung II

Ich mag des Sommermorgens sanfte Stille,
wenn Tag und Nacht im Dämmern zart verschwimmen,
und dann allmählich früher Vögel Wille
süß flötend lässt ihr Morgenlied anstimmen.

Da zeigt die Welt noch ihre Unschuldsmiene,
wirkt neu geboren wie am ersten Tag,
scheint weit entfernt der Alltags-Sorgen-Schiene
von Ängsten, Zwängen, Kummer, Müh und Plag.

Wenn Sonne dann in goldnem Glanz erstrahlt,
vom Tau geküsst, erwacht der Erde Leben,
das Licht sich tausendfach in Farben malt,
empfinde ich dies’ Glück, das uns gegeben.

Erschau’ sie dankbar, Schönheit der Natur,
bevor ich mich begeb’ auf Arbeitsspur.
(Ingrid Herta Drewing)


Kommentare:

  1. Liebe Anja,
    wunderschön. Ich mag nicht in die Arbeitsspur...
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Liebe Elke, und heute müssen wir auch nicht! Gruß Anja

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  2. YES - Frau Drewing ahnt, was ich so oft denke !! Und dir geht es offensichtlich nicht viel anders - YES !!

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  3. Wunderschön! Erst das Vergnügen, dann die Arbeitsspur! :-)

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  4. Dazu jetzt noch die musikalische Morgenstimmung von Peer Gynt. Hach!

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